Solo mit Dienstreise

27.06.2019

Wetter: Wolkig, kühl, ab und zu etwas Nieselregen
Kilometer: 118
Stellplatz: Langballigau, Campinplatz Langballig
Die Stellplätze sind etwas eng, es ist alles vorhanden was man so braucht.

Manchmal passen Dinge einfach: Heute ein Auswärtstermin in Husum und Freitags frei. Trucker-Tinje konnte sich leider so kurzfristig nicht von der Post befreien.
Man kommt ja auch mit dem Womi nach Husum, war die Idee! Leider war die Brücke am Eidersperrwerk gesperrt (witzig!) und ich bin über Lunden und Friedrichstadt umgeleitet worden.
Arbeit in Husum bis 18:00 Uhr und dann mal sehen, wohin es geht. Auf der Landkarte und in der Womo-App studiert, und schließlich fiel die Wahl auf Langballigau an der Flensburger Förde (ich wollte gerne an die Ostsee und mit Chance mal schwimmen gehen). Das war nicht mal so weit weg, Schleswig-Holstein ist gar nicht so breit.
Die Wahl war eine gute! Der Platz war für 10,- € / Tag zu haben, und es war noch etwas frei. Trotz Ferienanfang in Hamburg war relativ wenig los. Und hier war das Wetter auch wieder gut gelaunt.

Doch noch den Meerblick ergattert


Der Ort ist sehr gemütlich und lässig, mit Yachthafen, Lokalen, Läden, Badestrand und eben Campingplatz. Man hat das Gefühl von wenig Einschränkungen und Verboten. Es gibt reichlich Verpflegungsmöglichkeiten von Fischbrötchen bis Walnusseis.
An Biersorten gibt es hier Flens oder Flens, und wenn man Glück hat auch mal ein Flens, muss an der Gegend liegen.
Mein Stellplatz ist an der Zufahrtsstraße zum Campingplatz, kann man aber aushalten, und abends ist auch nichts mehr los. Durch die Hecke gibt es direkt einen Durchgang zum Strand, sehr praktisch. Ein kleiner Rundgang durch den „Ort“, und schon hat man den Überblick.

28.06.2019
Vor dem Frühstück erst mal Gassi ohne Hunde (keiner da), also spazieren, Gegend erkunden. Nach dem Frühstück später, also eher gegen Mittag, dann eine Jogging-Runde, die Gegend weiträumiger erkunden. Es geht steil bergauf nach Westenholz, und wenn man das geschafft hat, wird man mit einem tollen Blick über die Flensburger Förde belohnt. Wenn man einen kleinen Pfad zwischen den Häusern findet, kann man durch den Wald zurück laufen. Bei dem Wetter war der Schatten sehr angenehm. Danach erst mal zum Abkühlen ein Runde in die Ostsee/Förde tunken. Besser geht’s ja wohl nicht.
Nachmittags Besuch aus der Heimat und „Wagenburg“ bauen, damit der Grilltisch fachgerecht zwischen die Womis gestellt werden kann.
Später musste noch dringend die allerneueste Fahrrad-Technologie getestet werden.
Fazit: Bis zum nächsten Bierglas reichte der Fahrrad-Akku ganz locker.

29.06.2019
Heute wird es noch wärmer und ich bin darauf bedacht, die Fenster an der richtigen Seite mit Sonnenschutz zu versehen. Die neue Abdeckung für das Fahrerhaus funktioniert, das Klima im Womi hält sich ganz gut. Leider fängt die Heizung bei der Warmwasserbereitung an, irgendwie angesengelt zu riechen, ich habe sie ziemlich schnell wieder abgestellt. Ich konnte noch nicht herausbekommen, was damit ist.
Morgens etwas rumklamüsert und Brötchen geholt. Heute viel nichts gemacht, am Nachmittag schwimmen, Luft- und Wassertemperatur zwingen einfach dazu.
Abends bei den Odin-Fischern im Hafen eine Kleinigkeit gegessen und getrunken. Wir wurden zu „Kutterdiesel“ (sehr gesund wg. Kräutern und so) genötigt, und mussten diesen später noch einem Vergleich mit dem Ouzo in der Strandperle unterziehen.

30.06.2019
Morgens eine kleine Joggingrunde und danach zum Runterkühlen in die Ostsee. Man könnte sich dran gewöhnen. Gegen Mittag musste dann leider der Platz geräumt werden, und ich habe mich Richtung Heimat aufgemacht. Es hatte sich inzwischen ein frisches Lüftchen entwickelt und ich konnte die Segelfläche von PIEP voll auskosten, bin sogar einmal etwas auf die Bankette gerutscht. Natürlich war wieder irgendwo eine Ortsdurchfahrt gesperrt, aber irgendwie kommt man ja mit Hilfe von Handy und Großkreisnavigation wieder auf den rechten Weg – und sogar bis nach Hause.

2019 Starterbatterie leer (schon wieder)

16.06.2019
Gerade sollte der PIEP wieder in seine Scheune – und sprang nicht an. Starterbatterie leer. Mist, ist doch nagelneu. Demnächst mal auf Verbrauchersuche gehen. Wir haben ihn erstmal mit dem Akku-Powerpack gestartet. Ich habe gesehen, dass der WLAN-Empfänger der Rückfahrkamera auf Dauerstrom hängt (ich war’s nicht). Muss ich mal überprüfen, ob der die Batterie leeren kann . . .

22.06.2019
Eine Messung am WLAN-Empfänger ergab einen Verbrauch von 0,1 Ampere. Eigentlich sollte die Batterie damit einige Zeit klarkommen, aber ich habe das Ding auf jeden Fall vom Dauerstrom genommen, wozu soll der auch da dranhängen. Mal sehen, ob es weiterhin Probleme mit der Batterie gibt.

27.08.2019
Hier muss ich noch nachtragen, dass es im Moment keine Probleme mit der Starterbatterie mehr gibt, aber so richtig wird sich das wohl erst im Winter zeigen.

24.11.2019
Noch ein Nachtrag: Da ich vermute, dass es jetzt nicht mehr viel kälter wird, würde ich die Elektrik für geheilt erklären. Da der WLAN-Video-Empfänger kein Bild mehr übertragen wollte, habe ich diesen ausgetauscht. Leider habe ich von der Marke (echt China-Qualität, funktioniert aber) nur komplette Systeme zu Kaufen gefunden. Ich wusste ja auch nicht welcher Teil des Systems aufgegeben hatte, und so habe ich das komplette Paket erstanden, aber der Preis war mit ca. 65,- € auch noch vertretbar.

2019 Serviceklappe hinten undicht

Leider mussten wir feststellen, dass die eine Serviceklappe am Heck, der Zugang zum Stauraum im Doppelboden, Wasser gezogen hatte. Der Aufbau war mir noch nicht klar, aber das Holz auf der Innenseite war jedenfalls nass und verrottet.
Ich dachte eigentlich, es müsste recht einfach sein, die Füllung in dem Kunststoffrahmen auszutauschen, hatte aber nicht mit der Pfiffigkeit der Fa. Thedford gerechnet. Der Innen- und der Außenrahmen sind nicht verschraubt, sondern werden mit Stahlklammern mit innenliegenden „Widerhaken“ beim Zusammenstecken verbunden. Das hält wohl ziemlich gut, lässt sich aber eigentlich kaum wieder auseinandernehmen, ohne etwas zu beschädigen. Mit viel Gefriggel mit einem Stechbeitel und einem Schraubenzieher habe ich die beiden Rahmen schließlich auseinander bekommen, allerdings biegt man den Kunststoff der Öffnungen, in denen die Stahlklammern stecken etwas auseinander, so dass die Klammern hinterher nicht mehr richtig halten.
An dieser Stelle kommt ein Kleber aus der Kartusche zum Einsatz, den man beim Zusammensetzen der Rahmen dazwischen drückt.
Für die neue Füllung brauchte ich auf jeden Fall die äußere Aluplatte, die sich nur sehr ungern vom nassen Styropor trennen wollte. Wieder Friggelarbeit. Mit einer in Form geschnittenen Styroporplatte und einem Stück Buchensperrholz (wegen der Optik) aus dem Baumarkt, habe ich das Sandwich für die Füllung rekonstruiert, ich hatte ja die äußere Aluplatte als Vorlage. Alles akkurat mit Dichtmasse wieder eingesetzt, und ich hoffe das hält dicht.

2019 TÜV

02.05.2019
Unser erster TÜV. Ich wusste nicht genau was besser ist: Gleich zur Werkstatt und dort TÜV machen lassen, inkl. der notwendigen Reparaturen, oder direkt zum TÜV, unabhängig schauen lassen, und dann evtl. reparieren lassen. Ist so eine Vertrauenssache, und mein Vertrauen in sogenannte „Fachleute“ ist über die Jahre immer mehr geschwunden. Also erst mal TÜV-Termin gemacht und schauen lassen: Oha! Die Liste war nicht so kurz. Was mich etwas gewundert hat, denn der PIEP muss ja jedes Jahr zum TÜV, weil er 4 t Gesamtgewicht haben darf. Dass da in einem Jahr soviel zusammenkommen soll an Korrosionschäden, Bremsenmängeln und Beleuchtungsdefekten, kann man kaum glauben. Da muss letztes mal ganz schön „ungenau“ geschaut worden sein. Offenbar gibt es da tatsächlich erheblichen Ermessensspielraum. Aber wir wollen ja, dass alles in Ordnung ist, und man guten Gewissens herumfahren kann.

03.05.2019
Womo zur LKW-Werkstatt gebracht, weil die am ehesten noch Zeit hatten, um wenigsten die Bremsen gängig zu machen und einzustellen, weil wir ja eigentlich noch fahren wollten.

08.05.2019
Juhuu, die Bremsen wurden instandgesetzt. Der TÜV-Mann hatte die Schwergängigkeit der Räder, mangelnde Funktion der Feststellbremse und korridierte Bremsleitungen bemängelt. Also wurden die Bremsen zerlegt und gängig gemacht, ein Stück Bremsleitung wurde zurechtgebogen und erneuert, und die Werkstatt hatte bemerkt, dass die beiden Bremszylinder hinten neu mussten, weil undicht. So schnell wird man 1000,- € los!
Für die weiteren Arbeiten hatte die Werkstatt nochmal 2000,- € geschätzt, das haben wir dann erst mal verschoben. In Anbetracht der anstehenden Kosten haben wir unsere Fahrt auch erst mal zurückgestellt.

09.05.2019
Und dann kam Matze und hat uns gerettet. Und zwar über eine Freundin, die da einen Autoschrauber in der Verwandschaft kannte . . .
Nachdem wir Informationen und Bilder über Schäden und anstehende Arbeiten ausgetauscht hatten (manchmal benutze ich doch Whatsapp), haben wir einen Termin in einer Werkstatt verabredet, die er nutzen kann, und die auch eine Schwerlastbühne hat. Konnte also losgehen.

17.05.2019
Heute kam der Piep in die Werkstatt, Matze hatte schon Teile besorgt, und gesagt, er würde das am Wochenende alles fertig machen – guter Mann. Ich konnte kaum glauben, dass so etwas so unkompliziert ablaufen kann.

20.05.2019
Heute morgen musste noch der Mängelbericht nachgereicht werden, den hatte ich am Freitag vergessen. Im Laufe des Tages war dann der TÜV-Prüfer in der Werkstatt und der Piep hat seinen Stempel bekommen. Wie gajol. Abends noch zum Abholen verabredet und einen seeehr günstigen Preis bezahlt. Kein Vergleich mit der LKW-Werkstatt. Unsere Nerven konnten so wieder etwas runterfahren



Neulich, zwischen den Synapsen

Traumjobs, die noch entdeckt werden müssen:
Darmflorist


Ich habe ein neues Berufsbild im IT-Bereich entworfen: Problementwickler. Lösungen, also auf deutsch Solutions, gibt es ja haufenweise, nur passen die Probleme nicht immer dazu. Die muss man sich teilweise erst schnitzen.


Falls Sie sich heute leichter erschrecken als normal, kann es sein, dass Sie in ein Huchnebel-Feld geraten sind sind.


Influencer / Influenza? Unterschied?


Wie funktioniert eigentlich eine Zeitmangel und welchen Einfluss hat diese auf das Weltgeschehen?


Tinje holt eine Dose aus dem Badezimmerschrank und macht „pftpftpft“ damit. Der Mann zeigt Interese und fragt:“Was spühst Du Dir denn da auf?
Sehr spontane Antwort:“Schönheit!“


Tinje muss die Puse natzen


Fest steht, wir leben alle auf Kredit. Nur: Geld kann man zurückbezahlen oder nachdrucken, Natur und Resourcen nicht. Deswegen wird es auf irgendeine Weise irgendwann ein Bankrotterklärung geben.


Die Natur tötet nicht mehr, als dass sie noch zauberhaft bliebe, der Mensch jedoch tötet allen Zauber
Wladimir P. oder Kim Sum Sum (oder so)



2019 Gasprüfung

Eine kurze Überprüfung aller Plaketten hat ergeben: TÜV und Gasdruckprüfung müssen gemacht werden. Auf Empfehlung habe ich vor dem TÜV erst mal einen Termin bei Firma Zint in Pinneberg für die Prüfung der Gasanlage gemacht. Hat auch kurzfristig geklappt und der Chef hat sich wirklich viel Zeit genommen. Leider wollte plötzlich die Gasheizung des Kühlschranks nicht mehr anspringen, kein Flackern, kein Klickern. Also erstmal keine Plakette und im Netz forschen. Ziemlich schnell ging es in Richtung Zündtrafo und -kerze.
Die Lösung war, alle Kabel einmal abzuziehen, Kontakte zu säubern und mit Kontaktspray zu behandeln. Danach floss der Strom wieder in Strömen, es klickte die Zündung, der Gasbrenner sprang an und wir bekamen die erste Plakette.

Ostern

19.04.2019
Wetter: Nur Sonne, bisschen kühl, besser geht nicht
Kilometer: 118
Stellplatz: Hohenfelde an der Ostsee, Wohnmobilplatz Radeland
Der Stellplatz ist großzügig und ruhig, Sanitäranlagen ziemlich neu und sehr sauber, es laufen viele Hunde herum.

Leider sind wir 5 Minuten nach der Preiserhöhung zum Tanken gekommen, hat der Dieselverkäufer erklärt. Manche Informationen will man auch gar nicht hören. Nächstes mal rufe ich vorher an! Aber tanken musste sein. Tinje hat zum Glück den passen den Hut gefunden und wir sind losgefahren. Trotzdem der Blinker hinten links nicht funktioniert hat. Mutich!

Uns war heute so gar nicht nach Autobahn, und wir haben mal die Landstraßen zwischen zu Hause und Ostsee erkundet. So haben wir ein schönes Stück der Holsteinischen Schweiz und besonders vom Plöner See gesehen. Auch einige vorwitzige Rapsblüten haben sich schon rausgewagt.

Immer wieder hüpft das Herz ein wenig, wenn man zum ersten Mal wieder einen Blick auf die See werfen kann.

Wir haben einen Womi-Platz in Hohenfelde an der Hohwachter Bucht in der Womi-App ausgeguckt (war glaube ich auch eine Empfehlung). Ich hatte so meine Zweifel, dass wir zu Ostern ohne Reservierung einen Platz bekommen, zumal ein wolkenloses Wetter angesagt war, aber unser Platzglück hat uns nicht verlassen. Der Platz ist wirklich sehr schön, besonders unser Stellplatz mit Apfelbäumchen. Für Seeblick muss man allerdings aufstehen und über die Hecke spähen (oder durch, solange keine Blätter dran sind). Ist aber gerade noch so auszuhalten. Das Plätzchen war zum Wohlfühlen und wir haben gleich für dreimal Schlafen bezahlt.

Der erste Erkundungsausflug ergab: Zum Wasser geht man 5 Minuten, mit Hund 10. Der Strand ist hier ziemlich steinig, das Wasser ist sehr klar und macht verschiedene Blau- und Grüntöne.

Bäcker und Tanteemmaladen, sowie Restaurant sind an der zugegeben relativ überschaubaren Strandpromenade vorhanden, mehr braucht‘s nicht.

20.04.2019
War ein bisschen kalt heute Nacht. Ich muss nochmal die Heizungsrohre überprüfen – irgendwie kommt die Warmluft nicht überall an.
Die erste Gassirunde fühlte sich schon etwas vertrauter an, wunderbare Gegend.

Leider haben wir eine läufige Hunde-Dame getroffen, das wirkt bei Snorre offenbar länger nach. Das Wetter ist nach wie vor der Knaller. Brötchen vom Campingshop sind auch lecker. Tinje hat wertvolle Steine gefunden – herzförmige! Die mit den Löchern haben sie hier offenbar nicht.
Beim Nachmittagsgassi haben wir am Strandforum halt gemacht, die Hunde durften mit rein und auch etwas lernen. Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter hat uns sehr freundlich die ausgestellte Flora, Fauna und Geologie der Ostseeküste erklärt. Zu Tinjes Glück gab es auch polierte Steine! Mit Erklärung, bei welchen Gemüts- und Gesundsheitslagen diese einzusetzen sind.


Nachmittags kleine Reparatureinlage: Der Blinker ließ sich mittels Reinigen und Einsprühen der Kontakte reparieren.
Eigentlich waren abends Clint-Easwood-Western geplant, aber da haben wir uns mit der Uhrzeit vertan. Also haben wir die Chips ohne Fernseher gegessen.

21.04.2018
Nach dem Cappucino erst mal schnell Gassi zum Strand. Zufällig kommt man dabei am Bäcker vorbei. Brötchen zum Osterfrühstück sind ja lebenswichtig.
Und siehe da, inzwischen hatte sich der Osterhasi ins Womi geschlichen und so Sachen versteckt. Für den Zen ein Buch gegen Mittlebenkrise! Mal sehen ob’s hilft.


Nachmittags haben wir mal die andere Strandrichtung probiert, also eigentlich zum nächsten Campingplatz (die reihen sich wohl die ganze Küste entlang). Der heißt dann nur noch Seeblick statt Ostseeblick, ist aber glaube ich deswegen nicht günstiger. Wahrscheinlich könnte man die Küste immer weiter entlanglaufen, ein Stück am Strand, ein Stück am Feld, an der Kante vom Steilufer, vielleicht erst mal bis Travemünde.
Vieeel Sonne wieder heute. Wir haben festgestellt, der Camper an sich nutzt gern intensiv die Campingmöbel, mit freiem Oberkörper (also die Männchen, die Weibchen tragen ärmellos), und ist tagsüber damit beschäftigt, die Möbel nach dem Sonnenstand auszurichten. Wenn es gegen Sonnenuntergang geht, wird der Grill aktiviert.
Bei uns heute nur die Bratpfanne, dafür aber mit Salzbrenner Dom-Würstchen.
Eine kleine Jogging-Runde heute Nachmittag hat gezeigt, dass es hier in der Pampa auch einen Harley-Freunde-Club und eine Skaterbahn gibt, würde man so nicht vermuten.
Wir haben uns noch zu einem Spätgassi aufgerafft, das hat sich gelohnt. Ein fast laues Lüftchen, das Finale vom Sonnenuntergang und immer mehr Sterne.


Am Strand laufen viele irrlichternde Funzeln herum. Bei näherem Hinsehen erkennt man Angler. Stellt sich die Frage, ob die Profifischer die Fische wecken und die vor Schreck anbeißen, oder ob die sowieso nachtaktiv sind. Jedenfalls hat man am Strand etwas Beleuchtung.

22.02.2019
Wetter: Siehe oben, nur inzwischen ein paar Grad wärmer
Kilometer: 120
Stellplatz: Erstmal Tangstedt zum Ausladen, dann Scheune bei Herrn Martens

Heute ist hier unser Abreisetag – oder doch nicht? Diskutier! Wir sind vernünftig und beschließen den Aufbruch. Beim Strandspaziergang sind wieder einige Hundeprofis unterwegs! Arrghh! Wir haben wieder was gelernt über Leinen, Verhalten usw., zum Glück gibt es ja immer Leute, die noch mehr wissen als man selbst.
Und zum Frühstück gab es heute die berühmten Salzbrenner Endloswürstchen. Also da fehlen die Enden. Tinje sagt, die werden so ausgeliefert!
Wir haben auf dem Rückweg einen Stopp in Plön eingelegt, weil uns das beim ersten Durchfahren ziemlich gut gefallen hat. Tinje hat einen schönen und kostenlosen Parkplatz beim Amt gefunden – sie hat eben einfach einen Draht dazu (hihi).
Wir sind eine Runde um das Schloß gelaufen. Das hat schon eine besondere Lage auf seinem „Berg“ und mit dem wirklich wunderschönen Seeblick, und das in Schleswig-Holstein.

Für den weiteren Rückweg haben wir als Routen-Option ins Navi „die Strecke mit den meisten Straßenschäden“ eingegeben. Hat geklappt. Allen, die ihren SUV testen möchten, empfehle ich die die Strecke über die Landesstraßen zwischen Griesenbötel (B430) und Boostedt. Das müssten offizielle Wegstrecken sein, denn am 7. Maisfeld rechts ist sogar eine Bushaltestelle. Es sieht so aus, als wenn immer quadratmeterweise alle Asphaltmischungen der letzten 50 Jahre getestet wurden.
Und wir haben festgestellt, dass man offenbar sogar in Bad Bramstedt falsch abbiegen kann. Der Navigator hat gemeint, den Rest machen wir mit Straßenschildern. Denkste, aber Tinje ist mittlerweile Profi im „auf der Stelle wenden“.

Saisonstart 2019

Jo, geht doch noch los.
Nach etwas Unentschlossenheit sind wir am Samstag doch noch losgefahren, wenn auch erst so um fünf. Der Wetterbericht war einfach zu verlockend. Man merkt, dass uns doch noch etwas Routine fehlt, alles einpacken hat doch etwas gedauert. Außerdem war Piep ja auch noch nicht ganz vollständig ausgerüstet, aber Wasser, Gas und Batterie waren im Prinzip in Ordnung.
Erste Adresse dieses Jahr war bekanntes Terrain: der Strand von St. Peter Ording. Dieses Mal sind wir aber ganz mutig bis an die Wasserkante (naja, soweit es eben geht) gefahren und haben auch eine schöne Lücke gefunden. Es waren aber tatsächlich noch ein paar andere Leute da, die den Sonnenuntergang geniessen wollten. Als es aber immer leerer wurde, und wir eigentlich noch keinen Stellplatz ausgeguckt hatten, kam die Frage auf, ob wir etwa tollkühn und gesetzeswidrig einfach stehen bleiben sollen. Und so geschah es! Belohnung war ein beeindruckender Sternenhimmel. War sehr nett, dort morgens aufzuwachen.

L U X U S G R U N D S T Ü C K!

Morgens kam die Aufsicht (roter Pullover) und kassierte die Kurtaxe, die wir aber gern  bezahlen wollten. Dafür gab es zunächst einen menschenleeren Strand. Von einem Ticket wegen Falschparkens haben wir nichts mitbekommen. Nach Gesprächen mit den Strandnachbarn zu urteilen kommt es wohl vor, dass man Post mit der bitte um eine Spende in die Landeskasse später nach Hause bekommt.
Der Tag war voller Sonne und einigen Touren Beachcruising mit den Hunden. Erster Sonnencreme-Einsatz dieses Jahr! Einige Beinharte waren sogar im Wasser, also so richtig. Bei mir waren es nur die Füße. Ist einfach genial dort zu stehen, ab und zu Mal einen Snack oder Kaffee aus dem Womo zu holen und ansonsten die Klohäuser (teilweise geschlossen) nicht zu brauchen.

Einziger Wermutstropfen waren etwa 2 Millionen fliegende Insekten aller Sortierungen, die sich hier verabredet hatten. Mir kam das jahreszeitlich ziemlich früh vor für Rapskäfer und Co. Als der Wind abends mehr von See kam, war der Spuk auch vorbei.
Leider siegte die Vernunft (Dienst ist Dienst) und wir haben uns vom Strand und den netten Nachbarn verabschiedet. Den Sonnenuntergang haben wir dann mehr im Rückspiegel beobachtet. Und wir sind ohne Fischbrötchen nach Hause gefahren!

H-Tag Tour Fehmarn

Es musste noch dies und das gemacht -also wie immer- deswegen Startzeit erst ungefähr um drei. Truckertinje gibt alles, aber als wir Fehmarn erreichen, ist es schon dunkel. Unterwegs haben sich beeindruckende Nebelbänke gebildet, was die Sicht nicht verbessert hat. Der gedachte Stellplatz am Strand entpuppte sich als normaler Parkplatz, aber nur, weil wir ein Stück weiter hätten fahren sollen. So oder so – da war nichts als richtig dunkle Dunkelheit, deshalb sind wir Softcore-Camper lieber zum nahegelegenen Stellplatz gefahren.

Außer uns waren noch zwei Wohneinheiten da, es ist spürbar Tiefsaison. Wir haben erst Mal die Reste auf der Stromsäule verbraucht und mit Taschenlampe noch eine kurze Gassirunde gedreht.
Der Stellplatz ist gut angelegt, es gibt alles was man braucht – außer Luxus. Nebensaison Preis 10,- €, plus Strom und, wenn man will, Dusche. Kann man nicht meckern. Morgens klebte der Anmeldungszettel an der Scheibe. Brötchenservice hat der Ehemann vermasselt, weil Bestellung nicht eingeworfen.

10.11.
Ort: Immer noch WOMO-,,Platz grüner Brink, Johannesfeld auf Fehmarn
Gefahren: 12 km, Burg und zurück
Heute morgen war es wieder sehr frisch inside. Tinje war eingemummelt und hat trotzdem geschnittert. Die Heizung war auf Fehler gegangen, nach einmal aus- und wieder einschalten war alles wieder gut. Tinje ist erstmal Esel füttern gegangen – die werden hier ja so schlecht behandelt. Nach dem Frühstück Gassi und dann zum Shoppen nach Burg. Wir hatten da doch gestern was gesehen …
Hurra, es ist ein Friesennetz und ein Schlummerhose geworden. Die kuscheligen Hündchen fanden das nur mäßig interessant. Zur Belohnung gab es noch ein Fischbrötchen, also für die Menschen. Dann für alle ein Strandspaziergang. Tja, und schon wird es wieder dunkel.

Jungfernfahrt

15.08.2018
Wetter: mogens nice, mittags wrahm, abends dunkel
Stellplatz: Tangstedt
Kilometer: 0

Tinjes erster Urlaubstag! Zu Hause muss geputzt. Und der Garten noch eben. So’n bißchen jedenfalls. Weg kommen wir heute nicht mehr, aber das Wassersystem ist durchgespült und entkeimt, und wir haben noch ein paar Kleinigkeiten eingekauft.

16.08.2018
Wetter: mogens wrahm, mittags wrahm und windich, abends lau
Stellplatz: Rastplatz zwischen Tating und St. Peter, nachts wenig Verkehr, ist auszuhalten.
Kilometer: 150

Jetzt geht’s los, wirklich! Hunde sind angeschnallt, ist nicht so einfach, da muss sich noch das richtige System entwickeln.
Erst mal dahin, wo man sich auskennt: St. Peter. Kann man da so einfach an den Strand fahren? Ja, hat geklappt. Hat bei den anderen 150 Womis ja auch geklappt. Tinje und Hunde lüften, Zen geht baden.
Heute ist Kitesurf-Cup, der NDR trägt das Rote Sofa zum Strand. Frau Tietjen ist nicht zu sehen, schade eigentlich. Wir „campen“ am Strand, umwuselt von Kitern und Strandfreaks, wie gajol ist das denn?!
Der Womi-Stellplatz ist voll, wir sind wohl „etwas“ zu spät. Dann muss der Rastplatz an der Landstraße zum Übernachten herhalten. Kurz gegoggelt: man darf das!

17.08.2018
Wetter: mogens Regen und kühl, mittags wärmer und bewölkt, abends weiß nich
Stellplatz: Camping Seeblick in Schobüll. Seeblick gibt es auch, weil der Platz nicht so voll ist. Die Lage ist super, direkt an der Hauptstraße , aber ruhig, und eben direkt am Wattenmeer. Die Sanitäranlagen sind relativ neu und gepflegt, die Leute sind entspannt.
Kilometer: 53

Morgens erst mal zu Edeka in Garding wegen Frühstück. Vorher natürlich kurz Gassi an der Bundesstraße, leider bei Regen – war nicht so idyllisch. Danach die kurze Strecke nach Schobüll, man soll ja klein anfangen. Der Platz ist zum Glück ziemlich leer und wir bekommen ein Grundstück mit Seeblick! Hinter dem Stück Wattenmeer blickt man dann auf Nordstrand. Erst mal alles ausgepackt, getrocknet und gesäubert, und dann der erste Markisentest: Funktioniert im Prinzip, aber Carlsson kann es mit der Leine wieder abbauen.
Hier gibt es keinen Deich und man kann direkt an der Geestkante wurderbar auf einem Rasenweg spazierengehen. Vom Campingplatz kommt man direkt auf eine lange Seebrücke, am Ende ist eine Art Badeleiter, da kann man also schwimmen gehen. Wenn das Wasser da ist.

18.08.2018
Wetter: mogens Sonne und windich, mittags Sonne, Wolken und sehr windich, abends immer noch windich
Stellplatz: Stellplatz Emelsbüll, Südwesthörn. Kostenloser Stellplatz hinterm Deich am Schöpfwerk. Öffentliches WC, benutzbar. Müll und Chemieklo wird man los. Es gibt Wasser und im Prinzip auch Strom, wenn der nicht gerade für Bauarbeiten gebraucht wird. Restaurant und Imbiss (zeitweise) vorhanden.
Kilometer: 40

Wir haben einen Stellplatz weiter nördlich hinter Dagebüll ausgesucht, der soll laut App kostenlos sein – und isser auch. Wir haben noch einen Platz bekommen, hurra, genau hinterm Deich. Mehr maritim geht ja wohl nicht. Oben am Deich gibt es gleich einen eingezäunten Auslauf für Hunde, mit eine Strandkorb für erschöpfte Frauchen und Herrchen. Auch eine Badestelle ist vorhanden. Die gesparte Platzgebühr haben wir in die Küche vom Gasthof Südwesthörn investiert, hat sich gelohnt. Es weht hier an der Kante ganz schön, das Womi wackelt sogar in Lee vom Deich. Nicht weiter zu erwähnen brauche ich ja wohl, dass heute wieder Truckerbabe Tinje gefahren ist.

19.08.2018
Wetter: mogens bewölkt und windich, mittags dichter bewölkt, abends wieder netter
Stellplatz: Tangstedt, neuer Stellplatz vorm Haus.
Kilometer: ??

Wir haben uns auf dem Deich noch ordentlich durchpusten lassen. Unser Nebencamper ist aus Schottland und spricht deutsch. Seine Frau macht morgens Yoga, und wir haben uns ein bißchen anstecken lassen. Fast alle, die hier stehen oder ankommen, haben einen Hund dabei. Es sind hier alle Womi-Größen vertreten, vom Concorde-LKW bis pennen im Kombi, das lässt sich aber altersmässig schon den Campern zuordnen.
Der Mann macht das Klo sauber (irgendwas beherrscht jeder), dann geht’s Richtung nach Hause. Ein Abstecher nach Dagebüll war nicht so erfolgreich, das fühlte sich da für uns zum Cruisen zu eng an. Unterwegs fängt es an zu regnen und wir stellen fest, dass der Scheibenwischer auf der Fahrerseite in Fetzen hängt. Trucker-Tinje in Sehnot, der Tipp vom Beifahrer „schneller wischen“ hilft auch nicht. Nach etwas stöbern finden wir an einer Tanke einen in etwa passenden Wischer (ja, haben die auch noch im Sortiment, man darf aber keine Beratung erwarten, höchstens zu Croissants). Wir stellen fest, dass noch Trucker-Mucke an Bord fehlt, kommen aber trotzdem irgendwie nach Hause. Rückwärts Einparken auf dem neuen Stellplatz hat auch geklappt, Haus wurde nicht beschädigt.