08.11.
Wetter: Nicht über 10 °, windig, bewölkt aber trocken
Kilometer: 90
Stellplatz: Wohnmobilhafen Büsum, Preis 13,- € (incl. Strom und Kurtaxe, ist ok), Ticket gibt es am Automaten, das wird Abends vom Fietz kontrolliert.
Sanitäranlage im Moment geschlossen, Fischbrötchen- und Pommesbude leider auch. Die Stellplätze sind ausreichend groß, teilweise etwas schief, und nach dem vielen Regen auch etwas aufgeweicht.
Unser H-Tag ist ja jahreszeitlich bedingt meistens noch mehr Wetterlotto als andere Urlaube. Der Blick auf die Wetter-App brachte auch keine Richtungs-Entscheidung. Bei der Ausfahrt auf die Dorfstraße hieß es dann links (Nordsse) oder rechts (Ostsee). Die Entscheidung fiel mit der Betätigung des Blinkschalters nach links, und wir fuhren nach Büsum. Dort wollten wir mal den Wohnmobilhafen testen, der auf der Webseite einen ganz guten Eindruck machte. Büsum ist von uns ja nur ein gutes Stündchen entfernt. Da Tinje frei hatte konnten wir ziemlich früh los und waren gegen Mittag schon vor Ort. Wir hatten sozusagen die freie Platz-Wahl. Das hat sich im Laufe des Wochenendes ganz schön geändert und spätestens am Samstag Abend war der Platz schon gut belegt. Im Sommer muss man wohl ziemlich rechtzeitig anreisen. Wie üblich gingen wir mit den Lakritznasen erst mal an die Luft, steuerten in Richtung Fischereihafen und blieben prompt bei einem Schuh-Outlet hängen, was ja typisch ist für so eine Hafenanlage. Perfider Weise eignete sich der Teppichboden auch noch hervorragend als Hundespielplatz, und da die nette Verkäuferin Hunde gern mochte, kamen wir so schnell nicht wieder raus. Ich durfte uns zwischendurch zur Stärkung wenigstens ein paar Fischbrötchen holen. Nicht ohne Beute gemacht zu haben ging es zurück zum Womi, und beim Gassigang am Abend konnte ich gleich mal meine neuen Boots einlaufen.
09.11.
Wetter: Weiterhin ziemlich schattig, bewölkt aber trocken mit etwas Sonne
Kilometer: 0
Stellplatz: Wohnmobilhafen Büsum, heute schon etwas voller.
Unser Geburtstag! Ein geschichtsträchtiges Datum in vielerlei Hinsicht, leider nicht immer positiv besetzt, aber im Moment reden alle von 30 Jahre Mauerfall. Wir lassen 27 Jahre Tinje & Zen Revue passieren, und schenken uns keine Geschenke, weil das ja so abgemacht war. Die paar Kleinigkeiten sind einfach mal so mitgekommen. Der erste Gassigang führte wie von höheren Mächten bestimmt nochmal zum Schuh-Outlet – ich denke, die Hunde wollte unbedingt dort hin. Nachdem wir Mamas zurückgelegte Schuhe wieder abbestellt und Tinjes vorgemerkte Winterstiefel erstanden hatten, kamen wir zum nächsten wichtigen Tagesordnungspunkt, dem Fischladen. Die Hunde bekamen von der nächsten netten Verkäuferin Sprotten zum Probieren, allerdings mussten die erst mal realisieren, dass die Fischchen zum Fressen und nicht zum Parfümieren waren. Für uns gab es geräucherte Makrelen und Heilbutt zum Brunch. Mit lecker Brot und süßem Tee dazu im kuscheligen Womi zu sitzen fanden wir schon sehr luxuriös. Da das Wetter heute ohne Regen auskommen wollte, war am Nachmittag ausgedehnter Spaziergang durch die Büsumer City drin. Da diese direkt an den Deich grenzt, ist man auch immer sehr naturnah unterwegs. Die Beute heute bestand, trotz einladender Klamotten-Fachgeschäfte, nur aus zwei Stücken Apfelkuchen, aber extra lecker. Am Abend gab es Reste-Essen und wir haben es wieder nicht geschafft, unseren Luxus-Prosecco zu leeren. Wir sind eben doch nur Hobby-Trinker.
10.11.
Wetter: Frisch, anfangs neblig, teilweise sonnig
Kilometer: 90
Stellplatz: Tangstedt, Auffahrt
Heute morgen ging es endlich an den richtigen Deich, und siehe da – es war Wasser dahinter. Hier war endlich das echte Nordsse-Feeling, windig und kalt, aber eben auch weit gucken, Sonne auf dem Meer und Mövengeschrei.

An der Spitze mussten wir wieder umkehren, weil uns die Hafeneinfahrt vom Rest der Welt trennte.
Da wir dringen Nachschub an Makrelen und Butt brauchten, und auch den Platz räumen mussten, siedelten wir auf einen Parkplatz in der Hafenanlage um, mit kurzem Weg zum Fischhändler!

Auf unserem genialen Stellplatz direkt neben den Kuttern genossen wir dann wieder unseren traditionellen Fisch-Brunch (zugegeben eine noch recht junge Tradition) mit einer Aussicht auf den Hafen, für die man normalerweise teuer bezahlen muss – Womi ist geil.

Als Kontrast konnten wir am Nachmittag beim Spaziergang durch den Ort noch ein Stück Kuchen abgreifen, welches ebenfalls als Untermalung für unser Hafenkino zum Einsatz kam.
Die Dunkelheit kam dann wieder überfallartig, aber den Weg nach Hause haben wir durch grobes Schätzen des Straßenverlaufs trotzdem gefunden.





