Der Campingplatz – unendliche Möglichkeiten!
Dies sind die Abenteuer des Piepmobils, das mit seiner 4 Mann starken Besatzung* mehrere Jahrhunderte unterwegs ist, um neue Plätze am Wasser zu entdecken, neue Entsorgungsmöglichkeiten und unentdeckte Gassi-Routen.
*Ein Crew-Mitglied wurde auf Grund der Quotenregelung der Förderation der vereinigten Planten un Blomen vom Planeten Melmac rekrutiert.
Vorgeschichte
Juli 2018
Irgendetwas in mir hat beschlossen: Jetzt oder nie! Das Wohnmobil, das bei uns um die Ecke stand, sollten wir kaufen. Wir hatten ja schon länger mit so etwas geliebäugelt, aber bis dato hat es an den Faktoren Geld und vielleicht Wille gehapert. Das sollte sich jetzt ändern, und nach abenteuerlichen Geldbeschaffungsmassnahmen hat es schließlich geklappt.
Erste Spannung bei der Anmeldung. Ich hatte keine Vollmacht meiner Ehefrau, dass das Finanzamt Geld von meinem Konto einziehen darf (krass). Also schnell wieder nach Hause bzw. zu Tinje ins Studio und mit Vollmacht zurück, bevor das Amt schliesst. Hat geklappt und wir haben ein tolles PI – Schild bekommen. Dazu muss man stehen.
Nun standen fast sieben Meter mobile Gartenlaube vor der Tür und beanspruchten einiges an öffentlichem Verkehrsraum. Da dieser Zustand unweigerlich irgendwann den Unmut von irgendjemanden hervorruft, haben wir unser Grundstück liebevoll um ein Parkmöglichkeit bereichern lassen. Jetzt hieß es vorsichtig rückwärts einparken, ohne im Gästeklo zu landen.
Mittlerweile haben wir für den PIEP im Sinne artgerechter Haltung aber einen „scheunen“ Scheunenplatz angemietet.
Da man erst Mal den eigenen Stallgeruch anbringen möchte, waren vor der ersten Reise einige Vorarbeiten nötig. Fussboden neu, Gardinen neu, alle Polster einmal abziehen und waschen. Diese Massnahme ist auf keinen Fall zu unterschätzen, da die Bezüge sehr auf Figur geschnitten sind und sich nach Kräften gegen Entfernung oder Wiederbeziehung sträuben. Als dann die Prilblumen angeklebt waren, hat auch Tinje nicht mehr gefremdelt.
So ein Wohnmobil ist ja eigentlich ein Bastelobjekt für Technik-Freunde, mit dem man zur Not auch Urlaub machen kann, und durchaus als permanente Bau- und Ausbaustelle konzipiert. Der Zubehörkatalog reicht vom Radom auf dem Dach bis zum Strassenfeger zum Unterbauen. Der Wunschzettel, zu welchem Anlass auch immer, stellt also keine Problem mehr dar.
