Jo, geht doch noch los.
Nach etwas Unentschlossenheit sind wir am Samstag doch noch losgefahren, wenn auch erst so um fünf. Der Wetterbericht war einfach zu verlockend. Man merkt, dass uns doch noch etwas Routine fehlt, alles einpacken hat doch etwas gedauert. Außerdem war Piep ja auch noch nicht ganz vollständig ausgerüstet, aber Wasser, Gas und Batterie waren im Prinzip in Ordnung.
Erste Adresse dieses Jahr war bekanntes Terrain: der Strand von St. Peter Ording. Dieses Mal sind wir aber ganz mutig bis an die Wasserkante (naja, soweit es eben geht) gefahren und haben auch eine schöne Lücke gefunden. Es waren aber tatsächlich noch ein paar andere Leute da, die den Sonnenuntergang geniessen wollten. Als es aber immer leerer wurde, und wir eigentlich noch keinen Stellplatz ausgeguckt hatten, kam die Frage auf, ob wir etwa tollkühn und gesetzeswidrig einfach stehen bleiben sollen. Und so geschah es! Belohnung war ein beeindruckender Sternenhimmel. War sehr nett, dort morgens aufzuwachen.

Morgens kam die Aufsicht (roter Pullover) und kassierte die Kurtaxe, die wir aber gern bezahlen wollten. Dafür gab es zunächst einen menschenleeren Strand. Von einem Ticket wegen Falschparkens haben wir nichts mitbekommen. Nach Gesprächen mit den Strandnachbarn zu urteilen kommt es wohl vor, dass man Post mit der bitte um eine Spende in die Landeskasse später nach Hause bekommt.
Der Tag war voller Sonne und einigen Touren Beachcruising mit den Hunden. Erster Sonnencreme-Einsatz dieses Jahr! Einige Beinharte waren sogar im Wasser, also so richtig. Bei mir waren es nur die Füße. Ist einfach genial dort zu stehen, ab und zu Mal einen Snack oder Kaffee aus dem Womo zu holen und ansonsten die Klohäuser (teilweise geschlossen) nicht zu brauchen.

Einziger Wermutstropfen waren etwa 2 Millionen fliegende Insekten aller Sortierungen, die sich hier verabredet hatten. Mir kam das jahreszeitlich ziemlich früh vor für Rapskäfer und Co. Als der Wind abends mehr von See kam, war der Spuk auch vorbei.
Leider siegte die Vernunft (Dienst ist Dienst) und wir haben uns vom Strand und den netten Nachbarn verabschiedet. Den Sonnenuntergang haben wir dann mehr im Rückspiegel beobachtet. Und wir sind ohne Fischbrötchen nach Hause gefahren!
