19.04.2019
Wetter: Nur Sonne, bisschen kühl, besser geht nicht
Kilometer: 118
Stellplatz: Hohenfelde an der Ostsee, Wohnmobilplatz Radeland
Der Stellplatz ist großzügig und ruhig, Sanitäranlagen ziemlich neu und sehr sauber, es laufen viele Hunde herum.
Leider sind wir 5 Minuten nach der Preiserhöhung zum Tanken gekommen, hat der Dieselverkäufer erklärt. Manche Informationen will man auch gar nicht hören. Nächstes mal rufe ich vorher an! Aber tanken musste sein. Tinje hat zum Glück den passen den Hut gefunden und wir sind losgefahren. Trotzdem der Blinker hinten links nicht funktioniert hat. Mutich!

Uns war heute so gar nicht nach Autobahn, und wir haben mal die Landstraßen zwischen zu Hause und Ostsee erkundet. So haben wir ein schönes Stück der Holsteinischen Schweiz und besonders vom Plöner See gesehen. Auch einige vorwitzige Rapsblüten haben sich schon rausgewagt.

Immer wieder hüpft das Herz ein wenig, wenn man zum ersten Mal wieder einen Blick auf die See werfen kann.

Wir haben einen Womi-Platz in Hohenfelde an der Hohwachter Bucht in der Womi-App ausgeguckt (war glaube ich auch eine Empfehlung). Ich hatte so meine Zweifel, dass wir zu Ostern ohne Reservierung einen Platz bekommen, zumal ein wolkenloses Wetter angesagt war, aber unser Platzglück hat uns nicht verlassen. Der Platz ist wirklich sehr schön, besonders unser Stellplatz mit Apfelbäumchen. Für Seeblick muss man allerdings aufstehen und über die Hecke spähen (oder durch, solange keine Blätter dran sind). Ist aber gerade noch so auszuhalten. Das Plätzchen war zum Wohlfühlen und wir haben gleich für dreimal Schlafen bezahlt.

Der erste Erkundungsausflug ergab: Zum Wasser geht man 5 Minuten, mit Hund 10. Der Strand ist hier ziemlich steinig, das Wasser ist sehr klar und macht verschiedene Blau- und Grüntöne.

Bäcker und Tanteemmaladen, sowie Restaurant sind an der zugegeben relativ überschaubaren Strandpromenade vorhanden, mehr braucht‘s nicht.
20.04.2019
War ein bisschen kalt heute Nacht. Ich muss nochmal die Heizungsrohre überprüfen – irgendwie kommt die Warmluft nicht überall an.
Die erste Gassirunde fühlte sich schon etwas vertrauter an, wunderbare Gegend.
Leider haben wir eine läufige Hunde-Dame getroffen, das wirkt bei Snorre offenbar länger nach. Das Wetter ist nach wie vor der Knaller. Brötchen vom Campingshop sind auch lecker. Tinje hat wertvolle Steine gefunden – herzförmige! Die mit den Löchern haben sie hier offenbar nicht.
Beim Nachmittagsgassi haben wir am Strandforum halt gemacht, die Hunde durften mit rein und auch etwas lernen. Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter hat uns sehr freundlich die ausgestellte Flora, Fauna und Geologie der Ostseeküste erklärt. Zu Tinjes Glück gab es auch polierte Steine! Mit Erklärung, bei welchen Gemüts- und Gesundsheitslagen diese einzusetzen sind.

Nachmittags kleine Reparatureinlage: Der Blinker ließ sich mittels Reinigen und Einsprühen der Kontakte reparieren.
Eigentlich waren abends Clint-Easwood-Western geplant, aber da haben wir uns mit der Uhrzeit vertan. Also haben wir die Chips ohne Fernseher gegessen.
21.04.2018
Nach dem Cappucino erst mal schnell Gassi zum Strand. Zufällig kommt man dabei am Bäcker vorbei. Brötchen zum Osterfrühstück sind ja lebenswichtig.
Und siehe da, inzwischen hatte sich der Osterhasi ins Womi geschlichen und so Sachen versteckt. Für den Zen ein Buch gegen Mittlebenkrise! Mal sehen ob’s hilft.

Nachmittags haben wir mal die andere Strandrichtung probiert, also eigentlich zum nächsten Campingplatz (die reihen sich wohl die ganze Küste entlang). Der heißt dann nur noch Seeblick statt Ostseeblick, ist aber glaube ich deswegen nicht günstiger. Wahrscheinlich könnte man die Küste immer weiter entlanglaufen, ein Stück am Strand, ein Stück am Feld, an der Kante vom Steilufer, vielleicht erst mal bis Travemünde.
Vieeel Sonne wieder heute. Wir haben festgestellt, der Camper an sich nutzt gern intensiv die Campingmöbel, mit freiem Oberkörper (also die Männchen, die Weibchen tragen ärmellos), und ist tagsüber damit beschäftigt, die Möbel nach dem Sonnenstand auszurichten. Wenn es gegen Sonnenuntergang geht, wird der Grill aktiviert.
Bei uns heute nur die Bratpfanne, dafür aber mit Salzbrenner Dom-Würstchen.
Eine kleine Jogging-Runde heute Nachmittag hat gezeigt, dass es hier in der Pampa auch einen Harley-Freunde-Club und eine Skaterbahn gibt, würde man so nicht vermuten.
Wir haben uns noch zu einem Spätgassi aufgerafft, das hat sich gelohnt. Ein fast laues Lüftchen, das Finale vom Sonnenuntergang und immer mehr Sterne.

Am Strand laufen viele irrlichternde Funzeln herum. Bei näherem Hinsehen erkennt man Angler. Stellt sich die Frage, ob die Profifischer die Fische wecken und die vor Schreck anbeißen, oder ob die sowieso nachtaktiv sind. Jedenfalls hat man am Strand etwas Beleuchtung.
22.02.2019
Wetter: Siehe oben, nur inzwischen ein paar Grad wärmer
Kilometer: 120
Stellplatz: Erstmal Tangstedt zum Ausladen, dann Scheune bei Herrn Martens
Heute ist hier unser Abreisetag – oder doch nicht? Diskutier! Wir sind vernünftig und beschließen den Aufbruch. Beim Strandspaziergang sind wieder einige Hundeprofis unterwegs! Arrghh! Wir haben wieder was gelernt über Leinen, Verhalten usw., zum Glück gibt es ja immer Leute, die noch mehr wissen als man selbst.
Und zum Frühstück gab es heute die berühmten Salzbrenner Endloswürstchen. Also da fehlen die Enden. Tinje sagt, die werden so ausgeliefert!
Wir haben auf dem Rückweg einen Stopp in Plön eingelegt, weil uns das beim ersten Durchfahren ziemlich gut gefallen hat. Tinje hat einen schönen und kostenlosen Parkplatz beim Amt gefunden – sie hat eben einfach einen Draht dazu (hihi).
Wir sind eine Runde um das Schloß gelaufen. Das hat schon eine besondere Lage auf seinem „Berg“ und mit dem wirklich wunderschönen Seeblick, und das in Schleswig-Holstein.
Für den weiteren Rückweg haben wir als Routen-Option ins Navi „die Strecke mit den meisten Straßenschäden“ eingegeben. Hat geklappt. Allen, die ihren SUV testen möchten, empfehle ich die die Strecke über die Landesstraßen zwischen Griesenbötel (B430) und Boostedt. Das müssten offizielle Wegstrecken sein, denn am 7. Maisfeld rechts ist sogar eine Bushaltestelle. Es sieht so aus, als wenn immer quadratmeterweise alle Asphaltmischungen der letzten 50 Jahre getestet wurden.
Und wir haben festgestellt, dass man offenbar sogar in Bad Bramstedt falsch abbiegen kann. Der Navigator hat gemeint, den Rest machen wir mit Straßenschildern. Denkste, aber Tinje ist mittlerweile Profi im „auf der Stelle wenden“.









