Sommerurlaub

15.08.2019

Wetter: Ziemlich durchwachsen, es gab einige ergiebige Schauer auf der Fahrt (die Scheibenwischer teilweise auf wahnsinnige Geschwindigkeit), aber die waren auch ziemlich schnell wieder vorbei.
Kilometer: naja, bis Marne eben, und ein bisschen . . .
Stellplatz: Friedrichskoog, Am Hafenbecken / Parkplatz Willi Wal, freistehend, kostenlos (ist aber wohl nicht für Übernachtungen gedacht)

Sternzeit Tangstedt 1430, wir haben alles, was wir brauchen im Womi, und wahrscheinlich noch viel mehr. Trucker-Tinje hat wieder mal den passenden Hut gefunden – es kann losgehen.

Den ursprünglichen Plan nach Dänemark zu fahren, haben wir wegen unklarer Impfpass-Eintragungen bei den Hunden fallengelassen.
Erstmal fahren wir also Richtung Marne, weil wir noch dringend Holzhäuser anschauen müssen. Hauptsächlich gibt es bei den Holzhäusern aber Flatterkleider, da freut sich die Tinje. Da der Tag schon etwas älter ist, wollen wir nicht mehr so weit fahren, und schauen mal in Richtung Friedrichskoog. Man soll dort am Hafen stehen können, aber laut Schild nur bis 22:00 Uhr. Auf der Suche nach anderen Möglichkeiten, sind wir bei der Seehund-Station gelandet. Die junge Mitarbeiterin, die wir dort vor der Tür trafen, konnte zu den Parkmöglichkeiten aber keine rechtssichere Aussage treffen. Die Wirtin vom Krabbenhuus (oder so ähnlich) ein paar Meter weiter war gerade am Aufklaren im Biergarten (Fischbrötchen waren leider schon aus), und empfahl uns aber doch den Hafenparkplatz. Wir fuhren also wieder auf die andere Seite des leider stillgelegten Hafens (ist hier im Ort durchaus ein Politikum) und waren etwas verunsichert, weil außer uns dort nichts war. Völlig leere Parkplätze direkt am Hafenbecken – das kann doch nicht richtig sein, und schon gar nicht kostenlos.

Einen Fisherman haben wir dann doch getroffen, zu dessen Betrieb eine Bude auf dem Hafengelände gehört. Wahrscheinlich aus der Zeit , als hier noch Fischereibetrieb war. Der war gerade bei der Reparatur seiner Netze und meinte, dass wir hier wohl niemanden stören würden.
Das haben natürlich sofort gern geglaubt, den PIEP noch etwas ausgerichtet und uns über einen wunderbaren, ruhigen Stellplatz gefreut. Der Parkplatz liegt direkt vor Willi, dem Wal, einem ziemlich beeindruckenden, in Wal-Form gebauten Indoor-Spielplatz. Auf der anderen Seite des Hafenbeckens blickt man auf den space-mässigen Aussichtsturm der Seehundstation. Fürs Auge wird also allemal etwas geboten.

Der erste Gassigang war für Snorre nicht so erfolgreich und musste wegen Rücken-Aua ziemlich kurz gehalten werden. Die Nacht am Hafenbecken war sehr ruhig, wir blieben allein, bis auf ein paar Mofa-Rocker beim Cruising.

16.08.2019

Wetter: Immer noch sehr abwechslungsreich, windich, und wenn die Sonne rauskommt richtig warm.
Kilometer: 0
Stellplatz: immer noch am Hafen

Snorre lief wieder einigermaßen rund, nachdem er ein paar von Tinjes guten Pillen eingeworfen bekommen hatte.
Carlsson hat den auf dem Deich grasenden Schafen verschiedene Angebote gemacht, aber die wollten einfach nicht von ihm gehütet werden.
Wir haben angespannt auf die Öffnung des Fischbrötchen-Ladens gewartet, dann ist das Männchen auf die Jagd und zum Fischen gegangen (mit ausreichend Kleingeld), und wir wurden zum Mittag mit seeehr guten Bismarck- und Krabbenbrötchen belohnt.
Da unsere Übernachtung niemanden gestört zu haben schien, lautete der Beschluß: wir bleiben noch ein bisschen. Am Abend haben wir noch den „Ortskern“ von Friedrichskoog erkundet. Es gibt doch mehr als 10 Häuser.

17.08.2019

Wetter: Wie gehabt, nachts gab es ein paar ordentliche Huschen
Kilometer: Bis Sönke-Nissen-Koog
Stellplatz: Amsinck-Haus, Übergang zur Hamburger Hallig.
Ca. 10 Stellplätze, günstig (Stellplatz 7,- €, Strom 2,- €). Benutzung der öffentlichen Toilette und einer Dusche ist möglich

Die erste Gassirunde ging dann mal über den Deich durch einen weiteren Ortsteil von FrieKo, weil nämlich dort der Bäcker ist.
Tinje wurde während des Deichwalks von einer sehr dynamischen Schwalbe mit wahnwitzigen Flugmanövern umzingelt. Wir haben uns gefragt, ob diese die menschliche Gesellschaft gesucht oder uns irgendwie mit Insekten in Verbindung gebracht hat. Wir fühlten uns eigentlich hygienisch einwandfrei.
Mit frischen, duftenden Brötchen unterm Arm (bildlich) ging es forschen Schrittes (Hunger) wieder zum Hafen.
Während unseres Frühstücks klopfte dann doch mal ein junger Mann der Willi-Wal-Belegschaft an unsere Tür, und wies uns darauf hin, dass dies wohl doch kein öffentlicher Parkplatz sei, und sie wollten doch kein Ticket wegen Falschparkens erwirken. . .
Wir zeigten uns einsichtig, beschleunigten unser Frühstück und machten uns reisefertig.
Da wir schon etwas zu Entsorgen hatten, folgten wir den Hinweisschildern zu den Womo-Stellplätzen in Friedrichskoog-Spitze und wurde hier auch unsere diversen Flüssigkeiten los.
Man könnte hier aber auch mal richtig kampieren, so direkt in Wassernähe.
In einer bekannten Internetsuchmaschine hat Tinje einen Stellplatz bei einem Pastorat in Richtung Schlüttsiel/Dagebüll gefunden. Das Navi hat uns sehr schön im Zickzack durch den Koog geführt. Der Hof hat uns aber nicht überzeugt, und wir sind wieder ein Stück zurückgefahren, weil wir dort ein WoMo-Schild gesehen hatten.
Das war die Zufahrt in Richtung Hamburger Hallig, man kann dort für kleines Geld schön hinterm Deich stehen. Es gibt Strom, auch Klo und Dusche kann man benutzen, ist aber sehr spartanisch.

Auch hier waren die zahlreichen Schafe nicht von Carlssons Angeboten überzeugt.
Der Lärm besteht hier aus Blöken, Schnattern, Quaken und Rauschen im Schilf, das ist gut auszuhalten.
Und dann noch ein wunderschöner Sonnenuntergang. Später wieder ein paar nächtliche ergiebige Schauer, die bekommt man im Womi ja hautnah mit.

18.08.2019

Wetter: Kühl, wieder sehr abwechslungsreich!
Kilometer: Nicht so viele
Stellplatz: Langballigau

Unseren morgendlichen Fußmarsch in Richtung Hamburger Hallig haben wir etwas abgekürzt, weil uns die Strecke für Snorre doch ausreichend erschien.
Auf dem Rückweg wurden wir ziemlich lautstark von einem vorwitzigen Schaf angesprochen, das uns eine Zeit lang begleitete. Wir haben uns über die Geschmacks-Qualität von Salzwiesen und die neuesten Scheer-Trends unterhalten. Carlsson war über das Verhalten des wolligen Kollegen etwas irritiert. Normale Schafe laufen eben weg, aber dieses hier wollte Gesellschaft, zumindest für einen Teil des Weges.

Wir wollten einen Teilnehmer des Landvergnügens (diesen Stellplatzführer habe ich geschenkt bekommen), ein Cafe im schönen Goldelund ansteuern, aber wir trafen genau zur Mittagspausenzeit dort ein. Also nichts mit Torte, sondern weiterfahren.
Als Übernachtungsmöglichkeit hat uns das auch nicht direkt überzeugt, aber wir haben ja auch mit niemandem dort gesprochen. Vielleicht ein andermal.
Weil es mir letztes Mal so gut gefallen hat, habe ich Tinje mit nach Langballigau geschnackt.

Wir haben einen schönen Platz bekommen (ich wusste ja schon, wo man gut stehen kann) und natürlich erst mal einen Strandspaziergang gemacht. Und schon fehlen wieder einige Steine am Strand, die schönsten natürlich. Am Abend noch eine kleine Runde um den Sportboothafen. Die Eisdiele hatte zwar lange geöffnet, haben wir aber für morgen eingeplant.

19.08.2019

Wetter: Schaurig, war sehr laut heute Nacht. Es bläst ein frisches Lüftchen, die Wolken sind gut in Bewegung
Kilometer: 0
Stellplatz: Campingplatz Langballigau

Gassi hat sich heute etwas verzögert (der Rest dann auch), weil sich eine dicke Wolke erst mal abregnen musste.

Erster Gang natürlich am Strand entlang, und an dieser Stelle kommen Myriaden von schwarzen Krabbelfliegern ins Spiel, die ich mit meiner signalfarbenen Jacke (extrem schlau) unwiderstehlich angelockt habe. Dann ein Stück über die „Promenade“, am anderen Campingplatz vorbei, und ab in die Wildnis. Ein Hauch von Dschungel-Camp machte sich breit. Nach einem kleinen, aufgeweichten Weg durch den Wald ging es auf einer Art von hohem Schilf gesäumten Damm durch das subtropische Tal der Langballig-Au.

Von Schlangen, die es hier geben soll, wurden wir nicht angefallen, wohl aber von aggressiven Brennnesseln (lt. meiner Rechtschreibhilfe schreibt man das wirklich mit 3 n).
Dank unserer Profi-Ausrüstung (Schweizer Offiziers-Machete, Sherpas, Transport-Elefanten und Spürhunden) haben wir uns wieder in die Heimat durchgeschlagen. Tinje ist später mal schauen (oder war es shoppen?) gegangen, und mit einem leckeren Eis wiedergekommen. Das musste aber ganz schnell weg – Tauwetter.
Jomann, Eis war gut, Zeit zum Dösen, Regen abziehen lassen und dann Carlsson Brackelmann (soviel Zeit muss sein) für eine Jogging-Runde motivieren.
Wir haben die Berge von Westenholz und Langballigholz erklommen.

Ziemlich edle Wohngebiete gibt es dort, und eben schöne Aussichten auf die Förde. Abendessen kam heute vom Strandgriechen – obwohl noch nicht Freitag ist! War ziemlich lecker.

20.08.2019

Wetter: Es huschen immer noch ein paar schaurige Wolken vorbei, aber die sind auch schnell wieder weg, nichts ernstes. Es ist also noch windich, aber angenehm temperiert.
Kilometer: 125
Stellplatz: Hohenfelde, Campingplatz bei der Straußenfarm Ostseeblick.
Es gibt hier auch Stellplätze für Womos (eigentlich ein Rasenparkplatz), man bekommt Strom (naja, 3 Schukostecker) und man kann die Sanitäreinrichtungen, die etwas in die Jahre gekommen (also sanierungsbedürftig) aber relativ sauber sind, mit benutzen.

Wir haben beschlossen weiter zu tingeln, und wollten noch einen Hof aus dem Landvergnügen-Buch bei Hohenfelde ausprobieren.
Vorher haben wir uns noch vom Örtchen Langballigau im Allgemeinen und von der Boutique am Hafen im Besonderen verabschiedet. Zu meinem großen Bedauern gab es nichts in meiner Größe und ich musste ohne Ringel-Shirt weiterziehen.
Unterwegs wollten wir noch bei einem Campingausrüster in Kiel verschieden Dinge fragen, bzw. erwerben, waren dort aber bis auf einen Knopf für die Schranktür nicht erfolgreich. Wir waren auch von der Motivation des Chefs nicht ganz überzeugt, aber vielleicht waren unsere Wünsche einfach zu exotisch. Ein weiterer Versuch einen Anschluß-Schlauch für unseren neuen Gas-Grill bei einem anderen Geschäft zu bekommen, scheiterte an mangelnden Parkmöglichkeiten.
Alle Spurwechsel und Abfahrten in Kiel wurden von Trucker-Tinje souverän gemeistert und wir strebten unserem Bestimmungsort zu.
Leider war es mit dem geplanten Stellplatz auf dem Hof nichts, weil Hunde nicht mehr erlaubt sind (es gibt dort neues, scharfes und wohl unverträgliches Wachpersonal) und sowieso nur am Wochenende geöffnet ist. Wir haben aber den Tipp bekommen, es bei der benachbarten Straußenfarm zu versuchen, zu der auch ein Campingplatz gehört. Das war erfolgreich – wir waren die einzigen auf dem zugehörigen Womo-Stellplatz, und Tinje hat so parkiert, dass wir (natürlich) direkt auf die Ostsee schauen können.

Der Strand ist etwas steinig zum Spazierengehen, aber es führt auch ein Weg mit herrlicher Aussicht an der Steilküste entlang. Nur saubere Füße bekommt man eben nicht. Zum Glück gab es außer Straußen-Produkten beim Farm-Shop auch Mandarinen-Schnitten, passte irgendwie mehr zum Käffchen.

21.08.2019

Wetter: Sinnig, nee sonnig, extra dry
Kilometer: 0
Stellplatz: Hohenfelde bei der Straußenfarm Ostseeblick

Der Morgen beginnt wunderschön mit einem Sonnenaufgang über oder auf der Ostsee. Weitere Gassiwege wurden erkundet, es gibt hier ein paar Spazierwege für die Besucher der Straußenfarm.

Tinje hat ein paar belegte Brötchen von der Farm organisiert, weil wir nicht mehr so viel Frühstücksmaterial an Bord hatten.
Wenn man sich einen Stuhl vor die Womi-Tür, stellt, kann man den ganzen Tag das maritime Treiben auf der Ostsee beobachten, falls man nicht zwischendurch in der Sonne einnickt. Aber das geht ja auch in Ordnung.

Am Nachmittag haben wir versucht, unseren Brötchen-Engpass bei einem Besuch am benachbarten Campingplatz zu beheben, aber leider gab es nach Aussage des örtlichen Kalfaktors dort nichts in dieser Hinsicht zu holen. Wir beschlossen aber trotzdem noch zu bleiben, weil der Platz ziemlich genial ist. Leider hat mich im Laufe des Tages ein viraler Infekt angesprungen, was bei einem Sommerurlaub ja extrem unwillkommen ist.

22.08.2019

Wetter: Wird immer wärmer, Sommer ist wieder an!
Kilometer: 0
Stellplatz: Hohenfelde bei der Straußenfarm Ostseeblick

Ich wurde morgens in meinem Alkoven eingesperrt und Tinje hat mir einen Geburtstag-Tisch dekoriert und mit Geschenken überhäuft. Irgendwann gab es dann ein Ständchen, das Signal zum Vorhang öffnen. Tadaaaa….

Wie immer alles wunderschön angerichtet und ich hatte eine Menge auszupacken, aber ich hatte ja auch viel Zeit.
Endlich konnte das Geheimnis der großen Reisetasche gelüftet werden.
Die Erkältung hat sich leider nicht verzogen, und ich war nur bedingt zu gebrauchen, so ein Mist.
Der geplante Prosecco mit Himbeeren passte leider nicht zu meinem Kopfzustand.

23.08.2019

Wetter: Wird noch wärmer, ein bisschen diesig bei westlichem Wind, wird sozusagen bruttig
Kilometer: 0
Stellplatz: Hohenfelde bei der Straußenfarm Ostseeblick

Wir sind immer noch geblieben, und morgens erst mal im Ort Hohenfelde einkaufen gewesen.
Schnell wieder zurück, damit wir unser Platz wieder bekommen, aber es bestand keine Gefahr, der Platz ist von Gästen wohl nicht gerade überlaufen.
Laut Füllstandsanzeige musste mich mal nach Entsorgungsmöglichkeiten umsehen.
Es gibt hier offenbar eine kleine russische Camping-Gemeinde, und einen Teilnehmer traf ich morgens im Waschhaus. Es leuchtete noch eine Flasche Wodka aus seinen Augen und manifestierte sich auch in einer Dunstwolke, aber er erklärte mir trotzdem sehr nett, wo ich unsere Klo-Kassette entleeren konnte.
Am Vortag liefen morgens auf dem Camping Platz einige Leute in Orange herum und waren mit ebensolchen Autos unterwegs. Wir vermuteten, dass es sich nicht um Holländer, sondern um Amtspersonen handelte, und eine Nachfrage heute beim Straußenwirt wegen der Grauwasserentsorgung brachte die Aufklärung: Es gab Probleme mit der Kläranlage der Gemeinde, die wohl mit Bakterien überlastet war, und die Orangenen waren auf der Suche nach der Ursache. Deshalb blieb unsere Entsorgung vorläufig ungeklärt.
Heute belebte sich die Camping-Siedlung über den Tag mit den Wochenend-Campern und es war deutlich mehr Betrieb. Viele vertieften sich erst mal in fällige Gartenarbeiten, Hecken schneiden etc.
Als ich später noch mal die Sanitäreinrichtung zwecks Dusche und anderen Dingen heimsuchte, wurde ich es (wieder) eindringlich gewahr:
In dem Männern vorbehaltenen Teil des Sanitärbereichs hört man Geräusche (und man kann sich dem nicht entziehen), die man eigentlich eher dänischen Western oder Jurassic-Parc zuordnen würde…
Befreit wohl.
Da es uns auf dem Platz schließlich zu ungemütlich wurde (neue „merkwürdige“ Nachbarn), und ich meine Erkältungsviren erfolgreich an Tinje weitergegeben habe (sorry), beschlossen wir, am nächsten Morgen nach Hause zu fahren.
Allerdings musste vorher noch im Straußen-Shop die Mitbringsel-Liste abgearbeitet werden. Wir haben für jeden etwas gefunden!

24.08.2019

Wetter: Wird noch ein bisschen wärmer, der Wind hat sich östlich eingependelt, sehr erfrischend
Kilometer: ich schätze mal 130
Stellplatz: Tangstedt

Jo, leider ist der Trip etwas kürzer geworden, als geplant. Wir haben in Lütjenburg noch bei einem Arzt vorgesprochen, weil Tinje doch inzwischen einiges wehtat. Und ausgerechtet die Diclos oder Ibus fehlten im Apotheken-Koffer.
Da der Magen das noch fehlende Frühstück reklamierte und auch die Hundis etwas lüften mussten, suchten wir unterwegs nach einer lauschigen Parkmöglichkeit, gern im Schatten, weil die Sonne ganz schön aufs Dach gebrutzelt hat.
Wir sind schließlich in Ascheberg am Plöner See angehalten, leider an der Haupstrasse, aber wir kamen von dort ganz schnell runter zum See zu einem schönen Spazierweg am Wasser und sogar an einem kleinen Strand entlang.
Direkt am Weg liegt auch das Gelände des Cat-Clubs, und mir wurde bewusst, was für ein geniales Segelrevier das hier ist, gerade zum Cat-Fahren. Viel mehr Platz als auf der Alster, aber eben auch wenig Welle. Träum . . .
Da es ja nun immer noch kein Frühstück gegeben hatte (Parkplatz war zu laut), überlegten wir uns als letzte Option zu versuchen, ob man beim Wildpark Eekholt kurz stehen kann. Wir nahmen den entsprechenden Abbieger und haben an der nächsten Möglichkeit bei einer Waldeinfahrt angehalten.
Es fielen uns zunächst viele aufgestellte Bauzäune oder Absperrgitter auf. Beim Frühstücken (endlich, ca 14:00 Uhr) waren hinter uns Werkel-Geräusche zu bemerken, und eine Sichtprüfung ergab: Wir standen genau gegenüber des letzten Zipfels vom Hartenholmer Flughafen. Eine Kohorte von Zaunaufstell-Experten zäunte kilometerlang die ganze Gegend ein, incl. Wald.
Werner-Rennen!
Die Ausmaße dieser Veranstaltung waren mir nicht bewusst, das ist schon gigantisch. Man kann schlecht schätzen, wie viele Hektar das beansprucht, aber der Flughafen allein reicht definitiv nicht aus, das zog sich auch noch reichlich über angrenzende Ackerflächen. Beinhart!
In Tangstedt wurden wir gebührend mit einem geschmückten Dorf, mit bunten Girlanden und Puscheln empfangen. Kann aber auch sein, dass dies mit der 777-Jahr-Feier an diesem Wochenende zu tun hatte.

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