2022 Unterbodensanierung

Leider hatte ich mir beim Kauf den Holzboden nicht genau angesehen, auch weil der Rest einen guten Eindruck gemacht hat. Der Verkäufer meinte, es müsste hinten in den Ecken etwas ausgebessert werden, aber wie sich herausgestellt hat, war das masslos untertrieben. Der Holzboden musste rundherum von unten verstärkt werden, zum Teil auch weiter innen, z.B. bei den Gasflaschen. Leider hat die Werkstatt dafür einigen Wochen gebraucht, aber dafür war es nicht ganz so teuer.

2022 Waschbecken und Wasserhahn erneuert

Wir haben jetzt ja den neuen PIEP, also den PIIP, da wurden erst mal ein paar Sachen schön gemacht. Das Waschbacken sah nicht mehr prinzessinnenmässig aus, also habe ich eine neues bestellt. In der Größe, die gebraucht wurde, habe ich auch genau ein Modell gefunden. Was ich nicht gefunden habe, ist so eine Art Dichtband wie beim Original. Das war aber oll und ich habe das ganze mit Silikon eingesetzt.
Der Wasserhahn hat immer das Wasser auf den Waschtisch umgeleitet, der wurde bei der Gelegenheit auch ersetzt. Das scheint aber konstruktionsbedingt so zu sein. Beim neuen ist es etwas besser, aber so richtig defekt ist der alte anscheinend nicht. Da habe ich jetzt Reserve.
Auch beim Chemieklo wurden Tank und Sitz mit einem Kit erneuert, das war alles recht „gebraucht“, da haben die Vorbesitzer wohl nicht so viel Wert drauf gelegt.

Sommerurlaub

06. 08.2023
Wetter: Durchwachsen mit Schauern, büschen frisch, wir warten auf das Sturmtief.
Start: zu Hause
Ziel: Stover Strand an der Elbe
Platz: Stover Strand
Hier ist alles gut organisiert, es gibt zwei Lokale, eins an Land neben der Rezeption und eins auf dem Wasser im Hausboot am Steg. Außerdem einen Supermarkt mit Brötchenservice und selbstgebackenem Kuchen. Die Versorgunslage ist also gut. Auf dem Womo-Platz vor dem Deich gibt Stromanschlüsse, hier und da einen Wasserhahn und zwei saubere Sanitär-Container, allerdings ohne Dusche. Dazu müsste man wohl auf den Hauptplatz, aber das haben wir nicht benutzt, also keine Bewertung

Jetzt startet der Sommerurlaub – am Wetter merkt man es noch nicht so direkt. Wir fahren am Sonntag los, erstmal weil noch dies und das zu tun war, ausserdem in der Hoffnung, dass sich heute einige Lücken auf dem Platz aufgetan haben. Wir machen die nächsten drei Wochen in Etappen Urlaub, Tinje hat für Dienstag und Mittwoch jemanden im Laden, also ergeben sich immer XXL-Wochenenden.
Meine Idee war, ein wenig über die Elbdeiche Richtung Geesthacht zu gondeln, und ich habe im Navi mal die Tatenberger Schleuse als Ziel eingegeben. Das hätte auch fast gut geklappt, wenn wir nicht eine Ausfahrt bei den Elbbrücken verpasst hätten. Danach war das Navi etwas unentschlossen und wir sind unter mehrmaligen Aufforderungen zum Wenden in einer mit Baustellen verseuchten Ecke der Hafecity (oder so) gelandet. Dann haben wir uns mit Frau Google doch auf eine neue Strecke einigen können, die aber an einer Stelle mit maximaler Durchfahrtsbreite von 2m endete, albern. Ich wette, diese Stelle kennt ausser uns niemand.
Nach ein paar ausgiebigen Schleifen auf der Autobahn (noch eine Ausfahrt verpasst), haben wir den Elbdeich erreicht und Tinje ist da schön langgeeiert.
Zwischdurch war eine Pinkelpause inkl. Eis von der Tanke notwendig. Beim Blättern in den Google-Maps habe ich die Elbefähre am Zollenspieker entdeckt. Mit der wollten wir mal versuchen überzusetzen und haben uns in die Schlange – mit uns zwei Autos – eingereiht. Nach Ankunft der Fähre kam der Fährmann zu uns, zum Kassieren, wie ich dachte. Aber er informierte uns, dass wir wohl zu lang wären und beim Rauf- aber spätestens beim Runterfahren hinten aufsetzen und uns einiges kaputt machen würden. Das klang überzeugend und wir haben die Schleusenbrücke bei Geesthacht genommen.
Dieses Bauwerk und die aufgewühlte Elbe neben dem Schleusenkanal sind auch ziemlich beeindruckend. Auf dem Womo-Platz war noch einiges frei und wir standen in zweiten Reihe, auch mit etwas „Seeblick“. Es gab noch einen abendlichen Deichspaziergang und herrlichen Salat von Tinje. Damit waren die Nerven des Navigators wieder im Gleichgewicht.

07.08.2023
Wetter: Nicht wirklich Sommer und das Sturmtief ist da

Nach dem Gassigang heute morgen, wollten wir eigentlich frühstücken und weiterfahren, als sich schicksalhaft eine Lücke vor uns auftat: Ein Stellplatz direkt am Wasser, oder am Strand, wie die Eingeborenen vielleicht sagen würden. Schönstehen, extra für Tinje!
Wir haben schnell den Platz gewechselt und einen Tag verlängert, das muss man auskosten. Wir schauen auf die aufgewühlte Elbe mit mächtig Wellengang und Schaumkronen, Sturmtief eben. Ich vermute, dass wir heute Abend in den Schlaf gewackelt werden.

Juhuu, erste Reihe, Nase im Wind

Bei Ebbe gibt der Fluss auch mal ein Herz frei

Bei einer kleinen Shoppingtour zum Campingmarkt sind uns ein paar leckere Kuchenstücke zugelaufen. Der Plan, die draußen zu verspeisen war allerdings gewagt, es bestand akute Gefahr, dass der Kuchen vom Teller geblasen wird.
Am Abend hat uns die Elbe dann mit nassen Füssen gedroht, weil die Sturmflut das Wasser bis kurz unter die Rasenkante gedrückt hat.
Höchststand war gegen 22:00 Uhr und es liefen einige nervöse Mitcamper mit Taschenlampen an der Wasserkante Patrouille, um die Situation zu beobachten. Etwas später gab es dann aber Entwarnung. Viel hätte aber nicht mehr kommen dürfen, und immerhin fehlte am nächsten Morgen ein Stück vom „Steilufer“.

Ebbe
Flut

Ein Bisschen wurde vom Land abgeknabbert

08.08.2023
Wetter: Das Sturmtief hat sich verzogen und der Wasserstand wieder normalisiert. Ist noch ein bisschen frisch und wolkig mit Sonnenlücken
Start: Stover Strand
Ziel: Dömitz
Platz: Wohnmobilplatz am Dömitzer Hafen. Schöne Plätze direkt am Wasser an der Elde mit Stromversorgung. Man bezahlt nur 19 € für den Platz, ich glaube da war alles drin. Sanitäranlagen haben wir nicht benutzt. Der Platz gehört mit zu dem Hotel, in dem man wohl recht gut speisen kann. Für weitere Verpflegung muss man etwas in die Stand gehen, aber die ist ja nicht so groß.

Gegen Mittag, also gleich nach dem Frühstück, sind wir dann Richtung Dömitz aufgebrochen, weil der Platz bis 13:00 geräumt sein musste. Es ging über Geesthacht und über die Bundesstraßen durch viele kleine Dörfer, die nach unserem Empfinden alle menschenleer waren. Es sieht alles sehr schön und gepflegt aus, aber es ist niemand auf der Straße oder wenigstens im Garten, sehr geheimnisvoll. Einige Theorien waren, entweder sind die alle sehr fleißig und irgendwo bei der Arbeit, es gibt eine neue Pandemie (nicht mitbekommen) oder wir waren vielleicht in einem Steven-King-Film.
Eine Baustelle für Baumpflege mit lebendigen Arbeitern holte uns dann wieder in die Wirklichkeit zurück, und etwas später direkt in Dömitz war es dann wieder etwas belebter.
Da ich ich die Örtlichkeiten schon kannte, sind wir wir nicht! an der Stellplatz-Einfahrt vorbei gefahren, sondern haben uns direkt den besten Platz am Wasser geschnappt. Etwas später haben wir gesehen, dass auf verschiedenen Plätzen etwas mitgenommene, kaum zu erkennende Zettel mit Reservierungen hingen, so auch bei uns, aber die Dame an der Rezeption meinte, unser Platz (24 = Weihnachtsplatz) wäre frei.
Wir sind auf dem Weg zur Anmeldung – es ist die gleiche wie für’s Hotel – nochmal auf dem alten Bahndamm entlang gegangen, um vielleicht einen noch schöneren Platz zu finden, und stießen zu unserem Schreck auf das verkohlte Skelett eines Womos, das wohl einen Tag vorher abgebrannt war. Kein schöner Anblick, der ist uns ganz schön auf den Magen geschlagen. Zum Glück ist niemand physikalisch zu Schaden gekommen, aber die Bewohner sind wohl mit Schock ins Krankenhaus gekommen. Das muss man wirklich nicht haben.
Als wir uns dann eingerichtet hatten, sind einige Gewitterzellen über uns hinweg gezogen. Es gab teilweise gar nicht so kleine Hagelkörner, was im Womi einen Heidenlärm verursacht hat. Carlsson hat sich ins Fahrerhaus verkrochen, und als ich mal hinterher bin, habe ich festgestellt, dass es hier viel leiser ist, weil der Alkoven alles abfängt. Schlauer Hund!

Da kommt das Wetter
Wieder alles friedlich, die Sonne tanzt auf dem Brückenbogen

Nachdem das Wetter bei uns abgezogen war, sind wir auf dem Elbdeich Gassi gegangen und haben die Blitze in den entfernten Wolkenhaufen gezählt, also als Wettbewerb. Bei diesem härtesten aller Spiele kann einen ein Blinzeln schon zum Looser machen.

09.08.2023

Kurzausflug an die Nordsee

10.10.
Wetter: kühl, aber sonnig und wenig Wind
Kilometer: 105
Stellplatz: Wohnmobilplatz Büsum am Hafen. Übersichtlicher Platz nahe am Zentrum und Hafen. Es gibt alles, was man braucht. Der Imbiss und die Sanitäranlagen evtl. im Winter geschlossen.

Die Jungs müssen an die Luft. Das Wetter ist für Herbstferien supa, und so ist das Enkel-Opa-Team spontan Richtung Büsum losgezogen. An dem geplanten Parkplatz kann man – natürlich – nicht mehr übernachten, überall Verbotsschilder für Womis. So sind wir dann auf dem Womo–Stellplatz gelandet, aber der ist ja auch gut. Eigentlich hatten wir einen Besuch beim Phänomania geplant, aber die haben nur bis 16:30 Uhr geöffnet, und nach Auskunft des Mitarbeiters braucht man schon 3 Stunden für einen Durchgang. Dafür waren wir eindeutig zu spät dran, und so haben wir erstmal den Ort und insbesondere den Hafen mit den Kuttern und Oldtimer Schiffen erkundet.

Leider ist Phänomania erst Dienstag wieder geöffnet, mal sehen, was wir bis dahin so unternehmen. Heute Abend gab es Würstchen aus der Pfanne und seeeehr gut gewürzte Bratkartoffeln. Die konnte man aber mit Milch ablöschen.
Da wir keine Hunde dabei hatten, sind wir am Abend eben so Gassi gegangen.
Im Dunkeln mit Taschenlampe Richtung Deich. Da war dann wirklich keine Beleuchtung mehr, und wir sind auf der Deichkrone vorsichtig Richtung Mole und Hafeneinfahrt gewandert. Den Schafen war unsere Funzel egal, die haben einfach mit Dösen und Verdauen weitergemacht. Für den Rückweg haben wir dann lieber Straße unten am Deich genommen, weil es etwas trittsicherer war, und uns der Deich etwas Lee gemacht hat. Oben hat es nämlich mittlerweile ganz schön kühl gepustet.

11.10.
Wetter: Wetter sonnig und heftig windig
Kilometer: 35
Stellplatz: St. Peter Dorf, an der Straße

Um den ungeplanten Tag zu überbrücken, sind wir nach St. Peter an den Strand gefahren. Nach dem Aufklaren und Auschecken in Büsum ging es über das Eidersperrwerk auf die andere Seite von Eiderstedt. Wir haben uns zu ein paar anderen Womis in die Surferecke gestellt. Mit dem Drachen unterm Arm sind wir erstmal zur Waterkant gestiefelt und haben uns die Surfer und Kiter und die Flut beim Auflaufen angesehen. Und probiert, wie oft man den Wellen entkommen kann. Natürlich waren die Schuhe irgenwann nass.

Etwas weiter landeinwärts haben wir uns dann eine relativ menschenleere Fläche gesucht und versucht, den Drachen zu starten.
Aber erstmal hat der Wind ein ordentliches Wuhling in die Leinen geweht. Joris musste festhalten und Opa hat geprökelt. Als das Ding dann in der Luft war, habe ich gleich mal einen Satz nach vorn gemacht, der Flieger war nicht leicht zu bändigen.
Auch wenn man manchmal auf einen anderen Gedanken kommen könnte: Ich bin eindeutig zu leicht!
Dann wollten wir es noch mit einem Schweif probieren, den Joris montiert hat. Sah für einen Moment auch gut aus – bis zur unsanften Landung.
Nun hat sich der Drachen was gebrochen und muss zum Arzt.
Als Besonderheit hatten wir heute auch Totalschaden mit dem Auto, und das gleich ungefähr acht Mal. Zum Glück nur beim Racing auf den Tablet. Und ich habe gelernt, dass man trotz zweimaligem Komplettverlust des Autos noch ins Ziel kommen und gewinnen kann. Dank an den Spieleentwickler für die positive Einstellung.
Später haben wir noch die Kapriolen der Kiter bewertet, und Noten für Haltung und Sprünge vergeben. Die hatten wirklich coole Moves drauf. Die Nordsee macht ja nunmal keine schönen Südsee-Wellen, das sieht irgendwie immer nach Wellen-Waschküche aus.
Als Stellplatz haben wir uns eine Nebenstraße im Dorf ausgesucht. Leider gibt es an diesem Ende von St. Peter kein Essen auf die Hand, keine Pizza, kein Döner, nix. So mussten dann Joghurt und Müsli reichen. Aber immerhin keine Flackerlaterne über uns.

12.10.
Wetter: kühl und schaurig bis sonnig
Kilometer: 105
Stellplatz: Zuhause

Heute nacht ist die Regenfront durchgezogen und hat für morgens noch einige Schauer dagelassen, aber es scheint auch immer wieder die Sonne.
Die Heizung hat nur fast durchgehalten, einmal musste ich nachstarten, als es an der Nase zu kalt wurde.
Die erste gute Tat des Tages: Brötchen holen (sehr lecker).
Und weil es das nach Auskunft der Bäckerfrau nur für zwei Wochen im Jahr gibt (immer wenn die Straßen verdreckt sind!), habe ich noch ein Kohlbrot mitgenommen.
Ich konnte in einem unbeobachteten Moment das Tablet erkämpfen (habe damit wahrscheinlich einige Totalschäden am grünen Mini-Cabrio verhindert) und habe uns Karten für Phänomania online gebucht. Man sollte natürlich auch einen Corona-Test (möglichst negativ) vorweisen, deswegen haben wir noch die Testmöglichkeiten in SPO gecheckt. Ein Testhelden-Zentrum war – juhuu – gleich um die Ecke.
Hier mussten wir noch eine Onlinebuchung simulieren, weil es hier eigentlich nur mit Termin läuft. War aber kein Mensch weiter da.
Kurz den QR-Code eingelesen und Webformular ausgefüllt, ausdrucken lassen, unterschrieben, in der Nase popeln lassen, und schon fertig. Alles total easy. Wenn man ein Smartphone und eine Lesebrille dabei hat.
Die zweite Anlaufstelle in der Badallee (nicht Schloßstrasse) war der Drachenshop.
Hier wollte ich das gebrochenen Rückgrat von meinem Flieger reparieren lassen.
Die Höchstzahl der erlaubten Besucher war bereits erreicht und wir mussten vor der Tür ausharren und versuchen, den Regenschauern aus dem Weg zu gehen.
Die Dame war allein im Geschäft und hat sich für die Reparatur wirklich viel Zeit genommen, trotz der Fülle die inzwischen herrschte. Die nachfolgenden Kunden konnten die Schilder mit „Bitte nicht mehr als 5 Personen“ offenbar nicht richtig deuten.
Da wir rechtzeitig beim Phänomania sein wollten, sind wir dann bald, den Regenschauern hinterher, wieder nach Büsum gefahren.
Wir haben uns Zeit gelassen und alles ausprobiert, was es so gab.
Man kann wirklich staunen, was Physik und Co. so im Angebot haben.
3,5 Stunden hat die Luca-App gesagt.
Zum Abschluss mussten wir natürlich -wichtig! – noch eine Makrele für Buma besorgen, und haben – auch wichtig – am Womi-Platz unsere Flüssigkeiten entsorgt.
Dann ging es so langsam in Dunkelheit und Richtung Tangstedt.

Surfkurs Pelzerhaken

01.08.
Wetter: Hat sich beruhigt und auf sonnig umgeschaltet
Kilometer: 120
Stellplatz: Wohnmobilstellplatz Pelzerhaken. Der Platz ist gut gelegen, nah am Strand, und man hat alle Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten. Nur die Stromanschlüsse sind ziemlich knapp bemessen, oder schlecht verteilt. Die Bezahlerei kann man am Automaten an der Schranke abwickeln
, die Menüführung empfand ich jedenfalls als verständlich. Der Hinweis an der Einfahrt „Erst prüfen, ob ein Platz frei ist“ ist eigentlich ziemlich logisch, hat aber bei Neuankömmligen doch einige fragende Blicke erzeugt.

Wir haben überlegt, was wir dem Enkelbub zur Einschulung in die „große“ Schule in die Schultüte packen könnten. Da er ja mehr der Action-Typ ist, haben wir von elektronischen Gimmicks oder anderen Besitztümern Abstand genommen und uns für einen Surfkurs an der Ostsee entschieden. Wir wollten doch mal sehen, wieviele Wassersport-Gene weitergegeben wurden.
Mit dem Womi campen ist sowieso cool, und dann noch 5 Tage lang für jeweils 2 Stunden auf der Ostsee rumflitzen, das musste was werden.
Kurzerhand wurde der Urlaub verlegt und wir haben die letzte Ferienwoche für unser Abenteuer genutzt. Ich betone „unser“, denn Opa hat sich voller Tatendrang gleich mit für einen Wiedereinsteiger-Kurs angemeldet.
Buma hat erst mit sich gerungen, dann aber entschieden, dass sie uns doch nicht eine Woche ohne Aufsicht lassen wollte.

Der Hut sitzt
Die Mitfahrer sind ordnungsgemäß untergebracht

Der Womo-Platz in Pelzerhaken war besser belegt als ich vermutet hatte, und so haben wir sozusagen nur noch einen Platz am Gesindetisch bekommen. Der hat sich nach unserem Gefühl aber als der beste von allen herausgestellt.
Nur an der Stromversorgung konnten wir nicht teilhaben – die Steckdosen waren alle belegt – was nach kurzer Zeit einige Mitreisende mit Blick auf die Akku-Anzeige des Handys etwas sehr nervös gemacht hat. Zumal der Stecker für den Zig-Anzünder nicht zuverlässig funktionierte und das Laden hiermit auch ziemlich lange dauerte.
Da mir an dieser Stelle doch recht ausgeprägte Panikwellen entgegenschlugen, habe ich jetzt einen Stecker besorgt, der auch an die 12V-DIN-Steckdosen passt, und mit dem man alternativ auch die Bordbatterien anzapfen kann.
Als kleine „Bedingung“ vor Urlaubsantritt haben wir Joris vom Schreiben eines Urlaubstagebuches „überzeugen“ können, hat auch ganz gut und fast freiwillig geklappt.

Ausführlicher Lagebericht 😉 – der Stift hat langsam aufgegeben
Platz an der Seitenlinie – leider gut

02.08.
Wetter: Freundlich, Sonne- und Wolkenmix, um 20° und ein mäßiger Wind
Kilometer: 0
Stellplatz: siehe oben, Womi hat sich nicht bewegt

Die Öffnungszeiten des Corona-Testzentrums bei uns in Rellingen habe ich recht blauäugig verpennt und so hatte nur Joris bei Anreise einen in etwa aktuellen Test. Wir wollten uns am nächsten Tag beim Testzelt an der Strandpromenade testen lassen, das dort freundlicherweise zur Verfügung steht. Das hat aber auch erst einen Tag später geklappt, und so haben wir uns die 1. Mahnung vom Platzwart eingefangen.
Aber ganz ehrlich, wir hatten wirklich Wichtigeres zu tun: Auf uns wartete morgens um 10:00 Uhr der erste Surfkurs, nämlich der für Opa. Dieser war ziemlich gespannt, ob noch irgendwas von damals hängengeblieben ist, und man es noch irgendwie aufs Brett schaffen würde.

Wende geht noch – naja, das Wetter war gnädig

Ich war mit Abstand der älteste Teilnehmer in meinem Kurs, das hatte ich bei dem Aufbaukurs irgendwie anders erwartet, die jüngsten waren 14, denke ich.
Jedenfalls lief der Neueinstieg besser als gedacht und ich habe die meiste Zeit tatsächlich auf dem Board verbracht.
Das Wetter war für Beachlife wie gemacht, und so ist dann zwei Stunden später auch Joris in seinem coolen Neo zu seinem ersten Surfabenteuer aufgebrochen.
Da unsere Kurse zeitversetzt stattfanden, konnten wir uns gegenseitig beobachten.
Wir haben den Surferboy bei seiner Gruppe abgegeben und uns alles Weitere von unserer Strandmuschel aus beobachtet und dokumentiert.

Trockentraining für die Neulinge – zum Glück nur kurz

Vor dem Spaß kommt beim Surfen ja die Schlepperei, und so kamen nach einiger Zeit ein paar Surfsegel auf Beinen auf den Strand gelaufen.
Die Boards wurden dann gemeinsam zum Strand getragen, Stichword Teamgeist.
Zunächst gab es natürlich Theorie und ein paar Trockenübungen (woher kommt der Wind und was mache ich damit) und dann gings auch bald schon mal in die Ostsee um zu sehen, ob die Boards überhaupt schwimmen.

Bumas Begeisterungsausbruch – voll berechtigt

Die Trainerin hatte die Kids direkt vom Wasser aus im Blick, klarer Vorteil eines Stehreviers. Erste Erfolge bei den Grundlagen und ein Hauch von Surfen stellten sich ziemlich schnell ein, der Grundstein war gelegt, Motivation gewachsen und Ehrgeiz geweckt. Shaka! Am Nachmittag der erste Fahrradausflug über die Strandpromenade, weil wir noch etwas einkaufen wollten. Ich finde, die haben das ganz schön angelegt in diesem Pelzerhaken.
Gegen einen plötzlich aufkommenden Anfall von Langeweile hat Buma zufällig noch eine Lego-Packung im Gepäck entdeckt, und Joris hat einen (lieben!) Ninjago-Drachen zusammengebaut. Damit hatten wir dann drei „Wachtiere“ im Womi, und es ist uns auch tatsächlich nix passiert.
Zur Entspannung haben wir nach der allgemeinen Trubelzeit am Abend mit den Hunden mal den Strand ausgemessen.

03.08.
Wetter: Noch freundlicher, um 22° und ein laues Lüftchen
Kilometer: 0
Stellplatz: siehe oben, Womi hat sich wieder nicht bewegt

Und wieder früh um 10:00 Uhr antreten zum Brettertragen, selbst Schuld, Opa!
Gestern war „wieder reinkommen“ mit etwas mehr Wind, heute sollten je nach Bedarf Manöver geübt werden, der Trainer hat es demonstriert und die Schüler nach Möglichkeit fast nachgefahren. Der Wind bot dabei wenig Gefahr des Scheiterns an den Naturgewalten. Deshalb habe ich dann in aller Lässigkeit irgendeinen Trick beim Segelhochziehen angewandt, der wohl so nicht im Lehrbuch stand. Folge war, dass sich die rechte Hand irgenwie anders anfühlte und der kleine Finger einen ungewohnten Winkel einnahm. Ich wollte das eigentlich schnell mal überprüfen (lassen), war aber mangels Wind erst mal länger auf der Ostsee festgetackert. So muss es sich auch damals mit Käptn Bligh im Kalmengürtel angefühlt haben.
Der Tag heute sollte im Zeichen der Gesundheit stehen, und so haben wir (endlich) jeder einen Schnelltest im Testzelt gemacht, die ich dann auch zeitnah dem Womo-Platzwart vorgelegt habe. Endlich richtig offiziell angemeldet!
Da der krumme Finger nicht wehtat, haben wir erstmal im Tagesprogramm weitergemacht und den Surferboy zu seiner zweiten Stunde an der Surfschule abgegeben. Die „alten Hasen“ haben dann ganz lässig ihr Equipment an den Strand getragen und intensiv die Wendetechnik beackert.

Die Kollisionsgefahr auf der Ostsee ist nicht zu unterschätzen
Läuft . . .

Dr. Zook (also Tinje) hat festgestellt, dass das mit dem Finger so nicht bleiben kann, und wir haben eine Arztpraxis in der Nähe ergoogelt. Ein Anruf bestätigte eine offene Praxis in Fahrradreichweite und Joris hat den defekten Opa begleitet.
Das sehr nette Arztehepaar in Neustadt hat unsere Vermutung bestätigt: Strecksehne am kleinen Finger ab. Die Therapie sollte eine Schiene zur Fixierung des Gelenks sein, damit mit etwas Glück die Sehne wieder zusammenwächst. Wir waren also gleich shoppen und kennen jetzt auch ein Sanitätshaus in Neustadt, an sich eine schöne Fahrradtour.
Die Vernunft siegte und ich habe mich beim Surfen abgemeldet. Aber einen Gutschein für den nächsten Kurs bekommen. So schnell geb ich nicht auf!

Immerhin sind wir heute dazu gekommen, den Gasgrill am Außenanschluß in Betrieb zu nehmen, aber der ist entweder Mist oder ich muss noch üben. Jedenfalls hatten wir am Grillgut viele schwarze Stellen während andere noch quasi kalt waren, und man konnte die Sachen nicht lange an einer Stelle liegen lassen. Schauen wir mal . . .
Außerdem habe ich festgestellt, dass der Gashahn sich nach Abziehen des Schlauches nur etwas widerwillig schließt. Das wird wohl das nächste Austauschteil.
Wir haben heute nette Nachbarn bekommen, die sich mit ihrem Bus hinter uns gestellt haben, für etwas Größeres war auch kein Platz. Die Familie hat sich mit zwei Kids und Hund in dem Van mit Austelldach verteilt, geht auch irgendwie.

04.08.
Wetter: Sonne- und Wolkenmix, um 23° und ein frisches Lüftchen, Surferwind
Kilometer: 0
Stellplatz: siehe oben, Womi hat sich immer noch nicht bewegt

Da wir ja heute aus erwähnten Gründen nicht so früh los mussten, haben wir uns mal den Brötchenservice gegönnt.

So gestärkt konnte dann in den 3. Kurstag gestartet werden. Heute gab es ordentlich Wind, der sich über den Tag auch noch aufgebaut hat. Damit flutschten die Wenden noch schneller.

Da wir ja am Surfstrand und nicht am Hundestrand waren, haben wir uns gleich am „Strandeingang“ platziert, das hätte man bei Bedarf diskutieren können.

Man auch zwischen Felsen kuscheln

Die Trainerin hat die Info rausgegeben, das man am Ende des Kurses ein Prüfung ablegen kann. Diese Herausforderung wollte Joris annehmen und wir haben dafür dann ein Aufgaben- und Übungsheft erstanden, das der Jung fleißig durchgearbeitet hat. Respekt, bei dem Thema war wohl sogar die Theorie interessant (Segel links, Vorfahrt bringts).
Am Nachmittag wollten wir Wind und Wellen trotzen und haben das SUP-Board aufgepumpt. Und das gleich zweimal, weil ich beim ersten Mal den Ventilverschluß offen gelassen habe. Wenn man dann 15 PSI auf der Anzeige erreicht hat, ahnt man schon, dass es sich wirklich um Sport handelt.
Die gepaddelte Strecke über Grund blieb bei dem Wetter aber sehr überschaubar und so haben wir das Feld den Kitern überlassen. Und dabei gelernt, dass die Könner:innen auf magische Weise auch ohne Fußschlaufen am Board kleben. Keine Ahnung, wie das bei den Wellen funktioniert.
Da noch Würstchen und Mais vorhanden waren, haben wir Abends nochmal den Grill in Betrieb genommen. Ich glaube, es waren diesmal ein paar schwarze Stellen weniger.

05.08.
Wetter: Sonnencremewetterund und morgens fast noch Surferwind
Kilometer: 0
Stellplatz: siehe oben, Womi hat sich schon wieder nicht bewegt

Der wichtigste Gang am Morgen ging (ja, auch zum Klo) zum Kiosk, Brötchen abholen. Man gewöhnt sich ja schnell.

Buma Spezialbehandlung für den gequälten Sportlerbody

Die Fortschritte beim Surfernachwuchs waren nicht zu übersehen. Der Wind war heute teilweise ziemlich frisch und so konnten die Kids schon mal zeigen, was sie draufhaben. Joris fand es jedenfalls cool!

Wenn das nicht schon nach was aussieht . . .

Auch Mittags haben wir uns was gegönnt und den (heute geöffneten) Strandimbiss getestet. Ich fand meinen Burger sehr lecker, ohne Wabbelbrötchen.
Am Nachmittag sind wir noch mal als Badegäste verkleidet mit dem kleinen Wellenrutscherboard zum Strand um etwas zu plantschen, haben aber an der Stelle einen Zeigefinger vom Surflehrer kassiert, weil man am Surfstrand eben nicht plantschen geht. Recht hat der Mann.
Abends wollte ich eigentlich Pfannkuchen machen, habe aber festgestellt, dass das Mehl noch zu Hause war. Grund für einen weiteren kleinen Fahrradausflug zum Nahkauf.

06.08.
Wetter: Morgens noch sonnig, abends Gewitter
Kilometer: 120 (mit Umwegen, wegen verfranst, wegen Baustelle)
Stellplatz: Tangstedt, vor der Tür

Heute letzer Tag? Das stand morgens noch nicht so ganz fest. Einerseits haben wir uns sehr wohl gefühlt in unserem Kurzurlaub, andererseits musste Joris ja auch einen entspannten Ferienabschluss zu Hause finden.
Entscheidungshilfen waren die Gewitteransagen für abends, und die neuen Campingnachbarn vor uns aus der Gattung der Offensiv-Camper. Total freundlich, mittags schon mal ’ne Flasche Dosenbier und Draussenmucke für Discofox-Liebhaber.

Das „Trainerteam“ bereitet den Profi professionell vor und nach

Am wichtigsten für uns aber war der letzte Tag beim Surfkurs und die Prüfung.
Das Wetter hat sich immer noch schön nach Sommer angefühlt. Vor dem Spaß auf dem Wasser kam heute die Theorieprüfung. Da saßen lauter Schüler in Neopren über ihre Aufgaben gebeugt auf den rustikalen Bänken auf der Wiese der Surfschule. Es gibt schlechtere Klassenzimmer. Offenbar waren die Fragen aber schnell abgehakt, denn schon bald hatte sich alles wieder aufs Wasser verlagert.
Wende auf Wende, und dabei möglichst wenige Kollisionen.

Als wieder alle Boards und Riggs ordnungsgemäß verstaut waren, wurden die Urkunden von der Trainerin übergeben, auch an Joris, den Weltmeistersurfer (ich glaube so ähnlich war der Wortlaut). Jedenfalls war die Empfehlung an Joris dranzubleiben, weil er wohl sehr talentiert sei. Wer hört das nicht gern! Also auch als Buma und Opa.

Cooler Surferboy – der Frisör war auch im Urlaub

Die Urkunde ist erkämpft, ein schöner Abschluß dieser Woche. Darauf kann man stolz sein und man hat einen Nachweis über sein Können, wenn man weitere Kurse machen oder sich einfach mal ein Board ausleihen möchte.
Wir haben uns schließlich entschlossen, im wahrsten Sinn des Wortes die Zelte abzubrechen, wollten aber vorher nochmal in den Teich jumpen. Haben wir auch gemacht, und ich habe mir als Abschiedsgruß noch den kleinen Zeh an den Steinen im Wasser aufgehauen. Das kommt davon, wenn man den harten Kerl markieren will, und sich keine Badeschuhe oder Neo-Latschen anzieht.
Am Horizont zogen dann schon die Gewitterwolken auf, und wir haben zugesehen, dass wir alles trocken eingepackt bekommen.
Der Rückweg wurde etwas länger als geplant, weil der Navigator mit den Baustellen-Umleitungen nicht klar kam. Naja, sieht mal mal etwas von der Gegend. Später gab es dann wirklich noch den ultimativen Scheibenwischer-Test.

Alles dampft nach dem Wolkenbruch


Joris hat mir auf der Fahrt nach Hause gesagt, dass er einen neuen Freund gewonnen hätte: Den Wind! Das ist mal ein Fazit . . .

2021 Gasanlage erneuert

Die Heizung hat sich bei den letzten Reisen gern mal abgeschaltet und ist auf Fehler gesprungen. Man findet dazu ja haufenweise Beiträge und Tipps. Vieles betrifft die Heizung selbst, aber ich wollte, bevor ich das große Basteln oder Geldausgeben bei Truma anfange, zunächst mal die Gaszufuhr als Fehlerquelle ausschließen.
Oft wird über verunreinigtes Gas spekuliert, aber es scheint wohl etwas dran zu sein, an der Theorie über ölige Rückstände.
Jedenfalls hat der PIEP jetzt einen neuen Druckminderer für zwei Flaschen mit automatischer Umschaltung und Sicherheits-Anschlüssen für den Heizbetrieb während der Fahrt bekommen. Natürlich mit Filter!
Die Heizung scheint jetzt tatsächlich wieder durchzulaufen, mal den nächsten Winterurlaub abwarten.
Eingebaut wurde das Ganze mit Hilfe eine Installateurs, der die leitung auch gleich mal geprüft hat.
Schnell einen Termin zur Gasprüfung gemacht und haarscharf an einer 6 vorbeigeschrammt, weil der Druckminderer so eben gerade noch über den Flaschen eingebaut wurde. Darauf hatte wir nicht so ganz genau geachtet, das wird aber offenbar sehr streng genommen. Ist ja auch gut so.

H-Tag

08.11.
Wetter: Nicht über 10 °, windig, bewölkt aber trocken
Kilometer: 90
Stellplatz: Wohnmobilhafen Büsum, Preis 13,- € (incl. Strom und Kurtaxe, ist ok), Ticket gibt es am Automaten, das wird Abends vom Fietz kontrolliert.

Sanitäranlage im Moment geschlossen, Fischbrötchen- und Pommesbude leider auch. Die Stellplätze sind ausreichend groß, teilweise etwas schief, und nach dem vielen Regen auch etwas aufgeweicht.

Unser H-Tag ist ja jahreszeitlich bedingt meistens noch mehr Wetterlotto als andere Urlaube. Der Blick auf die Wetter-App brachte auch keine Richtungs-Entscheidung. Bei der Ausfahrt auf die Dorfstraße hieß es dann links (Nordsse) oder rechts (Ostsee). Die Entscheidung fiel mit der Betätigung des Blinkschalters nach links, und wir fuhren nach Büsum. Dort wollten wir mal den Wohnmobilhafen testen, der auf der Webseite einen ganz guten Eindruck machte. Büsum ist von uns ja nur ein gutes Stündchen entfernt. Da Tinje frei hatte konnten wir ziemlich früh los und waren gegen Mittag schon vor Ort. Wir hatten sozusagen die freie Platz-Wahl. Das hat sich im Laufe des Wochenendes ganz schön geändert und spätestens am Samstag Abend war der Platz schon gut belegt. Im Sommer muss man wohl ziemlich rechtzeitig anreisen. Wie üblich gingen wir mit den Lakritznasen erst mal an die Luft, steuerten in Richtung Fischereihafen und blieben prompt bei einem Schuh-Outlet hängen, was ja typisch ist für so eine Hafenanlage. Perfider Weise eignete sich der Teppichboden auch noch hervorragend als Hundespielplatz, und da die nette Verkäuferin Hunde gern mochte, kamen wir so schnell nicht wieder raus. Ich durfte uns zwischendurch zur Stärkung wenigstens ein paar Fischbrötchen holen. Nicht ohne Beute gemacht zu haben ging es zurück zum Womi, und beim Gassigang am Abend konnte ich gleich mal meine neuen Boots einlaufen.

09.11.
Wetter: Weiterhin ziemlich schattig, bewölkt aber trocken mit etwas Sonne
Kilometer: 0
Stellplatz: Wohnmobilhafen Büsum, heute schon etwas voller.


Unser Geburtstag! Ein geschichtsträchtiges Datum in vielerlei Hinsicht, leider nicht immer positiv besetzt, aber im Moment reden alle von 30 Jahre Mauerfall. Wir lassen 27 Jahre Tinje & Zen Revue passieren, und schenken uns keine Geschenke, weil das ja so abgemacht war. Die paar Kleinigkeiten sind einfach mal so mitgekommen. Der erste Gassigang führte wie von höheren Mächten bestimmt nochmal zum Schuh-Outlet – ich denke, die Hunde wollte unbedingt dort hin. Nachdem wir Mamas zurückgelegte Schuhe wieder abbestellt und Tinjes vorgemerkte Winterstiefel erstanden hatten, kamen wir zum nächsten wichtigen Tagesordnungspunkt, dem Fischladen. Die Hunde bekamen von der nächsten netten Verkäuferin Sprotten zum Probieren, allerdings mussten die erst mal realisieren, dass die Fischchen zum Fressen und nicht zum Parfümieren waren. Für uns gab es geräucherte Makrelen und Heilbutt zum Brunch. Mit lecker Brot und süßem Tee dazu im kuscheligen Womi zu sitzen fanden wir schon sehr luxuriös. Da das Wetter heute ohne Regen auskommen wollte, war am Nachmittag ausgedehnter Spaziergang durch die Büsumer City drin. Da diese direkt an den Deich grenzt, ist man auch immer sehr naturnah unterwegs. Die Beute heute bestand, trotz einladender Klamotten-Fachgeschäfte, nur aus zwei Stücken Apfelkuchen, aber extra lecker. Am Abend gab es Reste-Essen und wir haben es wieder nicht geschafft, unseren Luxus-Prosecco zu leeren. Wir sind eben doch nur Hobby-Trinker.

10.11.
Wetter: Frisch, anfangs neblig, teilweise sonnig
Kilometer: 90
Stellplatz: Tangstedt, Auffahrt


Heute morgen ging es endlich an den richtigen Deich, und siehe da – es war Wasser dahinter. Hier war endlich das echte Nordsse-Feeling, windig und kalt, aber eben auch weit gucken, Sonne auf dem Meer und Mövengeschrei.

An der Spitze mussten wir wieder umkehren, weil uns die Hafeneinfahrt vom Rest der Welt trennte.
Da wir dringen Nachschub an Makrelen und Butt brauchten, und auch den Platz räumen mussten, siedelten wir auf einen Parkplatz in der Hafenanlage um, mit kurzem Weg zum Fischhändler!

Auf unserem genialen Stellplatz direkt neben den Kuttern genossen wir dann wieder unseren traditionellen Fisch-Brunch (zugegeben eine noch recht junge Tradition) mit einer Aussicht auf den Hafen, für die man normalerweise teuer bezahlen muss – Womi ist geil.

Als Kontrast konnten wir am Nachmittag beim Spaziergang durch den Ort noch ein Stück Kuchen abgreifen, welches ebenfalls als Untermalung für unser Hafenkino zum Einsatz kam.
Die Dunkelheit kam dann wieder überfallartig, aber den Weg nach Hause haben wir durch grobes Schätzen des Straßenverlaufs trotzdem gefunden.

Legoland

24.10.
Wetter: Schaurig, ziemlich frisch
Kilometer: Wenich
Stellplatz: Tangstedt, auf der Auffahrt, Strom und Sanitärnutzung gegen Aufpreis möglich, zum Entsorgen Gullideckel anheben.


Mein Lehrgang war sehr pünktlich zu Ende, der Dozi hatte wohl auch schon Heimweh.
So konnte ich Joris schon ziemlich früh abholen, es war jetzt ja Zeit, endlich den Geburtstagsgutschein einzulösen. Für eine Abfahrt noch am Abend war es aber dann doch schon zu spät. Also haben wir erst mal Camping auf dem Hof gemacht. Allerdings war der Weckdienst sehr pünktlich wach, und wir konnten schon um sieben in Richtung Billund starten.

25.10.
Wetter: Schaurig, ziemlich frisch
Kilometer: 300
Stellplatz: Legoland Billund Holiday Village.
Geschätzt 100 Stellplätze, ein bisschen verteilt auch zwischen den Feriendorfhütten, Stromanschluss, Entsorgung für Klo und Grauwasser,

3 große Waschhäuser für alle, das meiste um diese Jahreszeit allerdings schon geschlossen.

Noch schnell tanken – heute 20 Cent mehr als gestern, grummel – und dann Richtung Norden auf die Autobahn. Und gleich in den ersten Stau, dabei war der auf der falschen Seite, die stehen doch sonst in Richtung Hamburg. Hat aber nicht lange gedauert. Hinter Itzehoe hat Trucker-Tinje wegen Schlafmangel geschwächelt und der Beifahrer durfte auch mal ran, aber nur ein Stück. Die Grenze ist ja in Dänemark wieder mit Kontrolleuren besetzt, aber Dank Tinjes seriösem Äußeren wurden wir durchgewunken.

Nachdem wir immer vom entspannten Autofahren in Dänemark geschwärmt hatten, musten wir heute feststellen, dass es auch anders zugehen kann. Nachdem uns ein Baulaster rechts fast überholt hatte, war aber dessen Spur zu Ende, und er beschloss einfach mal nach links zu wechseln, obwohl wir noch daneben fuhren. Fahrer und Beifahrer wurden ganz schön hektisch, aber es ging gerade noch gut. Gegen halb eins war dann Ankunft im Legoland Holiday Village und die Nerven schon wieder etwas ruhiger.
Wir nahmen unseren Stellplatz in Besitz und mit Joris Hilfe wurde der PIEP mit Strom versorgt. Dann mussten wir allerdings erst mal dringend eine Schatzsuche, auf dänisch Treasure-Hunt, auf dem Gelände machen.

Wir haben das natürlich souverän gemeistert und man konnte auch etwas gewinnen, aber Opa hatte das mit Gewinnerbekanntgabe am nächsten Morgen nicht so richtig verstanden.
Bis hierher gab es „nur“ einige kräftige Schauer, nach dem Dunkelwerden fing es dann „richtig“ an zu regnen – und machte dann die nächsten 36 Stunden auch keine nennenswerten Pausen mehr, optimal also für einen Besuch im Freizeitpark. Wir beschlossen unser Zweitagesticket auf Samstag und Sonntag aufzuteilen, halbe Tage kann man im Legoland leider nicht nehmen. Joris und Buma sind aber schon mal im Supermarket shoppen gegangen und mit Ninjago Kampfgeräten wiedergekommen. Mit dem Zusammenbau der Superbikes von Cole und Kai und einigen Spinjitzu-Übungen war der Abend gerettet.

26.10.
Wetter: Dauerregen, ziemlich frisch
Kilometer: 0
Stellplatz: Legoland Billund Holiday Village.


Da wir vor der Tür auf dem Rasen schon ziemlich viel Wasser liegen hatten, sind wir auf einen Asphalt-Stellplatz umgezogen. Tinje hatte im Shop nachgefragt, und da der Platz auch nicht gerade überlaufen war hatten wir die freie Auswahl. Als weitere Maßname zum Überstehen des Wetters gab es noch todschicke Legoland-Regenumhänge . Damit waren wir für die erste Legoland-Runde ganz gut gerüstet.
Wir sind dann mit unseren leicht aufgeweichten, ausgedruckten E-Tickets nach manueller Kontrolle (Barcodeleser ging mit unseren Papierchen gar nicht) am Einlass tatsächlich eingelassen worden. Nach einem anfänglichen Rundgang mit Buma und den Hunden lautete der Beschluss, dass es für die Hunde zu laut und wuselig ist, und die mit Frauchen wieder zurück zum Womi gehen. Der erste Tag wurde also im weiteren Verlauf ein reiner Männerausflug. Man kann sich ja am Miniaturland schon lange aufhalten, und so versuchten wir danach erst mal den ganzen Park zu erkunden, nahmen schon einige Fahrattraktionen mit, und machten eine geistige Liste für den nächsten Tag, der ja etwas freundlicher werden sollte.

Am späten Nachmittag hatten wir dann außer ein paar mittelguten, aber dafür nicht so günstigen Hotdogs auch eine Menge Feuchtigkeit aufgesaugt, so dass wir uns wieder Richtung Womi aufmachten.
Einen entscheidenden Vorteil hatte das Wetter und die Jahreszeit: Fast keine Warteschlangen an Fahrgeschäften!
Einige logistischen Überlegungen kostete die Verteilung der nassen Klamotten einschließlich der Hundesachen, aber am Ende war das Womi hübsch mit aufgebügelten Sachen dekoriert.

27.10.
Wetter: Schaurig, ziemlich frisch
Kilometer: 300
Stellplatz: Tangstedt, auf der Auffahrt


Morgens konnte man an den Scheiben ganz gut sehen, dass einiges Regenwasser wohl aus den Klamotten, aber eben noch nicht ganz draußen war. Lüften ging dann später doch noch, weil der Dauerregen sich in Schauer mit sogar sonnigen Abschnitten gewandelt hatte.
Wir mussten zunächst mal den Platz räumen und auf Anweisung zum Parkplatz P6 wechseln, wo man mit dem Womi kostenlos stehen könne.
Wir sind mangels Überblick aber erst mal auf P1 gelandet, den man leider nur kostenpflichtig wieder verlassen kann. Also Ticket kaufen, sonst geht die Schranke nicht auf. Mit dem Womi dort stehen zu bleiben war leider aber auch nicht gestattet.
Nachdem wir dann glücklich auf P6 parkiert haben, wurden wir von Buma und den Hunden wieder am Mega-Spielplatz Legoland abgegeben, und konnten diesmal fast trocken die Piratenboot-Touren, Wildwasser-Salafaris, Tempel-Fahrten, Ninjago-Parcours, Ritterburg-Achterbahnen und tollkühne Jagden mit Dschungel-Jetskis genießen. Einiges haben wir uns wegen der immer noch relativ kurzen Warteschlangen auch doppelt gegeben. Opa war dann am Nachmittag rechtschaffen erschöpft und drängte Richtung Aufbruch.
Tinje wollte noch mal schnell im Supermarket nach Mitbringseln schauen und konnte den Mitarbeitern dort tatsächlich auf Mitleidstour (verpasste Gewinnausgabe, furchtbar nasses Wetter) einen mächtigen Lego-Kürbis für lulu abschwatzen. Der Ausflug hatte sich gelohnt!
Es wurde auf dem Rückweg gefühlt schlagartig dunkel, durch die Zeitumstellung und wieder aufziehende dicke Regenwolken.
Wir wollten noch eben schnell tanken und beim Amerikaner speisen, nur nicht so gern an der Autobahn, aber der Weg nach Flensburg ins Gewerbegebiet erschien uns im Dunkeln sehr weit.
Da wir nicht so gern mit dem Womi nach Altona rein fahren wollten (und wohl wegen Fahrverbot auch nicht dürfen – ich glaube der PIEP hat Euronorm 0,2) haben wir ein Tick-Tack-Oma-Mobil ausgeliehen und einen müden Enkelbub wieder nach Hause gebracht.

Tinjes Geburtstag

27.09.
Wetter: Windig, frisch
Kilometer: 100
Stellplatz: St. Peter Ording, Ortsteil Ording, am Strand .

Alles eingepackt und wichtig: Geschenke im Womi versteckt! Wir wollten wegen Snorres Beschwerden unterwegs noch einen Tierarzt in Krempe konsultieren, weil das sozusagen auf dem Weg Richtung Nordsee lag. Weitere Reisepläne gab es noch nicht. Also fuhren wir so gegen Mittag los, um die Öffnungszeit nicht zu verpassen. Krempe ist ein nettes Städtchen mit netten alten Häusern und netten kleinen Straßen, die einem mit dem Womi gelegentlich ziemlich eng vorkommen. Außerdem sind die Hausnummern nicht immer auf der Seite, die man vermuten würde (auch das Navi war verwirrt). Da aber Krempe recht übersichtlich ist, haben wir den Tierarzt doch schnell gefunden. Die Untersuchung zog sich ein wenig und es gab eine weniger gute Nachricht: Es wurde ein Tumor an den „Klüten“ festgestellt. Sollte sich aber durch Entfernung derselben gut behandeln lassen. Und da es noch Blutuntersuchungen gab, fuhren wir schon mal weiter, und es wurde ein späterer Anruf über die Ergebnisse vereinbart. Dieser erfolgte dann aber recht schnell (kurz hinterm Ortsausgang) und warf dann erst mal unsere Urlaubspläne und einiges andere über den Haufen. Der Arzt äußerte ziemlich überzeugt einen Verdacht auf eine Tumorerkrankung an der Leber und empfahl uns dringend ein Röntgen- und Ultraschall-Untersuchung. Die Stimmung war natürlich im Keller und wir beschlossen erst mal nach St. Peter zu fahren, und nach dem Wochenende so schnell wie möglich einen Termin in der Tierklinik zu bekommen.
Nach guter alter Sitte fuhren wir erst mal auf den Strand, ließen uns ein wenig vom lebhaften Lüftchen durchpusten.

Gegen Abend fiel dann nach eingehender Beobachtung der anderen Camper die Entscheidung, einfach mal wieder stehen zu bleiben. Am Ende waren wir nicht ganz allein, aber fast, und konnten eine geräuschvolle Nacht genießen. Die Nordseewellen hören sich nachts noch dichter an, aber bis zum Morgen blieb das Wasser im Prinzip an der gewohnten Stelle.

28.09.
Wetter: sehr windig, frisch und teilweise nass
Kilometer: 0
Stellplatz: St. Peter Ording, Ortsteil Ording, am Strand .

Morgens kam dann der Billet-Abreißer für den Strand, kassierte die Gebühren und wies uns darauf hin, dass das Wasser bei der nächsten Flut durchaus etwas dichter kommen würde, denn Wind hatte noch etwas zugelegt. Später beschlossen wir diesem Hinweis nachzugeben, und zu einem höher gelegenen Strandabschnitt zu wechseln.
Aber erstmal Geschenke auspacken. Das neue Dienstfahrrad (überwiegend gelb) war vorläufig nur in Form eines bedruckten T-Shirts mitgekommen, aber trotzdem schon mal cool anzusehen. Leider konnten die schönen Sachen natürlich nicht die Traurigkeit und Ungewissheit über Snorres Zustand verdrängen.
Der Strand füllte sich angesichts der Wetterbedingungen schnell mit Kite-Surfern und bis zum Mittag war es ein ziemlich buntes Gewimmel in der Luft über der Wasserkante.
Gegen Abend wurden die Schauer mehr und der Wind nicht weniger und so war unsere Nacht, die wir nach Risikoanalyse wieder am Strand verbrachten, noch lauter als die zuvor. Zwischendurch war es ein bisschen wie im Car-Wash und damit auch ein guter Dichtigkeitstest für den PIEP. Wir versuchten noch, Wolkenlücken auf dem Regenradar für einen Gassigang zu entdecken, aber das Wetter war einfach zu schnell, da konnte App nicht mithalten.

29.09.
Wetter: immer noch sehr windig, frisch und sehr viel nass
Kilometer: ca. 10
Stellplatz: St. Peter Ording, Ortsteil Dorf, am Straßenrand.

Alles um uns herum war nass und aufgeweicht – es hatte ordentlich geschüttet in der Nacht. Aber zum Glück gibt es am Strand ja nur sauberen Schmutz.

Eine undichte Stelle entdeckten wir dann doch am Wohnzimmerfenster, bei der ein paar Tropfen den Weg nach innen gefunden hatten. Da hatte der Vorbesitzer doch mehr verbogen, als auf den ersten Blick ersichtlich war. Es waren am Rahmen ein paar Dengel-Spuren als Reparaturversuch zu finden, was aber nicht sehr fachmännisch aussah. Wir beschlossen, das Fenster auszutauschen.
Eine größere Gruppe beinharter Sportler startete nebenan auf etwas trockenerem Untergrund Freiluft-Übungen mit Anschreien vom Coach – die Teinehmer fanden das auf jeden Fall gut und haben zurückgeschrien. Da das fast direkt vor unserem Fenster stattfand, hatten wir ein schönes Frühstücksfernsehen, fast wie damals Tele-Trimm-Dich im Dritten mit Rosi Mittermaier.

Die Vorhersage des Eingeborenen hatte sich bewahrheitet – die Flut hatte schon den halben Parkplatz vereinnahmt, so dass dieser auch von den Kitern genutzt werden konnte.

Wir hatten nach unserem Gefühl jetzt doch etwas zu dicht am Wasser gebaut, und wollten mal locker vom Strand rollen. Allerdings war das Regenwasser immer lustig um die Reifen gespült worden, und hatte diese etwas „tiefergelegt“. Ein erster Fluchtversuch zeigte uns, dass wir so nicht wegkamen und wir überlegten schon erste oder zweite Hilfe-Massnahmen. Da kam wie vom Himmel gesandt ein Gruppe junger und fitter Menschlein, die uns über die erste Hürde hinwegschoben und Tinje konnte sicheres Terrain ansteuern.
Da das mit der Suche nach Wolkenlücken immer noch nicht klappte, erwischte uns eine von den gaaanz dunklen Wolken beim Gassi und wir konnten alles bis zu den Schuheinlagen auswringen.

Unsere Klamottenauswahl werden wir nächstes Mal gewissenhafter treffen, frei nach Heinz Erhardt: Wir wollen dichter werden!
Die Nacht über haben wir dann einfach im Ort an der Strasse geparkt, da das Wetter sich zu einem richtigen Orkantief entwickeln sollte.

30.09.
Wetter: immer windiger, frisch und viel nass
Kilometer: 0
Stellplatz: St. Peter Ording, Ortsteil Dorf, am Straßenrand.

Das wichtigste am Montag war, so schnell wie möglich einen Termin in der Tierklinik zu bekommen. Das klappte glücklicherweise auch für den nächsten Tag, und so wollten wir diesen noch an der Nordsee bleiben.
Wir stellten uns auf einem Parkplatz direkt hinterm Deich aber noch vor den Dünen. Weiterhin versuchten wir die Lücken zwischen den Regenwolken zu nutzen, was aber schwierig gestaltete, weil das Wetter einfach schneller war als wir.
Zur Freude aller wurde es am Nachmittag trockener, und der Wind formte übermütig die Gräser neben dem Parkplatz fast wie die Meeresoberfläche. Vielleicht ist er in dieser Hinsicht auch ein bisschen festgelegt.

Den Standplatz nutzten wir auch zum Übernachten und es hat sich zum Glück niemand dran gestört.

31.09.
Wetter: immer noch wind, frisch und nur noch ein bisschen nass
Kilometer: ca. 100
Stellplatz: Tangstedt, Auffahrt

Am Morgen haben wir dann in aller Frühe in vorauseilendem Gehorsam schnell einen Parkschein gelöst.
Unsere Gassiwege führten uns jetzt mehr neben und auf dem Deich entlang, und ein Blick über die Dünen zeigte uns einen fast komplett überfluteten Strand von St. Peter, den die Surfer voll nutzen konnten.

Wir sind dann gegen Mittag mit Fischbrötchen und bangen Erwartungen im Bauch Richtung Heimat gefahren.
Der Besuch in der Tierklinik war zunächst mal von Wartezeit geprägt, aber dann gab es am Ende die gute Nachricht: Es konnten keine krankhaften Dinge (außer den bereits bekannten) in dem kleinen Hund gefunden werden, und uns fielen ein paar Findlinge von der Seele. Den Urlaub haben wir dann aber zu Hause fortgesetzt.

Sommerurlaub

15.08.2019

Wetter: Ziemlich durchwachsen, es gab einige ergiebige Schauer auf der Fahrt (die Scheibenwischer teilweise auf wahnsinnige Geschwindigkeit), aber die waren auch ziemlich schnell wieder vorbei.
Kilometer: naja, bis Marne eben, und ein bisschen . . .
Stellplatz: Friedrichskoog, Am Hafenbecken / Parkplatz Willi Wal, freistehend, kostenlos (ist aber wohl nicht für Übernachtungen gedacht)

Sternzeit Tangstedt 1430, wir haben alles, was wir brauchen im Womi, und wahrscheinlich noch viel mehr. Trucker-Tinje hat wieder mal den passenden Hut gefunden – es kann losgehen.

Den ursprünglichen Plan nach Dänemark zu fahren, haben wir wegen unklarer Impfpass-Eintragungen bei den Hunden fallengelassen.
Erstmal fahren wir also Richtung Marne, weil wir noch dringend Holzhäuser anschauen müssen. Hauptsächlich gibt es bei den Holzhäusern aber Flatterkleider, da freut sich die Tinje. Da der Tag schon etwas älter ist, wollen wir nicht mehr so weit fahren, und schauen mal in Richtung Friedrichskoog. Man soll dort am Hafen stehen können, aber laut Schild nur bis 22:00 Uhr. Auf der Suche nach anderen Möglichkeiten, sind wir bei der Seehund-Station gelandet. Die junge Mitarbeiterin, die wir dort vor der Tür trafen, konnte zu den Parkmöglichkeiten aber keine rechtssichere Aussage treffen. Die Wirtin vom Krabbenhuus (oder so ähnlich) ein paar Meter weiter war gerade am Aufklaren im Biergarten (Fischbrötchen waren leider schon aus), und empfahl uns aber doch den Hafenparkplatz. Wir fuhren also wieder auf die andere Seite des leider stillgelegten Hafens (ist hier im Ort durchaus ein Politikum) und waren etwas verunsichert, weil außer uns dort nichts war. Völlig leere Parkplätze direkt am Hafenbecken – das kann doch nicht richtig sein, und schon gar nicht kostenlos.

Einen Fisherman haben wir dann doch getroffen, zu dessen Betrieb eine Bude auf dem Hafengelände gehört. Wahrscheinlich aus der Zeit , als hier noch Fischereibetrieb war. Der war gerade bei der Reparatur seiner Netze und meinte, dass wir hier wohl niemanden stören würden.
Das haben natürlich sofort gern geglaubt, den PIEP noch etwas ausgerichtet und uns über einen wunderbaren, ruhigen Stellplatz gefreut. Der Parkplatz liegt direkt vor Willi, dem Wal, einem ziemlich beeindruckenden, in Wal-Form gebauten Indoor-Spielplatz. Auf der anderen Seite des Hafenbeckens blickt man auf den space-mässigen Aussichtsturm der Seehundstation. Fürs Auge wird also allemal etwas geboten.

Der erste Gassigang war für Snorre nicht so erfolgreich und musste wegen Rücken-Aua ziemlich kurz gehalten werden. Die Nacht am Hafenbecken war sehr ruhig, wir blieben allein, bis auf ein paar Mofa-Rocker beim Cruising.

16.08.2019

Wetter: Immer noch sehr abwechslungsreich, windich, und wenn die Sonne rauskommt richtig warm.
Kilometer: 0
Stellplatz: immer noch am Hafen

Snorre lief wieder einigermaßen rund, nachdem er ein paar von Tinjes guten Pillen eingeworfen bekommen hatte.
Carlsson hat den auf dem Deich grasenden Schafen verschiedene Angebote gemacht, aber die wollten einfach nicht von ihm gehütet werden.
Wir haben angespannt auf die Öffnung des Fischbrötchen-Ladens gewartet, dann ist das Männchen auf die Jagd und zum Fischen gegangen (mit ausreichend Kleingeld), und wir wurden zum Mittag mit seeehr guten Bismarck- und Krabbenbrötchen belohnt.
Da unsere Übernachtung niemanden gestört zu haben schien, lautete der Beschluß: wir bleiben noch ein bisschen. Am Abend haben wir noch den „Ortskern“ von Friedrichskoog erkundet. Es gibt doch mehr als 10 Häuser.

17.08.2019

Wetter: Wie gehabt, nachts gab es ein paar ordentliche Huschen
Kilometer: Bis Sönke-Nissen-Koog
Stellplatz: Amsinck-Haus, Übergang zur Hamburger Hallig.
Ca. 10 Stellplätze, günstig (Stellplatz 7,- €, Strom 2,- €). Benutzung der öffentlichen Toilette und einer Dusche ist möglich

Die erste Gassirunde ging dann mal über den Deich durch einen weiteren Ortsteil von FrieKo, weil nämlich dort der Bäcker ist.
Tinje wurde während des Deichwalks von einer sehr dynamischen Schwalbe mit wahnwitzigen Flugmanövern umzingelt. Wir haben uns gefragt, ob diese die menschliche Gesellschaft gesucht oder uns irgendwie mit Insekten in Verbindung gebracht hat. Wir fühlten uns eigentlich hygienisch einwandfrei.
Mit frischen, duftenden Brötchen unterm Arm (bildlich) ging es forschen Schrittes (Hunger) wieder zum Hafen.
Während unseres Frühstücks klopfte dann doch mal ein junger Mann der Willi-Wal-Belegschaft an unsere Tür, und wies uns darauf hin, dass dies wohl doch kein öffentlicher Parkplatz sei, und sie wollten doch kein Ticket wegen Falschparkens erwirken. . .
Wir zeigten uns einsichtig, beschleunigten unser Frühstück und machten uns reisefertig.
Da wir schon etwas zu Entsorgen hatten, folgten wir den Hinweisschildern zu den Womo-Stellplätzen in Friedrichskoog-Spitze und wurde hier auch unsere diversen Flüssigkeiten los.
Man könnte hier aber auch mal richtig kampieren, so direkt in Wassernähe.
In einer bekannten Internetsuchmaschine hat Tinje einen Stellplatz bei einem Pastorat in Richtung Schlüttsiel/Dagebüll gefunden. Das Navi hat uns sehr schön im Zickzack durch den Koog geführt. Der Hof hat uns aber nicht überzeugt, und wir sind wieder ein Stück zurückgefahren, weil wir dort ein WoMo-Schild gesehen hatten.
Das war die Zufahrt in Richtung Hamburger Hallig, man kann dort für kleines Geld schön hinterm Deich stehen. Es gibt Strom, auch Klo und Dusche kann man benutzen, ist aber sehr spartanisch.

Auch hier waren die zahlreichen Schafe nicht von Carlssons Angeboten überzeugt.
Der Lärm besteht hier aus Blöken, Schnattern, Quaken und Rauschen im Schilf, das ist gut auszuhalten.
Und dann noch ein wunderschöner Sonnenuntergang. Später wieder ein paar nächtliche ergiebige Schauer, die bekommt man im Womi ja hautnah mit.

18.08.2019

Wetter: Kühl, wieder sehr abwechslungsreich!
Kilometer: Nicht so viele
Stellplatz: Langballigau

Unseren morgendlichen Fußmarsch in Richtung Hamburger Hallig haben wir etwas abgekürzt, weil uns die Strecke für Snorre doch ausreichend erschien.
Auf dem Rückweg wurden wir ziemlich lautstark von einem vorwitzigen Schaf angesprochen, das uns eine Zeit lang begleitete. Wir haben uns über die Geschmacks-Qualität von Salzwiesen und die neuesten Scheer-Trends unterhalten. Carlsson war über das Verhalten des wolligen Kollegen etwas irritiert. Normale Schafe laufen eben weg, aber dieses hier wollte Gesellschaft, zumindest für einen Teil des Weges.

Wir wollten einen Teilnehmer des Landvergnügens (diesen Stellplatzführer habe ich geschenkt bekommen), ein Cafe im schönen Goldelund ansteuern, aber wir trafen genau zur Mittagspausenzeit dort ein. Also nichts mit Torte, sondern weiterfahren.
Als Übernachtungsmöglichkeit hat uns das auch nicht direkt überzeugt, aber wir haben ja auch mit niemandem dort gesprochen. Vielleicht ein andermal.
Weil es mir letztes Mal so gut gefallen hat, habe ich Tinje mit nach Langballigau geschnackt.

Wir haben einen schönen Platz bekommen (ich wusste ja schon, wo man gut stehen kann) und natürlich erst mal einen Strandspaziergang gemacht. Und schon fehlen wieder einige Steine am Strand, die schönsten natürlich. Am Abend noch eine kleine Runde um den Sportboothafen. Die Eisdiele hatte zwar lange geöffnet, haben wir aber für morgen eingeplant.

19.08.2019

Wetter: Schaurig, war sehr laut heute Nacht. Es bläst ein frisches Lüftchen, die Wolken sind gut in Bewegung
Kilometer: 0
Stellplatz: Campingplatz Langballigau

Gassi hat sich heute etwas verzögert (der Rest dann auch), weil sich eine dicke Wolke erst mal abregnen musste.

Erster Gang natürlich am Strand entlang, und an dieser Stelle kommen Myriaden von schwarzen Krabbelfliegern ins Spiel, die ich mit meiner signalfarbenen Jacke (extrem schlau) unwiderstehlich angelockt habe. Dann ein Stück über die „Promenade“, am anderen Campingplatz vorbei, und ab in die Wildnis. Ein Hauch von Dschungel-Camp machte sich breit. Nach einem kleinen, aufgeweichten Weg durch den Wald ging es auf einer Art von hohem Schilf gesäumten Damm durch das subtropische Tal der Langballig-Au.

Von Schlangen, die es hier geben soll, wurden wir nicht angefallen, wohl aber von aggressiven Brennnesseln (lt. meiner Rechtschreibhilfe schreibt man das wirklich mit 3 n).
Dank unserer Profi-Ausrüstung (Schweizer Offiziers-Machete, Sherpas, Transport-Elefanten und Spürhunden) haben wir uns wieder in die Heimat durchgeschlagen. Tinje ist später mal schauen (oder war es shoppen?) gegangen, und mit einem leckeren Eis wiedergekommen. Das musste aber ganz schnell weg – Tauwetter.
Jomann, Eis war gut, Zeit zum Dösen, Regen abziehen lassen und dann Carlsson Brackelmann (soviel Zeit muss sein) für eine Jogging-Runde motivieren.
Wir haben die Berge von Westenholz und Langballigholz erklommen.

Ziemlich edle Wohngebiete gibt es dort, und eben schöne Aussichten auf die Förde. Abendessen kam heute vom Strandgriechen – obwohl noch nicht Freitag ist! War ziemlich lecker.

20.08.2019

Wetter: Es huschen immer noch ein paar schaurige Wolken vorbei, aber die sind auch schnell wieder weg, nichts ernstes. Es ist also noch windich, aber angenehm temperiert.
Kilometer: 125
Stellplatz: Hohenfelde, Campingplatz bei der Straußenfarm Ostseeblick.
Es gibt hier auch Stellplätze für Womos (eigentlich ein Rasenparkplatz), man bekommt Strom (naja, 3 Schukostecker) und man kann die Sanitäreinrichtungen, die etwas in die Jahre gekommen (also sanierungsbedürftig) aber relativ sauber sind, mit benutzen.

Wir haben beschlossen weiter zu tingeln, und wollten noch einen Hof aus dem Landvergnügen-Buch bei Hohenfelde ausprobieren.
Vorher haben wir uns noch vom Örtchen Langballigau im Allgemeinen und von der Boutique am Hafen im Besonderen verabschiedet. Zu meinem großen Bedauern gab es nichts in meiner Größe und ich musste ohne Ringel-Shirt weiterziehen.
Unterwegs wollten wir noch bei einem Campingausrüster in Kiel verschieden Dinge fragen, bzw. erwerben, waren dort aber bis auf einen Knopf für die Schranktür nicht erfolgreich. Wir waren auch von der Motivation des Chefs nicht ganz überzeugt, aber vielleicht waren unsere Wünsche einfach zu exotisch. Ein weiterer Versuch einen Anschluß-Schlauch für unseren neuen Gas-Grill bei einem anderen Geschäft zu bekommen, scheiterte an mangelnden Parkmöglichkeiten.
Alle Spurwechsel und Abfahrten in Kiel wurden von Trucker-Tinje souverän gemeistert und wir strebten unserem Bestimmungsort zu.
Leider war es mit dem geplanten Stellplatz auf dem Hof nichts, weil Hunde nicht mehr erlaubt sind (es gibt dort neues, scharfes und wohl unverträgliches Wachpersonal) und sowieso nur am Wochenende geöffnet ist. Wir haben aber den Tipp bekommen, es bei der benachbarten Straußenfarm zu versuchen, zu der auch ein Campingplatz gehört. Das war erfolgreich – wir waren die einzigen auf dem zugehörigen Womo-Stellplatz, und Tinje hat so parkiert, dass wir (natürlich) direkt auf die Ostsee schauen können.

Der Strand ist etwas steinig zum Spazierengehen, aber es führt auch ein Weg mit herrlicher Aussicht an der Steilküste entlang. Nur saubere Füße bekommt man eben nicht. Zum Glück gab es außer Straußen-Produkten beim Farm-Shop auch Mandarinen-Schnitten, passte irgendwie mehr zum Käffchen.

21.08.2019

Wetter: Sinnig, nee sonnig, extra dry
Kilometer: 0
Stellplatz: Hohenfelde bei der Straußenfarm Ostseeblick

Der Morgen beginnt wunderschön mit einem Sonnenaufgang über oder auf der Ostsee. Weitere Gassiwege wurden erkundet, es gibt hier ein paar Spazierwege für die Besucher der Straußenfarm.

Tinje hat ein paar belegte Brötchen von der Farm organisiert, weil wir nicht mehr so viel Frühstücksmaterial an Bord hatten.
Wenn man sich einen Stuhl vor die Womi-Tür, stellt, kann man den ganzen Tag das maritime Treiben auf der Ostsee beobachten, falls man nicht zwischendurch in der Sonne einnickt. Aber das geht ja auch in Ordnung.

Am Nachmittag haben wir versucht, unseren Brötchen-Engpass bei einem Besuch am benachbarten Campingplatz zu beheben, aber leider gab es nach Aussage des örtlichen Kalfaktors dort nichts in dieser Hinsicht zu holen. Wir beschlossen aber trotzdem noch zu bleiben, weil der Platz ziemlich genial ist. Leider hat mich im Laufe des Tages ein viraler Infekt angesprungen, was bei einem Sommerurlaub ja extrem unwillkommen ist.

22.08.2019

Wetter: Wird immer wärmer, Sommer ist wieder an!
Kilometer: 0
Stellplatz: Hohenfelde bei der Straußenfarm Ostseeblick

Ich wurde morgens in meinem Alkoven eingesperrt und Tinje hat mir einen Geburtstag-Tisch dekoriert und mit Geschenken überhäuft. Irgendwann gab es dann ein Ständchen, das Signal zum Vorhang öffnen. Tadaaaa….

Wie immer alles wunderschön angerichtet und ich hatte eine Menge auszupacken, aber ich hatte ja auch viel Zeit.
Endlich konnte das Geheimnis der großen Reisetasche gelüftet werden.
Die Erkältung hat sich leider nicht verzogen, und ich war nur bedingt zu gebrauchen, so ein Mist.
Der geplante Prosecco mit Himbeeren passte leider nicht zu meinem Kopfzustand.

23.08.2019

Wetter: Wird noch wärmer, ein bisschen diesig bei westlichem Wind, wird sozusagen bruttig
Kilometer: 0
Stellplatz: Hohenfelde bei der Straußenfarm Ostseeblick

Wir sind immer noch geblieben, und morgens erst mal im Ort Hohenfelde einkaufen gewesen.
Schnell wieder zurück, damit wir unser Platz wieder bekommen, aber es bestand keine Gefahr, der Platz ist von Gästen wohl nicht gerade überlaufen.
Laut Füllstandsanzeige musste mich mal nach Entsorgungsmöglichkeiten umsehen.
Es gibt hier offenbar eine kleine russische Camping-Gemeinde, und einen Teilnehmer traf ich morgens im Waschhaus. Es leuchtete noch eine Flasche Wodka aus seinen Augen und manifestierte sich auch in einer Dunstwolke, aber er erklärte mir trotzdem sehr nett, wo ich unsere Klo-Kassette entleeren konnte.
Am Vortag liefen morgens auf dem Camping Platz einige Leute in Orange herum und waren mit ebensolchen Autos unterwegs. Wir vermuteten, dass es sich nicht um Holländer, sondern um Amtspersonen handelte, und eine Nachfrage heute beim Straußenwirt wegen der Grauwasserentsorgung brachte die Aufklärung: Es gab Probleme mit der Kläranlage der Gemeinde, die wohl mit Bakterien überlastet war, und die Orangenen waren auf der Suche nach der Ursache. Deshalb blieb unsere Entsorgung vorläufig ungeklärt.
Heute belebte sich die Camping-Siedlung über den Tag mit den Wochenend-Campern und es war deutlich mehr Betrieb. Viele vertieften sich erst mal in fällige Gartenarbeiten, Hecken schneiden etc.
Als ich später noch mal die Sanitäreinrichtung zwecks Dusche und anderen Dingen heimsuchte, wurde ich es (wieder) eindringlich gewahr:
In dem Männern vorbehaltenen Teil des Sanitärbereichs hört man Geräusche (und man kann sich dem nicht entziehen), die man eigentlich eher dänischen Western oder Jurassic-Parc zuordnen würde…
Befreit wohl.
Da es uns auf dem Platz schließlich zu ungemütlich wurde (neue „merkwürdige“ Nachbarn), und ich meine Erkältungsviren erfolgreich an Tinje weitergegeben habe (sorry), beschlossen wir, am nächsten Morgen nach Hause zu fahren.
Allerdings musste vorher noch im Straußen-Shop die Mitbringsel-Liste abgearbeitet werden. Wir haben für jeden etwas gefunden!

24.08.2019

Wetter: Wird noch ein bisschen wärmer, der Wind hat sich östlich eingependelt, sehr erfrischend
Kilometer: ich schätze mal 130
Stellplatz: Tangstedt

Jo, leider ist der Trip etwas kürzer geworden, als geplant. Wir haben in Lütjenburg noch bei einem Arzt vorgesprochen, weil Tinje doch inzwischen einiges wehtat. Und ausgerechtet die Diclos oder Ibus fehlten im Apotheken-Koffer.
Da der Magen das noch fehlende Frühstück reklamierte und auch die Hundis etwas lüften mussten, suchten wir unterwegs nach einer lauschigen Parkmöglichkeit, gern im Schatten, weil die Sonne ganz schön aufs Dach gebrutzelt hat.
Wir sind schließlich in Ascheberg am Plöner See angehalten, leider an der Haupstrasse, aber wir kamen von dort ganz schnell runter zum See zu einem schönen Spazierweg am Wasser und sogar an einem kleinen Strand entlang.
Direkt am Weg liegt auch das Gelände des Cat-Clubs, und mir wurde bewusst, was für ein geniales Segelrevier das hier ist, gerade zum Cat-Fahren. Viel mehr Platz als auf der Alster, aber eben auch wenig Welle. Träum . . .
Da es ja nun immer noch kein Frühstück gegeben hatte (Parkplatz war zu laut), überlegten wir uns als letzte Option zu versuchen, ob man beim Wildpark Eekholt kurz stehen kann. Wir nahmen den entsprechenden Abbieger und haben an der nächsten Möglichkeit bei einer Waldeinfahrt angehalten.
Es fielen uns zunächst viele aufgestellte Bauzäune oder Absperrgitter auf. Beim Frühstücken (endlich, ca 14:00 Uhr) waren hinter uns Werkel-Geräusche zu bemerken, und eine Sichtprüfung ergab: Wir standen genau gegenüber des letzten Zipfels vom Hartenholmer Flughafen. Eine Kohorte von Zaunaufstell-Experten zäunte kilometerlang die ganze Gegend ein, incl. Wald.
Werner-Rennen!
Die Ausmaße dieser Veranstaltung waren mir nicht bewusst, das ist schon gigantisch. Man kann schlecht schätzen, wie viele Hektar das beansprucht, aber der Flughafen allein reicht definitiv nicht aus, das zog sich auch noch reichlich über angrenzende Ackerflächen. Beinhart!
In Tangstedt wurden wir gebührend mit einem geschmückten Dorf, mit bunten Girlanden und Puscheln empfangen. Kann aber auch sein, dass dies mit der 777-Jahr-Feier an diesem Wochenende zu tun hatte.