08.11. Wetter: Nicht über 10 °, windig, bewölkt aber trocken Kilometer: 90 Stellplatz: Wohnmobilhafen Büsum, Preis 13,- € (incl. Strom und Kurtaxe, ist ok), Ticket gibt es am Automaten, das wird Abends vom Fietz kontrolliert. Sanitäranlage im Moment geschlossen, Fischbrötchen- und Pommesbude leider auch. Die Stellplätze sind ausreichend groß, teilweise etwas schief, und nach dem vielen Regen auch etwas aufgeweicht.
Unser H-Tag ist ja jahreszeitlich bedingt meistens noch mehr Wetterlotto als andere Urlaube. Der Blick auf die Wetter-App brachte auch keine Richtungs-Entscheidung. Bei der Ausfahrt auf die Dorfstraße hieß es dann links (Nordsse) oder rechts (Ostsee). Die Entscheidung fiel mit der Betätigung des Blinkschalters nach links, und wir fuhren nach Büsum. Dort wollten wir mal den Wohnmobilhafen testen, der auf der Webseite einen ganz guten Eindruck machte. Büsum ist von uns ja nur ein gutes Stündchen entfernt. Da Tinje frei hatte konnten wir ziemlich früh los und waren gegen Mittag schon vor Ort. Wir hatten sozusagen die freie Platz-Wahl. Das hat sich im Laufe des Wochenendes ganz schön geändert und spätestens am Samstag Abend war der Platz schon gut belegt. Im Sommer muss man wohl ziemlich rechtzeitig anreisen. Wie üblich gingen wir mit den Lakritznasen erst mal an die Luft, steuerten in Richtung Fischereihafen und blieben prompt bei einem Schuh-Outlet hängen, was ja typisch ist für so eine Hafenanlage. Perfider Weise eignete sich der Teppichboden auch noch hervorragend als Hundespielplatz, und da die nette Verkäuferin Hunde gern mochte, kamen wir so schnell nicht wieder raus. Ich durfte uns zwischendurch zur Stärkung wenigstens ein paar Fischbrötchen holen. Nicht ohne Beute gemacht zu haben ging es zurück zum Womi, und beim Gassigang am Abend konnte ich gleich mal meine neuen Boots einlaufen.
09.11. Wetter: Weiterhin ziemlich schattig, bewölkt aber trocken mit etwas Sonne Kilometer: 0 Stellplatz: Wohnmobilhafen Büsum, heute schon etwas voller.
Unser Geburtstag! Ein geschichtsträchtiges Datum in vielerlei Hinsicht, leider nicht immer positiv besetzt, aber im Moment reden alle von 30 Jahre Mauerfall. Wir lassen 27 Jahre Tinje & Zen Revue passieren, und schenken uns keine Geschenke, weil das ja so abgemacht war. Die paar Kleinigkeiten sind einfach mal so mitgekommen. Der erste Gassigang führte wie von höheren Mächten bestimmt nochmal zum Schuh-Outlet – ich denke, die Hunde wollte unbedingt dort hin. Nachdem wir Mamas zurückgelegte Schuhe wieder abbestellt und Tinjes vorgemerkte Winterstiefel erstanden hatten, kamen wir zum nächsten wichtigen Tagesordnungspunkt, dem Fischladen. Die Hunde bekamen von der nächsten netten Verkäuferin Sprotten zum Probieren, allerdings mussten die erst mal realisieren, dass die Fischchen zum Fressen und nicht zum Parfümieren waren. Für uns gab es geräucherte Makrelen und Heilbutt zum Brunch. Mit lecker Brot und süßem Tee dazu im kuscheligen Womi zu sitzen fanden wir schon sehr luxuriös. Da das Wetter heute ohne Regen auskommen wollte, war am Nachmittag ausgedehnter Spaziergang durch die Büsumer City drin. Da diese direkt an den Deich grenzt, ist man auch immer sehr naturnah unterwegs. Die Beute heute bestand, trotz einladender Klamotten-Fachgeschäfte, nur aus zwei Stücken Apfelkuchen, aber extra lecker. Am Abend gab es Reste-Essen und wir haben es wieder nicht geschafft, unseren Luxus-Prosecco zu leeren. Wir sind eben doch nur Hobby-Trinker.
Heute morgen ging es endlich an den richtigen Deich, und siehe da – es war Wasser dahinter. Hier war endlich das echte Nordsse-Feeling, windig und kalt, aber eben auch weit gucken, Sonne auf dem Meer und Mövengeschrei.
An der Spitze mussten wir wieder umkehren, weil uns die Hafeneinfahrt vom Rest der Welt trennte. Da wir dringen Nachschub an Makrelen und Butt brauchten, und auch den Platz räumen mussten, siedelten wir auf einen Parkplatz in der Hafenanlage um, mit kurzem Weg zum Fischhändler!
Auf unserem genialen Stellplatz direkt neben den Kuttern genossen wir dann wieder unseren traditionellen Fisch-Brunch (zugegeben eine noch recht junge Tradition) mit einer Aussicht auf den Hafen, für die man normalerweise teuer bezahlen muss – Womi ist geil.
Als Kontrast konnten wir am Nachmittag beim Spaziergang durch den Ort noch ein Stück Kuchen abgreifen, welches ebenfalls als Untermalung für unser Hafenkino zum Einsatz kam. Die Dunkelheit kam dann wieder überfallartig, aber den Weg nach Hause haben wir durch grobes Schätzen des Straßenverlaufs trotzdem gefunden.
24.10. Wetter: Schaurig, ziemlich frisch Kilometer: Wenich Stellplatz: Tangstedt, auf der Auffahrt, Strom und Sanitärnutzung gegen Aufpreis möglich, zum Entsorgen Gullideckel anheben.
Mein Lehrgang war sehr pünktlich zu Ende, der Dozi hatte wohl auch schon Heimweh. So konnte ich Joris schon ziemlich früh abholen, es war jetzt ja Zeit, endlich den Geburtstagsgutschein einzulösen. Für eine Abfahrt noch am Abend war es aber dann doch schon zu spät. Also haben wir erst mal Camping auf dem Hof gemacht. Allerdings war der Weckdienst sehr pünktlich wach, und wir konnten schon um sieben in Richtung Billund starten.
25.10. Wetter: Schaurig, ziemlich frisch Kilometer: 300 Stellplatz: Legoland Billund Holiday Village. Geschätzt 100 Stellplätze, ein bisschen verteilt auch zwischen den Feriendorfhütten, Stromanschluss, Entsorgung für Klo und Grauwasser, 3 große Waschhäuser für alle, das meiste um diese Jahreszeit allerdings schon geschlossen.
Noch schnell tanken – heute 20 Cent mehr als gestern, grummel – und dann Richtung Norden auf die Autobahn. Und gleich in den ersten Stau, dabei war der auf der falschen Seite, die stehen doch sonst in Richtung Hamburg. Hat aber nicht lange gedauert. Hinter Itzehoe hat Trucker-Tinje wegen Schlafmangel geschwächelt und der Beifahrer durfte auch mal ran, aber nur ein Stück. Die Grenze ist ja in Dänemark wieder mit Kontrolleuren besetzt, aber Dank Tinjes seriösem Äußeren wurden wir durchgewunken.
Nachdem wir immer vom entspannten Autofahren in Dänemark geschwärmt hatten, musten wir heute feststellen, dass es auch anders zugehen kann. Nachdem uns ein Baulaster rechts fast überholt hatte, war aber dessen Spur zu Ende, und er beschloss einfach mal nach links zu wechseln, obwohl wir noch daneben fuhren. Fahrer und Beifahrer wurden ganz schön hektisch, aber es ging gerade noch gut. Gegen halb eins war dann Ankunft im Legoland Holiday Village und die Nerven schon wieder etwas ruhiger. Wir nahmen unseren Stellplatz in Besitz und mit Joris Hilfe wurde der PIEP mit Strom versorgt. Dann mussten wir allerdings erst mal dringend eine Schatzsuche, auf dänisch Treasure-Hunt, auf dem Gelände machen.
Wir haben das natürlich souverän gemeistert und man konnte auch etwas gewinnen, aber Opa hatte das mit Gewinnerbekanntgabe am nächsten Morgen nicht so richtig verstanden. Bis hierher gab es „nur“ einige kräftige Schauer, nach dem Dunkelwerden fing es dann „richtig“ an zu regnen – und machte dann die nächsten 36 Stunden auch keine nennenswerten Pausen mehr, optimal also für einen Besuch im Freizeitpark. Wir beschlossen unser Zweitagesticket auf Samstag und Sonntag aufzuteilen, halbe Tage kann man im Legoland leider nicht nehmen. Joris und Buma sind aber schon mal im Supermarket shoppen gegangen und mit Ninjago Kampfgeräten wiedergekommen. Mit dem Zusammenbau der Superbikes von Cole und Kai und einigen Spinjitzu-Übungen war der Abend gerettet.
Da wir vor der Tür auf dem Rasen schon ziemlich viel Wasser liegen hatten, sind wir auf einen Asphalt-Stellplatz umgezogen. Tinje hatte im Shop nachgefragt, und da der Platz auch nicht gerade überlaufen war hatten wir die freie Auswahl. Als weitere Maßname zum Überstehen des Wetters gab es noch todschicke Legoland-Regenumhänge . Damit waren wir für die erste Legoland-Runde ganz gut gerüstet. Wir sind dann mit unseren leicht aufgeweichten, ausgedruckten E-Tickets nach manueller Kontrolle (Barcodeleser ging mit unseren Papierchen gar nicht) am Einlass tatsächlich eingelassen worden. Nach einem anfänglichen Rundgang mit Buma und den Hunden lautete der Beschluss, dass es für die Hunde zu laut und wuselig ist, und die mit Frauchen wieder zurück zum Womi gehen. Der erste Tag wurde also im weiteren Verlauf ein reiner Männerausflug. Man kann sich ja am Miniaturland schon lange aufhalten, und so versuchten wir danach erst mal den ganzen Park zu erkunden, nahmen schon einige Fahrattraktionen mit, und machten eine geistige Liste für den nächsten Tag, der ja etwas freundlicher werden sollte.
Am späten Nachmittag hatten wir dann außer ein paar mittelguten, aber dafür nicht so günstigen Hotdogs auch eine Menge Feuchtigkeit aufgesaugt, so dass wir uns wieder Richtung Womi aufmachten. Einen entscheidenden Vorteil hatte das Wetter und die Jahreszeit: Fast keine Warteschlangen an Fahrgeschäften! Einige logistischen Überlegungen kostete die Verteilung der nassen Klamotten einschließlich der Hundesachen, aber am Ende war das Womi hübsch mit aufgebügelten Sachen dekoriert.
27.10. Wetter: Schaurig, ziemlich frisch Kilometer: 300 Stellplatz: Tangstedt, auf der Auffahrt
Morgens konnte man an den Scheiben ganz gut sehen, dass einiges Regenwasser wohl aus den Klamotten, aber eben noch nicht ganz draußen war. Lüften ging dann später doch noch, weil der Dauerregen sich in Schauer mit sogar sonnigen Abschnitten gewandelt hatte. Wir mussten zunächst mal den Platz räumen und auf Anweisung zum Parkplatz P6 wechseln, wo man mit dem Womi kostenlos stehen könne. Wir sind mangels Überblick aber erst mal auf P1 gelandet, den man leider nur kostenpflichtig wieder verlassen kann. Also Ticket kaufen, sonst geht die Schranke nicht auf. Mit dem Womi dort stehen zu bleiben war leider aber auch nicht gestattet. Nachdem wir dann glücklich auf P6 parkiert haben, wurden wir von Buma und den Hunden wieder am Mega-Spielplatz Legoland abgegeben, und konnten diesmal fast trocken die Piratenboot-Touren, Wildwasser-Salafaris, Tempel-Fahrten, Ninjago-Parcours, Ritterburg-Achterbahnen und tollkühne Jagden mit Dschungel-Jetskis genießen. Einiges haben wir uns wegen der immer noch relativ kurzen Warteschlangen auch doppelt gegeben. Opa war dann am Nachmittag rechtschaffen erschöpft und drängte Richtung Aufbruch. Tinje wollte noch mal schnell im Supermarket nach Mitbringseln schauen und konnte den Mitarbeitern dort tatsächlich auf Mitleidstour (verpasste Gewinnausgabe, furchtbar nasses Wetter) einen mächtigen Lego-Kürbis für lulu abschwatzen. Der Ausflug hatte sich gelohnt! Es wurde auf dem Rückweg gefühlt schlagartig dunkel, durch die Zeitumstellung und wieder aufziehende dicke Regenwolken. Wir wollten noch eben schnell tanken und beim Amerikaner speisen, nur nicht so gern an der Autobahn, aber der Weg nach Flensburg ins Gewerbegebiet erschien uns im Dunkeln sehr weit. Da wir nicht so gern mit dem Womi nach Altona rein fahren wollten (und wohl wegen Fahrverbot auch nicht dürfen – ich glaube der PIEP hat Euronorm 0,2) haben wir ein Tick-Tack-Oma-Mobil ausgeliehen und einen müden Enkelbub wieder nach Hause gebracht.
27.09. Wetter: Windig, frisch Kilometer: 100 Stellplatz: St. Peter Ording, Ortsteil Ording, am Strand .
Alles eingepackt und wichtig: Geschenke im Womi versteckt! Wir wollten wegen Snorres Beschwerden unterwegs noch einen Tierarzt in Krempe konsultieren, weil das sozusagen auf dem Weg Richtung Nordsee lag. Weitere Reisepläne gab es noch nicht. Also fuhren wir so gegen Mittag los, um die Öffnungszeit nicht zu verpassen. Krempe ist ein nettes Städtchen mit netten alten Häusern und netten kleinen Straßen, die einem mit dem Womi gelegentlich ziemlich eng vorkommen. Außerdem sind die Hausnummern nicht immer auf der Seite, die man vermuten würde (auch das Navi war verwirrt). Da aber Krempe recht übersichtlich ist, haben wir den Tierarzt doch schnell gefunden. Die Untersuchung zog sich ein wenig und es gab eine weniger gute Nachricht: Es wurde ein Tumor an den „Klüten“ festgestellt. Sollte sich aber durch Entfernung derselben gut behandeln lassen. Und da es noch Blutuntersuchungen gab, fuhren wir schon mal weiter, und es wurde ein späterer Anruf über die Ergebnisse vereinbart. Dieser erfolgte dann aber recht schnell (kurz hinterm Ortsausgang) und warf dann erst mal unsere Urlaubspläne und einiges andere über den Haufen. Der Arzt äußerte ziemlich überzeugt einen Verdacht auf eine Tumorerkrankung an der Leber und empfahl uns dringend ein Röntgen- und Ultraschall-Untersuchung. Die Stimmung war natürlich im Keller und wir beschlossen erst mal nach St. Peter zu fahren, und nach dem Wochenende so schnell wie möglich einen Termin in der Tierklinik zu bekommen. Nach guter alter Sitte fuhren wir erst mal auf den Strand, ließen uns ein wenig vom lebhaften Lüftchen durchpusten.
Gegen Abend fiel dann nach eingehender Beobachtung der anderen Camper die Entscheidung, einfach mal wieder stehen zu bleiben. Am Ende waren wir nicht ganz allein, aber fast, und konnten eine geräuschvolle Nacht genießen. Die Nordseewellen hören sich nachts noch dichter an, aber bis zum Morgen blieb das Wasser im Prinzip an der gewohnten Stelle.
28.09. Wetter: sehr windig, frisch und teilweise nass Kilometer: 0 Stellplatz: St. Peter Ording, Ortsteil Ording, am Strand .
Morgens kam dann der Billet-Abreißer für den Strand, kassierte die Gebühren und wies uns darauf hin, dass das Wasser bei der nächsten Flut durchaus etwas dichter kommen würde, denn Wind hatte noch etwas zugelegt. Später beschlossen wir diesem Hinweis nachzugeben, und zu einem höher gelegenen Strandabschnitt zu wechseln. Aber erstmal Geschenke auspacken. Das neue Dienstfahrrad (überwiegend gelb) war vorläufig nur in Form eines bedruckten T-Shirts mitgekommen, aber trotzdem schon mal cool anzusehen. Leider konnten die schönen Sachen natürlich nicht die Traurigkeit und Ungewissheit über Snorres Zustand verdrängen. Der Strand füllte sich angesichts der Wetterbedingungen schnell mit Kite-Surfern und bis zum Mittag war es ein ziemlich buntes Gewimmel in der Luft über der Wasserkante. Gegen Abend wurden die Schauer mehr und der Wind nicht weniger und so war unsere Nacht, die wir nach Risikoanalyse wieder am Strand verbrachten, noch lauter als die zuvor. Zwischendurch war es ein bisschen wie im Car-Wash und damit auch ein guter Dichtigkeitstest für den PIEP. Wir versuchten noch, Wolkenlücken auf dem Regenradar für einen Gassigang zu entdecken, aber das Wetter war einfach zu schnell, da konnte App nicht mithalten.
29.09. Wetter: immer noch sehr windig, frisch und sehr viel nass Kilometer: ca. 10 Stellplatz: St. Peter Ording, Ortsteil Dorf, am Straßenrand.
Alles um uns herum war nass und aufgeweicht – es hatte ordentlich geschüttet in der Nacht. Aber zum Glück gibt es am Strand ja nur sauberen Schmutz.
Eine undichte Stelle entdeckten wir dann doch am Wohnzimmerfenster, bei der ein paar Tropfen den Weg nach innen gefunden hatten. Da hatte der Vorbesitzer doch mehr verbogen, als auf den ersten Blick ersichtlich war. Es waren am Rahmen ein paar Dengel-Spuren als Reparaturversuch zu finden, was aber nicht sehr fachmännisch aussah. Wir beschlossen, das Fenster auszutauschen. Eine größere Gruppe beinharter Sportler startete nebenan auf etwas trockenerem Untergrund Freiluft-Übungen mit Anschreien vom Coach – die Teinehmer fanden das auf jeden Fall gut und haben zurückgeschrien. Da das fast direkt vor unserem Fenster stattfand, hatten wir ein schönes Frühstücksfernsehen, fast wie damals Tele-Trimm-Dich im Dritten mit Rosi Mittermaier.
Die Vorhersage des Eingeborenen hatte sich bewahrheitet – die Flut hatte schon den halben Parkplatz vereinnahmt, so dass dieser auch von den Kitern genutzt werden konnte.
Wir hatten nach unserem Gefühl jetzt doch etwas zu dicht am Wasser gebaut, und wollten mal locker vom Strand rollen. Allerdings war das Regenwasser immer lustig um die Reifen gespült worden, und hatte diese etwas „tiefergelegt“. Ein erster Fluchtversuch zeigte uns, dass wir so nicht wegkamen und wir überlegten schon erste oder zweite Hilfe-Massnahmen. Da kam wie vom Himmel gesandt ein Gruppe junger und fitter Menschlein, die uns über die erste Hürde hinwegschoben und Tinje konnte sicheres Terrain ansteuern. Da das mit der Suche nach Wolkenlücken immer noch nicht klappte, erwischte uns eine von den gaaanz dunklen Wolken beim Gassi und wir konnten alles bis zu den Schuheinlagen auswringen.
Unsere Klamottenauswahl werden wir nächstes Mal gewissenhafter treffen, frei nach Heinz Erhardt: Wir wollen dichter werden! Die Nacht über haben wir dann einfach im Ort an der Strasse geparkt, da das Wetter sich zu einem richtigen Orkantief entwickeln sollte.
30.09. Wetter: immer windiger, frisch und viel nass Kilometer: 0 Stellplatz: St. Peter Ording, Ortsteil Dorf, am Straßenrand.
Das wichtigste am Montag war, so schnell wie möglich einen Termin in der Tierklinik zu bekommen. Das klappte glücklicherweise auch für den nächsten Tag, und so wollten wir diesen noch an der Nordsee bleiben. Wir stellten uns auf einem Parkplatz direkt hinterm Deich aber noch vor den Dünen. Weiterhin versuchten wir die Lücken zwischen den Regenwolken zu nutzen, was aber schwierig gestaltete, weil das Wetter einfach schneller war als wir. Zur Freude aller wurde es am Nachmittag trockener, und der Wind formte übermütig die Gräser neben dem Parkplatz fast wie die Meeresoberfläche. Vielleicht ist er in dieser Hinsicht auch ein bisschen festgelegt.
Den Standplatz nutzten wir auch zum Übernachten und es hat sich zum Glück niemand dran gestört.
31.09. Wetter: immer noch wind, frisch und nur noch ein bisschen nass Kilometer: ca. 100 Stellplatz: Tangstedt, Auffahrt
Am Morgen haben wir dann in aller Frühe in vorauseilendem Gehorsam schnell einen Parkschein gelöst. Unsere Gassiwege führten uns jetzt mehr neben und auf dem Deich entlang, und ein Blick über die Dünen zeigte uns einen fast komplett überfluteten Strand von St. Peter, den die Surfer voll nutzen konnten.
Wir sind dann gegen Mittag mit Fischbrötchen und bangen Erwartungen im Bauch Richtung Heimat gefahren. Der Besuch in der Tierklinik war zunächst mal von Wartezeit geprägt, aber dann gab es am Ende die gute Nachricht: Es konnten keine krankhaften Dinge (außer den bereits bekannten) in dem kleinen Hund gefunden werden, und uns fielen ein paar Findlinge von der Seele. Den Urlaub haben wir dann aber zu Hause fortgesetzt.
Wetter: Ziemlich durchwachsen, es gab einige ergiebige Schauer auf der Fahrt (die Scheibenwischer teilweise auf wahnsinnige Geschwindigkeit), aber die waren auch ziemlich schnell wieder vorbei. Kilometer: naja, bis Marne eben, und ein bisschen . . . Stellplatz: Friedrichskoog, Am Hafenbecken / Parkplatz Willi Wal, freistehend, kostenlos (ist aber wohl nicht für Übernachtungen gedacht)
Sternzeit Tangstedt 1430, wir haben alles, was wir brauchen im Womi, und wahrscheinlich noch viel mehr. Trucker-Tinje hat wieder mal den passenden Hut gefunden – es kann losgehen.
Den ursprünglichen Plan nach Dänemark zu fahren, haben wir wegen unklarer Impfpass-Eintragungen bei den Hunden fallengelassen. Erstmal fahren wir also Richtung Marne, weil wir noch dringend Holzhäuser anschauen müssen. Hauptsächlich gibt es bei den Holzhäusern aber Flatterkleider, da freut sich die Tinje. Da der Tag schon etwas älter ist, wollen wir nicht mehr so weit fahren, und schauen mal in Richtung Friedrichskoog. Man soll dort am Hafen stehen können, aber laut Schild nur bis 22:00 Uhr. Auf der Suche nach anderen Möglichkeiten, sind wir bei der Seehund-Station gelandet. Die junge Mitarbeiterin, die wir dort vor der Tür trafen, konnte zu den Parkmöglichkeiten aber keine rechtssichere Aussage treffen. Die Wirtin vom Krabbenhuus (oder so ähnlich) ein paar Meter weiter war gerade am Aufklaren im Biergarten (Fischbrötchen waren leider schon aus), und empfahl uns aber doch den Hafenparkplatz. Wir fuhren also wieder auf die andere Seite des leider stillgelegten Hafens (ist hier im Ort durchaus ein Politikum) und waren etwas verunsichert, weil außer uns dort nichts war. Völlig leere Parkplätze direkt am Hafenbecken – das kann doch nicht richtig sein, und schon gar nicht kostenlos.
Einen Fisherman haben wir dann doch getroffen, zu dessen Betrieb eine Bude auf dem Hafengelände gehört. Wahrscheinlich aus der Zeit , als hier noch Fischereibetrieb war. Der war gerade bei der Reparatur seiner Netze und meinte, dass wir hier wohl niemanden stören würden. Das haben natürlich sofort gern geglaubt, den PIEP noch etwas ausgerichtet und uns über einen wunderbaren, ruhigen Stellplatz gefreut. Der Parkplatz liegt direkt vor Willi, dem Wal, einem ziemlich beeindruckenden, in Wal-Form gebauten Indoor-Spielplatz. Auf der anderen Seite des Hafenbeckens blickt man auf den space-mässigen Aussichtsturm der Seehundstation. Fürs Auge wird also allemal etwas geboten.
Der erste Gassigang war für Snorre nicht so erfolgreich und musste wegen Rücken-Aua ziemlich kurz gehalten werden. Die Nacht am Hafenbecken war sehr ruhig, wir blieben allein, bis auf ein paar Mofa-Rocker beim Cruising.
16.08.2019
Wetter: Immer noch sehr abwechslungsreich, windich, und wenn die Sonne rauskommt richtig warm. Kilometer: 0 Stellplatz: immer noch am Hafen
Snorre lief wieder einigermaßen rund, nachdem er ein paar von Tinjes guten Pillen eingeworfen bekommen hatte. Carlsson hat den auf dem Deich grasenden Schafen verschiedene Angebote gemacht, aber die wollten einfach nicht von ihm gehütet werden. Wir haben angespannt auf die Öffnung des Fischbrötchen-Ladens gewartet, dann ist das Männchen auf die Jagd und zum Fischen gegangen (mit ausreichend Kleingeld), und wir wurden zum Mittag mit seeehr guten Bismarck- und Krabbenbrötchen belohnt. Da unsere Übernachtung niemanden gestört zu haben schien, lautete der Beschluß: wir bleiben noch ein bisschen. Am Abend haben wir noch den „Ortskern“ von Friedrichskoog erkundet. Es gibt doch mehr als 10 Häuser.
17.08.2019
Wetter: Wie gehabt, nachts gab es ein paar ordentliche Huschen Kilometer: Bis Sönke-Nissen-Koog Stellplatz: Amsinck-Haus, Übergang zur Hamburger Hallig. Ca. 10 Stellplätze, günstig (Stellplatz 7,- €, Strom 2,- €). Benutzung der öffentlichen Toilette und einer Dusche ist möglich
Die erste Gassirunde ging dann mal über den Deich durch einen weiteren Ortsteil von FrieKo, weil nämlich dort der Bäcker ist. Tinje wurde während des Deichwalks von einer sehr dynamischen Schwalbe mit wahnwitzigen Flugmanövern umzingelt. Wir haben uns gefragt, ob diese die menschliche Gesellschaft gesucht oder uns irgendwie mit Insekten in Verbindung gebracht hat. Wir fühlten uns eigentlich hygienisch einwandfrei. Mit frischen, duftenden Brötchen unterm Arm (bildlich) ging es forschen Schrittes (Hunger) wieder zum Hafen. Während unseres Frühstücks klopfte dann doch mal ein junger Mann der Willi-Wal-Belegschaft an unsere Tür, und wies uns darauf hin, dass dies wohl doch kein öffentlicher Parkplatz sei, und sie wollten doch kein Ticket wegen Falschparkens erwirken. . . Wir zeigten uns einsichtig, beschleunigten unser Frühstück und machten uns reisefertig. Da wir schon etwas zu Entsorgen hatten, folgten wir den Hinweisschildern zu den Womo-Stellplätzen in Friedrichskoog-Spitze und wurde hier auch unsere diversen Flüssigkeiten los. Man könnte hier aber auch mal richtig kampieren, so direkt in Wassernähe. In einer bekannten Internetsuchmaschine hat Tinje einen Stellplatz bei einem Pastorat in Richtung Schlüttsiel/Dagebüll gefunden. Das Navi hat uns sehr schön im Zickzack durch den Koog geführt. Der Hof hat uns aber nicht überzeugt, und wir sind wieder ein Stück zurückgefahren, weil wir dort ein WoMo-Schild gesehen hatten. Das war die Zufahrt in Richtung Hamburger Hallig, man kann dort für kleines Geld schön hinterm Deich stehen. Es gibt Strom, auch Klo und Dusche kann man benutzen, ist aber sehr spartanisch.
Auch hier waren die zahlreichen Schafe nicht von Carlssons Angeboten überzeugt. Der Lärm besteht hier aus Blöken, Schnattern, Quaken und Rauschen im Schilf, das ist gut auszuhalten. Und dann noch ein wunderschöner Sonnenuntergang. Später wieder ein paar nächtliche ergiebige Schauer, die bekommt man im Womi ja hautnah mit.
18.08.2019
Wetter: Kühl, wieder sehr abwechslungsreich! Kilometer: Nicht so viele Stellplatz: Langballigau
Unseren morgendlichen Fußmarsch in Richtung Hamburger Hallig haben wir etwas abgekürzt, weil uns die Strecke für Snorre doch ausreichend erschien. Auf dem Rückweg wurden wir ziemlich lautstark von einem vorwitzigen Schaf angesprochen, das uns eine Zeit lang begleitete. Wir haben uns über die Geschmacks-Qualität von Salzwiesen und die neuesten Scheer-Trends unterhalten. Carlsson war über das Verhalten des wolligen Kollegen etwas irritiert. Normale Schafe laufen eben weg, aber dieses hier wollte Gesellschaft, zumindest für einen Teil des Weges.
Wir wollten einen Teilnehmer des Landvergnügens (diesen Stellplatzführer habe ich geschenkt bekommen), ein Cafe im schönen Goldelund ansteuern, aber wir trafen genau zur Mittagspausenzeit dort ein. Also nichts mit Torte, sondern weiterfahren. Als Übernachtungsmöglichkeit hat uns das auch nicht direkt überzeugt, aber wir haben ja auch mit niemandem dort gesprochen. Vielleicht ein andermal. Weil es mir letztes Mal so gut gefallen hat, habe ich Tinje mit nach Langballigau geschnackt.
Wir haben einen schönen Platz bekommen (ich wusste ja schon, wo man gut stehen kann) und natürlich erst mal einen Strandspaziergang gemacht. Und schon fehlen wieder einige Steine am Strand, die schönsten natürlich. Am Abend noch eine kleine Runde um den Sportboothafen. Die Eisdiele hatte zwar lange geöffnet, haben wir aber für morgen eingeplant.
19.08.2019
Wetter: Schaurig, war sehr laut heute Nacht. Es bläst ein frisches Lüftchen, die Wolken sind gut in Bewegung Kilometer: 0 Stellplatz: Campingplatz Langballigau
Gassi hat sich heute etwas verzögert (der Rest dann auch), weil sich eine dicke Wolke erst mal abregnen musste.
Erster Gang natürlich am Strand entlang, und an dieser Stelle kommen Myriaden von schwarzen Krabbelfliegern ins Spiel, die ich mit meiner signalfarbenen Jacke (extrem schlau) unwiderstehlich angelockt habe. Dann ein Stück über die „Promenade“, am anderen Campingplatz vorbei, und ab in die Wildnis. Ein Hauch von Dschungel-Camp machte sich breit. Nach einem kleinen, aufgeweichten Weg durch den Wald ging es auf einer Art von hohem Schilf gesäumten Damm durch das subtropische Tal der Langballig-Au.
Von Schlangen, die es hier geben soll, wurden wir nicht angefallen, wohl aber von aggressiven Brennnesseln (lt. meiner Rechtschreibhilfe schreibt man das wirklich mit 3 n). Dank unserer Profi-Ausrüstung (Schweizer Offiziers-Machete, Sherpas, Transport-Elefanten und Spürhunden) haben wir uns wieder in die Heimat durchgeschlagen. Tinje ist später mal schauen (oder war es shoppen?) gegangen, und mit einem leckeren Eis wiedergekommen. Das musste aber ganz schnell weg – Tauwetter. Jomann, Eis war gut, Zeit zum Dösen, Regen abziehen lassen und dann Carlsson Brackelmann (soviel Zeit muss sein) für eine Jogging-Runde motivieren. Wir haben die Berge von Westenholz und Langballigholz erklommen.
Ziemlich edle Wohngebiete gibt es dort, und eben schöne Aussichten auf die Förde. Abendessen kam heute vom Strandgriechen – obwohl noch nicht Freitag ist! War ziemlich lecker.
20.08.2019
Wetter: Es huschen immer noch ein paar schaurige Wolken vorbei, aber die sind auch schnell wieder weg, nichts ernstes. Es ist also noch windich, aber angenehm temperiert. Kilometer: 125 Stellplatz: Hohenfelde, Campingplatz bei der Straußenfarm Ostseeblick. Es gibt hier auch Stellplätze für Womos (eigentlich ein Rasenparkplatz), man bekommt Strom (naja, 3 Schukostecker) und man kann die Sanitäreinrichtungen, die etwas in die Jahre gekommen (also sanierungsbedürftig) aber relativ sauber sind, mit benutzen.
Wir haben beschlossen weiter zu tingeln, und wollten noch einen Hof aus dem Landvergnügen-Buch bei Hohenfelde ausprobieren. Vorher haben wir uns noch vom Örtchen Langballigau im Allgemeinen und von der Boutique am Hafen im Besonderen verabschiedet. Zu meinem großen Bedauern gab es nichts in meiner Größe und ich musste ohne Ringel-Shirt weiterziehen. Unterwegs wollten wir noch bei einem Campingausrüster in Kiel verschieden Dinge fragen, bzw. erwerben, waren dort aber bis auf einen Knopf für die Schranktür nicht erfolgreich. Wir waren auch von der Motivation des Chefs nicht ganz überzeugt, aber vielleicht waren unsere Wünsche einfach zu exotisch. Ein weiterer Versuch einen Anschluß-Schlauch für unseren neuen Gas-Grill bei einem anderen Geschäft zu bekommen, scheiterte an mangelnden Parkmöglichkeiten. Alle Spurwechsel und Abfahrten in Kiel wurden von Trucker-Tinje souverän gemeistert und wir strebten unserem Bestimmungsort zu. Leider war es mit dem geplanten Stellplatz auf dem Hof nichts, weil Hunde nicht mehr erlaubt sind (es gibt dort neues, scharfes und wohl unverträgliches Wachpersonal) und sowieso nur am Wochenende geöffnet ist. Wir haben aber den Tipp bekommen, es bei der benachbarten Straußenfarm zu versuchen, zu der auch ein Campingplatz gehört. Das war erfolgreich – wir waren die einzigen auf dem zugehörigen Womo-Stellplatz, und Tinje hat so parkiert, dass wir (natürlich) direkt auf die Ostsee schauen können.
Der Strand ist etwas steinig zum Spazierengehen, aber es führt auch ein Weg mit herrlicher Aussicht an der Steilküste entlang. Nur saubere Füße bekommt man eben nicht. Zum Glück gab es außer Straußen-Produkten beim Farm-Shop auch Mandarinen-Schnitten, passte irgendwie mehr zum Käffchen.
21.08.2019
Wetter: Sinnig, nee sonnig, extra dry Kilometer: 0 Stellplatz: Hohenfelde bei der Straußenfarm Ostseeblick
Der Morgen beginnt wunderschön mit einem Sonnenaufgang über oder auf der Ostsee. Weitere Gassiwege wurden erkundet, es gibt hier ein paar Spazierwege für die Besucher der Straußenfarm.
Tinje hat ein paar belegte Brötchen von der Farm organisiert, weil wir nicht mehr so viel Frühstücksmaterial an Bord hatten. Wenn man sich einen Stuhl vor die Womi-Tür, stellt, kann man den ganzen Tag das maritime Treiben auf der Ostsee beobachten, falls man nicht zwischendurch in der Sonne einnickt. Aber das geht ja auch in Ordnung.
Am Nachmittag haben wir versucht, unseren Brötchen-Engpass bei einem Besuch am benachbarten Campingplatz zu beheben, aber leider gab es nach Aussage des örtlichen Kalfaktors dort nichts in dieser Hinsicht zu holen. Wir beschlossen aber trotzdem noch zu bleiben, weil der Platz ziemlich genial ist. Leider hat mich im Laufe des Tages ein viraler Infekt angesprungen, was bei einem Sommerurlaub ja extrem unwillkommen ist.
22.08.2019
Wetter: Wird immer wärmer, Sommer ist wieder an! Kilometer: 0 Stellplatz: Hohenfelde bei der Straußenfarm Ostseeblick
Ich wurde morgens in meinem Alkoven eingesperrt und Tinje hat mir einen Geburtstag-Tisch dekoriert und mit Geschenken überhäuft. Irgendwann gab es dann ein Ständchen, das Signal zum Vorhang öffnen. Tadaaaa….
Wie immer alles wunderschön angerichtet und ich hatte eine Menge auszupacken, aber ich hatte ja auch viel Zeit. Endlich konnte das Geheimnis der großen Reisetasche gelüftet werden. Die Erkältung hat sich leider nicht verzogen, und ich war nur bedingt zu gebrauchen, so ein Mist. Der geplante Prosecco mit Himbeeren passte leider nicht zu meinem Kopfzustand.
23.08.2019
Wetter: Wird noch wärmer, ein bisschen diesig bei westlichem Wind, wird sozusagen bruttig Kilometer: 0 Stellplatz: Hohenfelde bei der Straußenfarm Ostseeblick
Wir sind immer noch geblieben, und morgens erst mal im Ort Hohenfelde einkaufen gewesen. Schnell wieder zurück, damit wir unser Platz wieder bekommen, aber es bestand keine Gefahr, der Platz ist von Gästen wohl nicht gerade überlaufen. Laut Füllstandsanzeige musste mich mal nach Entsorgungsmöglichkeiten umsehen. Es gibt hier offenbar eine kleine russische Camping-Gemeinde, und einen Teilnehmer traf ich morgens im Waschhaus. Es leuchtete noch eine Flasche Wodka aus seinen Augen und manifestierte sich auch in einer Dunstwolke, aber er erklärte mir trotzdem sehr nett, wo ich unsere Klo-Kassette entleeren konnte. Am Vortag liefen morgens auf dem Camping Platz einige Leute in Orange herum und waren mit ebensolchen Autos unterwegs. Wir vermuteten, dass es sich nicht um Holländer, sondern um Amtspersonen handelte, und eine Nachfrage heute beim Straußenwirt wegen der Grauwasserentsorgung brachte die Aufklärung: Es gab Probleme mit der Kläranlage der Gemeinde, die wohl mit Bakterien überlastet war, und die Orangenen waren auf der Suche nach der Ursache. Deshalb blieb unsere Entsorgung vorläufig ungeklärt. Heute belebte sich die Camping-Siedlung über den Tag mit den Wochenend-Campern und es war deutlich mehr Betrieb. Viele vertieften sich erst mal in fällige Gartenarbeiten, Hecken schneiden etc. Als ich später noch mal die Sanitäreinrichtung zwecks Dusche und anderen Dingen heimsuchte, wurde ich es (wieder) eindringlich gewahr: In dem Männern vorbehaltenen Teil des Sanitärbereichs hört man Geräusche (und man kann sich dem nicht entziehen), die man eigentlich eher dänischen Western oder Jurassic-Parc zuordnen würde… Befreit wohl. Da es uns auf dem Platz schließlich zu ungemütlich wurde (neue „merkwürdige“ Nachbarn), und ich meine Erkältungsviren erfolgreich an Tinje weitergegeben habe (sorry), beschlossen wir, am nächsten Morgen nach Hause zu fahren. Allerdings musste vorher noch im Straußen-Shop die Mitbringsel-Liste abgearbeitet werden. Wir haben für jeden etwas gefunden!
24.08.2019
Wetter: Wird noch ein bisschen wärmer, der Wind hat sich östlich eingependelt, sehr erfrischend Kilometer: ich schätze mal 130 Stellplatz: Tangstedt
Jo, leider ist der Trip etwas kürzer geworden, als geplant. Wir haben in Lütjenburg noch bei einem Arzt vorgesprochen, weil Tinje doch inzwischen einiges wehtat. Und ausgerechtet die Diclos oder Ibus fehlten im Apotheken-Koffer. Da der Magen das noch fehlende Frühstück reklamierte und auch die Hundis etwas lüften mussten, suchten wir unterwegs nach einer lauschigen Parkmöglichkeit, gern im Schatten, weil die Sonne ganz schön aufs Dach gebrutzelt hat. Wir sind schließlich in Ascheberg am Plöner See angehalten, leider an der Haupstrasse, aber wir kamen von dort ganz schnell runter zum See zu einem schönen Spazierweg am Wasser und sogar an einem kleinen Strand entlang. Direkt am Weg liegt auch das Gelände des Cat-Clubs, und mir wurde bewusst, was für ein geniales Segelrevier das hier ist, gerade zum Cat-Fahren. Viel mehr Platz als auf der Alster, aber eben auch wenig Welle. Träum . . . Da es ja nun immer noch kein Frühstück gegeben hatte (Parkplatz war zu laut), überlegten wir uns als letzte Option zu versuchen, ob man beim Wildpark Eekholt kurz stehen kann. Wir nahmen den entsprechenden Abbieger und haben an der nächsten Möglichkeit bei einer Waldeinfahrt angehalten. Es fielen uns zunächst viele aufgestellte Bauzäune oder Absperrgitter auf. Beim Frühstücken (endlich, ca 14:00 Uhr) waren hinter uns Werkel-Geräusche zu bemerken, und eine Sichtprüfung ergab: Wir standen genau gegenüber des letzten Zipfels vom Hartenholmer Flughafen. Eine Kohorte von Zaunaufstell-Experten zäunte kilometerlang die ganze Gegend ein, incl. Wald. Werner-Rennen! Die Ausmaße dieser Veranstaltung waren mir nicht bewusst, das ist schon gigantisch. Man kann schlecht schätzen, wie viele Hektar das beansprucht, aber der Flughafen allein reicht definitiv nicht aus, das zog sich auch noch reichlich über angrenzende Ackerflächen. Beinhart! In Tangstedt wurden wir gebührend mit einem geschmückten Dorf, mit bunten Girlanden und Puscheln empfangen. Kann aber auch sein, dass dies mit der 777-Jahr-Feier an diesem Wochenende zu tun hatte.
Wetter: Wolkig, kühl, ab und zu etwas Nieselregen Kilometer: 118 Stellplatz: Langballigau, Campinplatz Langballig Die Stellplätze sind etwas eng, es ist alles vorhanden was man so braucht.
Manchmal passen Dinge einfach: Heute ein Auswärtstermin in Husum und Freitags frei. Trucker-Tinje konnte sich leider so kurzfristig nicht von der Post befreien. Man kommt ja auch mit dem Womi nach Husum, war die Idee! Leider war die Brücke am Eidersperrwerk gesperrt (witzig!) und ich bin über Lunden und Friedrichstadt umgeleitet worden. Arbeit in Husum bis 18:00 Uhr und dann mal sehen, wohin es geht. Auf der Landkarte und in der Womo-App studiert, und schließlich fiel die Wahl auf Langballigau an der Flensburger Förde (ich wollte gerne an die Ostsee und mit Chance mal schwimmen gehen). Das war nicht mal so weit weg, Schleswig-Holstein ist gar nicht so breit. Die Wahl war eine gute! Der Platz war für 10,- € / Tag zu haben, und es war noch etwas frei. Trotz Ferienanfang in Hamburg war relativ wenig los. Und hier war das Wetter auch wieder gut gelaunt.
Doch noch den Meerblick ergattert
Der Ort ist sehr gemütlich und lässig, mit Yachthafen, Lokalen, Läden, Badestrand und eben Campingplatz. Man hat das Gefühl von wenig Einschränkungen und Verboten. Es gibt reichlich Verpflegungsmöglichkeiten von Fischbrötchen bis Walnusseis. An Biersorten gibt es hier Flens oder Flens, und wenn man Glück hat auch mal ein Flens, muss an der Gegend liegen. Mein Stellplatz ist an der Zufahrtsstraße zum Campingplatz, kann man aber aushalten, und abends ist auch nichts mehr los. Durch die Hecke gibt es direkt einen Durchgang zum Strand, sehr praktisch. Ein kleiner Rundgang durch den „Ort“, und schon hat man den Überblick.
28.06.2019 Vor dem Frühstück erst mal Gassi ohne Hunde (keiner da), also spazieren, Gegend erkunden. Nach dem Frühstück später, also eher gegen Mittag, dann eine Jogging-Runde, die Gegend weiträumiger erkunden. Es geht steil bergauf nach Westenholz, und wenn man das geschafft hat, wird man mit einem tollen Blick über die Flensburger Förde belohnt. Wenn man einen kleinen Pfad zwischen den Häusern findet, kann man durch den Wald zurück laufen. Bei dem Wetter war der Schatten sehr angenehm. Danach erst mal zum Abkühlen ein Runde in die Ostsee/Förde tunken. Besser geht’s ja wohl nicht. Nachmittags Besuch aus der Heimat und „Wagenburg“ bauen, damit der Grilltisch fachgerecht zwischen die Womis gestellt werden kann. Später musste noch dringend die allerneueste Fahrrad-Technologie getestet werden. Fazit: Bis zum nächsten Bierglas reichte der Fahrrad-Akku ganz locker.
29.06.2019 Heute wird es noch wärmer und ich bin darauf bedacht, die Fenster an der richtigen Seite mit Sonnenschutz zu versehen. Die neue Abdeckung für das Fahrerhaus funktioniert, das Klima im Womi hält sich ganz gut. Leider fängt die Heizung bei der Warmwasserbereitung an, irgendwie angesengelt zu riechen, ich habe sie ziemlich schnell wieder abgestellt. Ich konnte noch nicht herausbekommen, was damit ist. Morgens etwas rumklamüsert und Brötchen geholt. Heute viel nichts gemacht, am Nachmittag schwimmen, Luft- und Wassertemperatur zwingen einfach dazu. Abends bei den Odin-Fischern im Hafen eine Kleinigkeit gegessen und getrunken. Wir wurden zu „Kutterdiesel“ (sehr gesund wg. Kräutern und so) genötigt, und mussten diesen später noch einem Vergleich mit dem Ouzo in der Strandperle unterziehen.
30.06.2019 Morgens eine kleine Joggingrunde und danach zum Runterkühlen in die Ostsee. Man könnte sich dran gewöhnen. Gegen Mittag musste dann leider der Platz geräumt werden, und ich habe mich Richtung Heimat aufgemacht. Es hatte sich inzwischen ein frisches Lüftchen entwickelt und ich konnte die Segelfläche von PIEP voll auskosten, bin sogar einmal etwas auf die Bankette gerutscht. Natürlich war wieder irgendwo eine Ortsdurchfahrt gesperrt, aber irgendwie kommt man ja mit Hilfe von Handy und Großkreisnavigation wieder auf den rechten Weg – und sogar bis nach Hause.
19.04.2019 Wetter: Nur Sonne, bisschen kühl, besser geht nicht Kilometer: 118 Stellplatz: Hohenfelde an der Ostsee, Wohnmobilplatz Radeland Der Stellplatz ist großzügig und ruhig, Sanitäranlagen ziemlich neu und sehr sauber, es laufen viele Hunde herum.
Leider sind wir 5 Minuten nach der Preiserhöhung zum Tanken gekommen, hat der Dieselverkäufer erklärt. Manche Informationen will man auch gar nicht hören. Nächstes mal rufe ich vorher an! Aber tanken musste sein. Tinje hat zum Glück den passen den Hut gefunden und wir sind losgefahren. Trotzdem der Blinker hinten links nicht funktioniert hat. Mutich!
Uns war heute so gar nicht nach Autobahn, und wir haben mal die Landstraßen zwischen zu Hause und Ostsee erkundet. So haben wir ein schönes Stück der Holsteinischen Schweiz und besonders vom Plöner See gesehen. Auch einige vorwitzige Rapsblüten haben sich schon rausgewagt.
Immer wieder hüpft
das Herz ein wenig, wenn man zum ersten Mal wieder einen Blick auf
die See werfen kann.
Wir haben einen Womi-Platz in Hohenfelde an der Hohwachter Bucht in der Womi-App ausgeguckt (war glaube ich auch eine Empfehlung). Ich hatte so meine Zweifel, dass wir zu Ostern ohne Reservierung einen Platz bekommen, zumal ein wolkenloses Wetter angesagt war, aber unser Platzglück hat uns nicht verlassen. Der Platz ist wirklich sehr schön, besonders unser Stellplatz mit Apfelbäumchen. Für Seeblick muss man allerdings aufstehen und über die Hecke spähen (oder durch, solange keine Blätter dran sind). Ist aber gerade noch so auszuhalten. Das Plätzchen war zum Wohlfühlen und wir haben gleich für dreimal Schlafen bezahlt.
Der erste Erkundungsausflug ergab: Zum Wasser geht man 5 Minuten, mit Hund 10. Der Strand ist hier ziemlich steinig, das Wasser ist sehr klar und macht verschiedene Blau- und Grüntöne.
Bäcker und Tanteemmaladen, sowie Restaurant sind an der zugegeben relativ überschaubaren Strandpromenade vorhanden, mehr braucht‘s nicht.
20.04.2019 War ein bisschen kalt heute Nacht. Ich muss nochmal die Heizungsrohre überprüfen – irgendwie kommt die Warmluft nicht überall an. Die erste Gassirunde fühlte sich schon etwas vertrauter an, wunderbare Gegend.
Leider haben wir eine läufige Hunde-Dame getroffen, das wirkt bei Snorre offenbar länger nach. Das Wetter ist nach wie vor der Knaller. Brötchen vom Campingshop sind auch lecker. Tinje hat wertvolle Steine gefunden – herzförmige! Die mit den Löchern haben sie hier offenbar nicht. Beim Nachmittagsgassi haben wir am Strandforum halt gemacht, die Hunde durften mit rein und auch etwas lernen. Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter hat uns sehr freundlich die ausgestellte Flora, Fauna und Geologie der Ostseeküste erklärt. Zu Tinjes Glück gab es auch polierte Steine! Mit Erklärung, bei welchen Gemüts- und Gesundsheitslagen diese einzusetzen sind.
Nachmittags kleine Reparatureinlage: Der Blinker ließ sich mittels Reinigen und Einsprühen der Kontakte reparieren. Eigentlich waren abends Clint-Easwood-Western geplant, aber da haben wir uns mit der Uhrzeit vertan. Also haben wir die Chips ohne Fernseher gegessen.
21.04.2018 Nach dem Cappucino erst mal schnell Gassi zum Strand. Zufällig kommt man dabei am Bäcker vorbei. Brötchen zum Osterfrühstück sind ja lebenswichtig. Und siehe da, inzwischen hatte sich der Osterhasi ins Womi geschlichen und so Sachen versteckt. Für den Zen ein Buch gegen Mittlebenkrise! Mal sehen ob’s hilft.
Nachmittags haben wir mal die andere Strandrichtung probiert, also eigentlich zum nächsten Campingplatz (die reihen sich wohl die ganze Küste entlang). Der heißt dann nur noch Seeblick statt Ostseeblick, ist aber glaube ich deswegen nicht günstiger. Wahrscheinlich könnte man die Küste immer weiter entlanglaufen, ein Stück am Strand, ein Stück am Feld, an der Kante vom Steilufer, vielleicht erst mal bis Travemünde. Vieeel Sonne wieder heute. Wir haben festgestellt, der Camper an sich nutzt gern intensiv die Campingmöbel, mit freiem Oberkörper (also die Männchen, die Weibchen tragen ärmellos), und ist tagsüber damit beschäftigt, die Möbel nach dem Sonnenstand auszurichten. Wenn es gegen Sonnenuntergang geht, wird der Grill aktiviert. Bei uns heute nur die Bratpfanne, dafür aber mit Salzbrenner Dom-Würstchen. Eine kleine Jogging-Runde heute Nachmittag hat gezeigt, dass es hier in der Pampa auch einen Harley-Freunde-Club und eine Skaterbahn gibt, würde man so nicht vermuten. Wir haben uns noch zu einem Spätgassi aufgerafft, das hat sich gelohnt. Ein fast laues Lüftchen, das Finale vom Sonnenuntergang und immer mehr Sterne.
Am Strand laufen viele irrlichternde Funzeln herum. Bei näherem Hinsehen erkennt man Angler. Stellt sich die Frage, ob die Profifischer die Fische wecken und die vor Schreck anbeißen, oder ob die sowieso nachtaktiv sind. Jedenfalls hat man am Strand etwas Beleuchtung.
22.02.2019 Wetter: Siehe oben, nur inzwischen ein paar Grad wärmer Kilometer: 120 Stellplatz: Erstmal Tangstedt zum Ausladen, dann Scheune bei Herrn Martens
Heute ist hier unser Abreisetag – oder doch nicht? Diskutier! Wir sind vernünftig und beschließen den Aufbruch. Beim Strandspaziergang sind wieder einige Hundeprofis unterwegs! Arrghh! Wir haben wieder was gelernt über Leinen, Verhalten usw., zum Glück gibt es ja immer Leute, die noch mehr wissen als man selbst. Und zum Frühstück gab es heute die berühmten Salzbrenner Endloswürstchen. Also da fehlen die Enden. Tinje sagt, die werden so ausgeliefert! Wir haben auf dem Rückweg einen Stopp in Plön eingelegt, weil uns das beim ersten Durchfahren ziemlich gut gefallen hat. Tinje hat einen schönen und kostenlosen Parkplatz beim Amt gefunden – sie hat eben einfach einen Draht dazu (hihi). Wir sind eine Runde um das Schloß gelaufen. Das hat schon eine besondere Lage auf seinem „Berg“ und mit dem wirklich wunderschönen Seeblick, und das in Schleswig-Holstein.
Für den weiteren Rückweg haben wir als Routen-Option ins Navi „die Strecke mit den meisten Straßenschäden“ eingegeben. Hat geklappt. Allen, die ihren SUV testen möchten, empfehle ich die die Strecke über die Landesstraßen zwischen Griesenbötel (B430) und Boostedt. Das müssten offizielle Wegstrecken sein, denn am 7. Maisfeld rechts ist sogar eine Bushaltestelle. Es sieht so aus, als wenn immer quadratmeterweise alle Asphaltmischungen der letzten 50 Jahre getestet wurden. Und wir haben festgestellt, dass man offenbar sogar in Bad Bramstedt falsch abbiegen kann. Der Navigator hat gemeint, den Rest machen wir mit Straßenschildern. Denkste, aber Tinje ist mittlerweile Profi im „auf der Stelle wenden“.
Jo, geht doch noch los. Nach etwas Unentschlossenheit sind wir am Samstag doch noch losgefahren, wenn auch erst so um fünf. Der Wetterbericht war einfach zu verlockend. Man merkt, dass uns doch noch etwas Routine fehlt, alles einpacken hat doch etwas gedauert. Außerdem war Piep ja auch noch nicht ganz vollständig ausgerüstet, aber Wasser, Gas und Batterie waren im Prinzip in Ordnung. Erste Adresse dieses Jahr war bekanntes Terrain: der Strand von St. Peter Ording. Dieses Mal sind wir aber ganz mutig bis an die Wasserkante (naja, soweit es eben geht) gefahren und haben auch eine schöne Lücke gefunden. Es waren aber tatsächlich noch ein paar andere Leute da, die den Sonnenuntergang geniessen wollten. Als es aber immer leerer wurde, und wir eigentlich noch keinen Stellplatz ausgeguckt hatten, kam die Frage auf, ob wir etwa tollkühn und gesetzeswidrig einfach stehen bleiben sollen. Und so geschah es! Belohnung war ein beeindruckender Sternenhimmel. War sehr nett, dort morgens aufzuwachen.
L U X U S G R U N D S T Ü C K!
Morgens kam die Aufsicht (roter Pullover) und kassierte die Kurtaxe, die wir aber gern bezahlen wollten. Dafür gab es zunächst einen menschenleeren Strand. Von einem Ticket wegen Falschparkens haben wir nichts mitbekommen. Nach Gesprächen mit den Strandnachbarn zu urteilen kommt es wohl vor, dass man Post mit der bitte um eine Spende in die Landeskasse später nach Hause bekommt. Der Tag war voller Sonne und einigen Touren Beachcruising mit den Hunden. Erster Sonnencreme-Einsatz dieses Jahr! Einige Beinharte waren sogar im Wasser, also so richtig. Bei mir waren es nur die Füße. Ist einfach genial dort zu stehen, ab und zu Mal einen Snack oder Kaffee aus dem Womo zu holen und ansonsten die Klohäuser (teilweise geschlossen) nicht zu brauchen.
Einziger Wermutstropfen waren etwa 2 Millionen fliegende Insekten aller Sortierungen, die sich hier verabredet hatten. Mir kam das jahreszeitlich ziemlich früh vor für Rapskäfer und Co. Als der Wind abends mehr von See kam, war der Spuk auch vorbei. Leider siegte die Vernunft (Dienst ist Dienst) und wir haben uns vom Strand und den netten Nachbarn verabschiedet. Den Sonnenuntergang haben wir dann mehr im Rückspiegel beobachtet. Und wir sind ohne Fischbrötchen nach Hause gefahren!