Kurzausflug an die Nordsee

10.10.
Wetter: kühl, aber sonnig und wenig Wind
Kilometer: 105
Stellplatz: Wohnmobilplatz Büsum am Hafen. Übersichtlicher Platz nahe am Zentrum und Hafen. Es gibt alles, was man braucht. Der Imbiss und die Sanitäranlagen evtl. im Winter geschlossen.

Die Jungs müssen an die Luft. Das Wetter ist für Herbstferien supa, und so ist das Enkel-Opa-Team spontan Richtung Büsum losgezogen. An dem geplanten Parkplatz kann man – natürlich – nicht mehr übernachten, überall Verbotsschilder für Womis. So sind wir dann auf dem Womo–Stellplatz gelandet, aber der ist ja auch gut. Eigentlich hatten wir einen Besuch beim Phänomania geplant, aber die haben nur bis 16:30 Uhr geöffnet, und nach Auskunft des Mitarbeiters braucht man schon 3 Stunden für einen Durchgang. Dafür waren wir eindeutig zu spät dran, und so haben wir erstmal den Ort und insbesondere den Hafen mit den Kuttern und Oldtimer Schiffen erkundet.

Leider ist Phänomania erst Dienstag wieder geöffnet, mal sehen, was wir bis dahin so unternehmen. Heute Abend gab es Würstchen aus der Pfanne und seeeehr gut gewürzte Bratkartoffeln. Die konnte man aber mit Milch ablöschen.
Da wir keine Hunde dabei hatten, sind wir am Abend eben so Gassi gegangen.
Im Dunkeln mit Taschenlampe Richtung Deich. Da war dann wirklich keine Beleuchtung mehr, und wir sind auf der Deichkrone vorsichtig Richtung Mole und Hafeneinfahrt gewandert. Den Schafen war unsere Funzel egal, die haben einfach mit Dösen und Verdauen weitergemacht. Für den Rückweg haben wir dann lieber Straße unten am Deich genommen, weil es etwas trittsicherer war, und uns der Deich etwas Lee gemacht hat. Oben hat es nämlich mittlerweile ganz schön kühl gepustet.

11.10.
Wetter: Wetter sonnig und heftig windig
Kilometer: 35
Stellplatz: St. Peter Dorf, an der Straße

Um den ungeplanten Tag zu überbrücken, sind wir nach St. Peter an den Strand gefahren. Nach dem Aufklaren und Auschecken in Büsum ging es über das Eidersperrwerk auf die andere Seite von Eiderstedt. Wir haben uns zu ein paar anderen Womis in die Surferecke gestellt. Mit dem Drachen unterm Arm sind wir erstmal zur Waterkant gestiefelt und haben uns die Surfer und Kiter und die Flut beim Auflaufen angesehen. Und probiert, wie oft man den Wellen entkommen kann. Natürlich waren die Schuhe irgenwann nass.

Etwas weiter landeinwärts haben wir uns dann eine relativ menschenleere Fläche gesucht und versucht, den Drachen zu starten.
Aber erstmal hat der Wind ein ordentliches Wuhling in die Leinen geweht. Joris musste festhalten und Opa hat geprökelt. Als das Ding dann in der Luft war, habe ich gleich mal einen Satz nach vorn gemacht, der Flieger war nicht leicht zu bändigen.
Auch wenn man manchmal auf einen anderen Gedanken kommen könnte: Ich bin eindeutig zu leicht!
Dann wollten wir es noch mit einem Schweif probieren, den Joris montiert hat. Sah für einen Moment auch gut aus – bis zur unsanften Landung.
Nun hat sich der Drachen was gebrochen und muss zum Arzt.
Als Besonderheit hatten wir heute auch Totalschaden mit dem Auto, und das gleich ungefähr acht Mal. Zum Glück nur beim Racing auf den Tablet. Und ich habe gelernt, dass man trotz zweimaligem Komplettverlust des Autos noch ins Ziel kommen und gewinnen kann. Dank an den Spieleentwickler für die positive Einstellung.
Später haben wir noch die Kapriolen der Kiter bewertet, und Noten für Haltung und Sprünge vergeben. Die hatten wirklich coole Moves drauf. Die Nordsee macht ja nunmal keine schönen Südsee-Wellen, das sieht irgendwie immer nach Wellen-Waschküche aus.
Als Stellplatz haben wir uns eine Nebenstraße im Dorf ausgesucht. Leider gibt es an diesem Ende von St. Peter kein Essen auf die Hand, keine Pizza, kein Döner, nix. So mussten dann Joghurt und Müsli reichen. Aber immerhin keine Flackerlaterne über uns.

12.10.
Wetter: kühl und schaurig bis sonnig
Kilometer: 105
Stellplatz: Zuhause

Heute nacht ist die Regenfront durchgezogen und hat für morgens noch einige Schauer dagelassen, aber es scheint auch immer wieder die Sonne.
Die Heizung hat nur fast durchgehalten, einmal musste ich nachstarten, als es an der Nase zu kalt wurde.
Die erste gute Tat des Tages: Brötchen holen (sehr lecker).
Und weil es das nach Auskunft der Bäckerfrau nur für zwei Wochen im Jahr gibt (immer wenn die Straßen verdreckt sind!), habe ich noch ein Kohlbrot mitgenommen.
Ich konnte in einem unbeobachteten Moment das Tablet erkämpfen (habe damit wahrscheinlich einige Totalschäden am grünen Mini-Cabrio verhindert) und habe uns Karten für Phänomania online gebucht. Man sollte natürlich auch einen Corona-Test (möglichst negativ) vorweisen, deswegen haben wir noch die Testmöglichkeiten in SPO gecheckt. Ein Testhelden-Zentrum war – juhuu – gleich um die Ecke.
Hier mussten wir noch eine Onlinebuchung simulieren, weil es hier eigentlich nur mit Termin läuft. War aber kein Mensch weiter da.
Kurz den QR-Code eingelesen und Webformular ausgefüllt, ausdrucken lassen, unterschrieben, in der Nase popeln lassen, und schon fertig. Alles total easy. Wenn man ein Smartphone und eine Lesebrille dabei hat.
Die zweite Anlaufstelle in der Badallee (nicht Schloßstrasse) war der Drachenshop.
Hier wollte ich das gebrochenen Rückgrat von meinem Flieger reparieren lassen.
Die Höchstzahl der erlaubten Besucher war bereits erreicht und wir mussten vor der Tür ausharren und versuchen, den Regenschauern aus dem Weg zu gehen.
Die Dame war allein im Geschäft und hat sich für die Reparatur wirklich viel Zeit genommen, trotz der Fülle die inzwischen herrschte. Die nachfolgenden Kunden konnten die Schilder mit „Bitte nicht mehr als 5 Personen“ offenbar nicht richtig deuten.
Da wir rechtzeitig beim Phänomania sein wollten, sind wir dann bald, den Regenschauern hinterher, wieder nach Büsum gefahren.
Wir haben uns Zeit gelassen und alles ausprobiert, was es so gab.
Man kann wirklich staunen, was Physik und Co. so im Angebot haben.
3,5 Stunden hat die Luca-App gesagt.
Zum Abschluss mussten wir natürlich -wichtig! – noch eine Makrele für Buma besorgen, und haben – auch wichtig – am Womi-Platz unsere Flüssigkeiten entsorgt.
Dann ging es so langsam in Dunkelheit und Richtung Tangstedt.

Surfkurs Pelzerhaken

01.08.
Wetter: Hat sich beruhigt und auf sonnig umgeschaltet
Kilometer: 120
Stellplatz: Wohnmobilstellplatz Pelzerhaken. Der Platz ist gut gelegen, nah am Strand, und man hat alle Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten. Nur die Stromanschlüsse sind ziemlich knapp bemessen, oder schlecht verteilt. Die Bezahlerei kann man am Automaten an der Schranke abwickeln
, die Menüführung empfand ich jedenfalls als verständlich. Der Hinweis an der Einfahrt „Erst prüfen, ob ein Platz frei ist“ ist eigentlich ziemlich logisch, hat aber bei Neuankömmligen doch einige fragende Blicke erzeugt.

Wir haben überlegt, was wir dem Enkelbub zur Einschulung in die „große“ Schule in die Schultüte packen könnten. Da er ja mehr der Action-Typ ist, haben wir von elektronischen Gimmicks oder anderen Besitztümern Abstand genommen und uns für einen Surfkurs an der Ostsee entschieden. Wir wollten doch mal sehen, wieviele Wassersport-Gene weitergegeben wurden.
Mit dem Womi campen ist sowieso cool, und dann noch 5 Tage lang für jeweils 2 Stunden auf der Ostsee rumflitzen, das musste was werden.
Kurzerhand wurde der Urlaub verlegt und wir haben die letzte Ferienwoche für unser Abenteuer genutzt. Ich betone „unser“, denn Opa hat sich voller Tatendrang gleich mit für einen Wiedereinsteiger-Kurs angemeldet.
Buma hat erst mit sich gerungen, dann aber entschieden, dass sie uns doch nicht eine Woche ohne Aufsicht lassen wollte.

Der Hut sitzt
Die Mitfahrer sind ordnungsgemäß untergebracht

Der Womo-Platz in Pelzerhaken war besser belegt als ich vermutet hatte, und so haben wir sozusagen nur noch einen Platz am Gesindetisch bekommen. Der hat sich nach unserem Gefühl aber als der beste von allen herausgestellt.
Nur an der Stromversorgung konnten wir nicht teilhaben – die Steckdosen waren alle belegt – was nach kurzer Zeit einige Mitreisende mit Blick auf die Akku-Anzeige des Handys etwas sehr nervös gemacht hat. Zumal der Stecker für den Zig-Anzünder nicht zuverlässig funktionierte und das Laden hiermit auch ziemlich lange dauerte.
Da mir an dieser Stelle doch recht ausgeprägte Panikwellen entgegenschlugen, habe ich jetzt einen Stecker besorgt, der auch an die 12V-DIN-Steckdosen passt, und mit dem man alternativ auch die Bordbatterien anzapfen kann.
Als kleine „Bedingung“ vor Urlaubsantritt haben wir Joris vom Schreiben eines Urlaubstagebuches „überzeugen“ können, hat auch ganz gut und fast freiwillig geklappt.

Ausführlicher Lagebericht 😉 – der Stift hat langsam aufgegeben
Platz an der Seitenlinie – leider gut

02.08.
Wetter: Freundlich, Sonne- und Wolkenmix, um 20° und ein mäßiger Wind
Kilometer: 0
Stellplatz: siehe oben, Womi hat sich nicht bewegt

Die Öffnungszeiten des Corona-Testzentrums bei uns in Rellingen habe ich recht blauäugig verpennt und so hatte nur Joris bei Anreise einen in etwa aktuellen Test. Wir wollten uns am nächsten Tag beim Testzelt an der Strandpromenade testen lassen, das dort freundlicherweise zur Verfügung steht. Das hat aber auch erst einen Tag später geklappt, und so haben wir uns die 1. Mahnung vom Platzwart eingefangen.
Aber ganz ehrlich, wir hatten wirklich Wichtigeres zu tun: Auf uns wartete morgens um 10:00 Uhr der erste Surfkurs, nämlich der für Opa. Dieser war ziemlich gespannt, ob noch irgendwas von damals hängengeblieben ist, und man es noch irgendwie aufs Brett schaffen würde.

Wende geht noch – naja, das Wetter war gnädig

Ich war mit Abstand der älteste Teilnehmer in meinem Kurs, das hatte ich bei dem Aufbaukurs irgendwie anders erwartet, die jüngsten waren 14, denke ich.
Jedenfalls lief der Neueinstieg besser als gedacht und ich habe die meiste Zeit tatsächlich auf dem Board verbracht.
Das Wetter war für Beachlife wie gemacht, und so ist dann zwei Stunden später auch Joris in seinem coolen Neo zu seinem ersten Surfabenteuer aufgebrochen.
Da unsere Kurse zeitversetzt stattfanden, konnten wir uns gegenseitig beobachten.
Wir haben den Surferboy bei seiner Gruppe abgegeben und uns alles Weitere von unserer Strandmuschel aus beobachtet und dokumentiert.

Trockentraining für die Neulinge – zum Glück nur kurz

Vor dem Spaß kommt beim Surfen ja die Schlepperei, und so kamen nach einiger Zeit ein paar Surfsegel auf Beinen auf den Strand gelaufen.
Die Boards wurden dann gemeinsam zum Strand getragen, Stichword Teamgeist.
Zunächst gab es natürlich Theorie und ein paar Trockenübungen (woher kommt der Wind und was mache ich damit) und dann gings auch bald schon mal in die Ostsee um zu sehen, ob die Boards überhaupt schwimmen.

Bumas Begeisterungsausbruch – voll berechtigt

Die Trainerin hatte die Kids direkt vom Wasser aus im Blick, klarer Vorteil eines Stehreviers. Erste Erfolge bei den Grundlagen und ein Hauch von Surfen stellten sich ziemlich schnell ein, der Grundstein war gelegt, Motivation gewachsen und Ehrgeiz geweckt. Shaka! Am Nachmittag der erste Fahrradausflug über die Strandpromenade, weil wir noch etwas einkaufen wollten. Ich finde, die haben das ganz schön angelegt in diesem Pelzerhaken.
Gegen einen plötzlich aufkommenden Anfall von Langeweile hat Buma zufällig noch eine Lego-Packung im Gepäck entdeckt, und Joris hat einen (lieben!) Ninjago-Drachen zusammengebaut. Damit hatten wir dann drei „Wachtiere“ im Womi, und es ist uns auch tatsächlich nix passiert.
Zur Entspannung haben wir nach der allgemeinen Trubelzeit am Abend mit den Hunden mal den Strand ausgemessen.

03.08.
Wetter: Noch freundlicher, um 22° und ein laues Lüftchen
Kilometer: 0
Stellplatz: siehe oben, Womi hat sich wieder nicht bewegt

Und wieder früh um 10:00 Uhr antreten zum Brettertragen, selbst Schuld, Opa!
Gestern war „wieder reinkommen“ mit etwas mehr Wind, heute sollten je nach Bedarf Manöver geübt werden, der Trainer hat es demonstriert und die Schüler nach Möglichkeit fast nachgefahren. Der Wind bot dabei wenig Gefahr des Scheiterns an den Naturgewalten. Deshalb habe ich dann in aller Lässigkeit irgendeinen Trick beim Segelhochziehen angewandt, der wohl so nicht im Lehrbuch stand. Folge war, dass sich die rechte Hand irgenwie anders anfühlte und der kleine Finger einen ungewohnten Winkel einnahm. Ich wollte das eigentlich schnell mal überprüfen (lassen), war aber mangels Wind erst mal länger auf der Ostsee festgetackert. So muss es sich auch damals mit Käptn Bligh im Kalmengürtel angefühlt haben.
Der Tag heute sollte im Zeichen der Gesundheit stehen, und so haben wir (endlich) jeder einen Schnelltest im Testzelt gemacht, die ich dann auch zeitnah dem Womo-Platzwart vorgelegt habe. Endlich richtig offiziell angemeldet!
Da der krumme Finger nicht wehtat, haben wir erstmal im Tagesprogramm weitergemacht und den Surferboy zu seiner zweiten Stunde an der Surfschule abgegeben. Die „alten Hasen“ haben dann ganz lässig ihr Equipment an den Strand getragen und intensiv die Wendetechnik beackert.

Die Kollisionsgefahr auf der Ostsee ist nicht zu unterschätzen
Läuft . . .

Dr. Zook (also Tinje) hat festgestellt, dass das mit dem Finger so nicht bleiben kann, und wir haben eine Arztpraxis in der Nähe ergoogelt. Ein Anruf bestätigte eine offene Praxis in Fahrradreichweite und Joris hat den defekten Opa begleitet.
Das sehr nette Arztehepaar in Neustadt hat unsere Vermutung bestätigt: Strecksehne am kleinen Finger ab. Die Therapie sollte eine Schiene zur Fixierung des Gelenks sein, damit mit etwas Glück die Sehne wieder zusammenwächst. Wir waren also gleich shoppen und kennen jetzt auch ein Sanitätshaus in Neustadt, an sich eine schöne Fahrradtour.
Die Vernunft siegte und ich habe mich beim Surfen abgemeldet. Aber einen Gutschein für den nächsten Kurs bekommen. So schnell geb ich nicht auf!

Immerhin sind wir heute dazu gekommen, den Gasgrill am Außenanschluß in Betrieb zu nehmen, aber der ist entweder Mist oder ich muss noch üben. Jedenfalls hatten wir am Grillgut viele schwarze Stellen während andere noch quasi kalt waren, und man konnte die Sachen nicht lange an einer Stelle liegen lassen. Schauen wir mal . . .
Außerdem habe ich festgestellt, dass der Gashahn sich nach Abziehen des Schlauches nur etwas widerwillig schließt. Das wird wohl das nächste Austauschteil.
Wir haben heute nette Nachbarn bekommen, die sich mit ihrem Bus hinter uns gestellt haben, für etwas Größeres war auch kein Platz. Die Familie hat sich mit zwei Kids und Hund in dem Van mit Austelldach verteilt, geht auch irgendwie.

04.08.
Wetter: Sonne- und Wolkenmix, um 23° und ein frisches Lüftchen, Surferwind
Kilometer: 0
Stellplatz: siehe oben, Womi hat sich immer noch nicht bewegt

Da wir ja heute aus erwähnten Gründen nicht so früh los mussten, haben wir uns mal den Brötchenservice gegönnt.

So gestärkt konnte dann in den 3. Kurstag gestartet werden. Heute gab es ordentlich Wind, der sich über den Tag auch noch aufgebaut hat. Damit flutschten die Wenden noch schneller.

Da wir ja am Surfstrand und nicht am Hundestrand waren, haben wir uns gleich am „Strandeingang“ platziert, das hätte man bei Bedarf diskutieren können.

Man auch zwischen Felsen kuscheln

Die Trainerin hat die Info rausgegeben, das man am Ende des Kurses ein Prüfung ablegen kann. Diese Herausforderung wollte Joris annehmen und wir haben dafür dann ein Aufgaben- und Übungsheft erstanden, das der Jung fleißig durchgearbeitet hat. Respekt, bei dem Thema war wohl sogar die Theorie interessant (Segel links, Vorfahrt bringts).
Am Nachmittag wollten wir Wind und Wellen trotzen und haben das SUP-Board aufgepumpt. Und das gleich zweimal, weil ich beim ersten Mal den Ventilverschluß offen gelassen habe. Wenn man dann 15 PSI auf der Anzeige erreicht hat, ahnt man schon, dass es sich wirklich um Sport handelt.
Die gepaddelte Strecke über Grund blieb bei dem Wetter aber sehr überschaubar und so haben wir das Feld den Kitern überlassen. Und dabei gelernt, dass die Könner:innen auf magische Weise auch ohne Fußschlaufen am Board kleben. Keine Ahnung, wie das bei den Wellen funktioniert.
Da noch Würstchen und Mais vorhanden waren, haben wir Abends nochmal den Grill in Betrieb genommen. Ich glaube, es waren diesmal ein paar schwarze Stellen weniger.

05.08.
Wetter: Sonnencremewetterund und morgens fast noch Surferwind
Kilometer: 0
Stellplatz: siehe oben, Womi hat sich schon wieder nicht bewegt

Der wichtigste Gang am Morgen ging (ja, auch zum Klo) zum Kiosk, Brötchen abholen. Man gewöhnt sich ja schnell.

Buma Spezialbehandlung für den gequälten Sportlerbody

Die Fortschritte beim Surfernachwuchs waren nicht zu übersehen. Der Wind war heute teilweise ziemlich frisch und so konnten die Kids schon mal zeigen, was sie draufhaben. Joris fand es jedenfalls cool!

Wenn das nicht schon nach was aussieht . . .

Auch Mittags haben wir uns was gegönnt und den (heute geöffneten) Strandimbiss getestet. Ich fand meinen Burger sehr lecker, ohne Wabbelbrötchen.
Am Nachmittag sind wir noch mal als Badegäste verkleidet mit dem kleinen Wellenrutscherboard zum Strand um etwas zu plantschen, haben aber an der Stelle einen Zeigefinger vom Surflehrer kassiert, weil man am Surfstrand eben nicht plantschen geht. Recht hat der Mann.
Abends wollte ich eigentlich Pfannkuchen machen, habe aber festgestellt, dass das Mehl noch zu Hause war. Grund für einen weiteren kleinen Fahrradausflug zum Nahkauf.

06.08.
Wetter: Morgens noch sonnig, abends Gewitter
Kilometer: 120 (mit Umwegen, wegen verfranst, wegen Baustelle)
Stellplatz: Tangstedt, vor der Tür

Heute letzer Tag? Das stand morgens noch nicht so ganz fest. Einerseits haben wir uns sehr wohl gefühlt in unserem Kurzurlaub, andererseits musste Joris ja auch einen entspannten Ferienabschluss zu Hause finden.
Entscheidungshilfen waren die Gewitteransagen für abends, und die neuen Campingnachbarn vor uns aus der Gattung der Offensiv-Camper. Total freundlich, mittags schon mal ’ne Flasche Dosenbier und Draussenmucke für Discofox-Liebhaber.

Das „Trainerteam“ bereitet den Profi professionell vor und nach

Am wichtigsten für uns aber war der letzte Tag beim Surfkurs und die Prüfung.
Das Wetter hat sich immer noch schön nach Sommer angefühlt. Vor dem Spaß auf dem Wasser kam heute die Theorieprüfung. Da saßen lauter Schüler in Neopren über ihre Aufgaben gebeugt auf den rustikalen Bänken auf der Wiese der Surfschule. Es gibt schlechtere Klassenzimmer. Offenbar waren die Fragen aber schnell abgehakt, denn schon bald hatte sich alles wieder aufs Wasser verlagert.
Wende auf Wende, und dabei möglichst wenige Kollisionen.

Als wieder alle Boards und Riggs ordnungsgemäß verstaut waren, wurden die Urkunden von der Trainerin übergeben, auch an Joris, den Weltmeistersurfer (ich glaube so ähnlich war der Wortlaut). Jedenfalls war die Empfehlung an Joris dranzubleiben, weil er wohl sehr talentiert sei. Wer hört das nicht gern! Also auch als Buma und Opa.

Cooler Surferboy – der Frisör war auch im Urlaub

Die Urkunde ist erkämpft, ein schöner Abschluß dieser Woche. Darauf kann man stolz sein und man hat einen Nachweis über sein Können, wenn man weitere Kurse machen oder sich einfach mal ein Board ausleihen möchte.
Wir haben uns schließlich entschlossen, im wahrsten Sinn des Wortes die Zelte abzubrechen, wollten aber vorher nochmal in den Teich jumpen. Haben wir auch gemacht, und ich habe mir als Abschiedsgruß noch den kleinen Zeh an den Steinen im Wasser aufgehauen. Das kommt davon, wenn man den harten Kerl markieren will, und sich keine Badeschuhe oder Neo-Latschen anzieht.
Am Horizont zogen dann schon die Gewitterwolken auf, und wir haben zugesehen, dass wir alles trocken eingepackt bekommen.
Der Rückweg wurde etwas länger als geplant, weil der Navigator mit den Baustellen-Umleitungen nicht klar kam. Naja, sieht mal mal etwas von der Gegend. Später gab es dann wirklich noch den ultimativen Scheibenwischer-Test.

Alles dampft nach dem Wolkenbruch


Joris hat mir auf der Fahrt nach Hause gesagt, dass er einen neuen Freund gewonnen hätte: Den Wind! Das ist mal ein Fazit . . .