27.06.2019
Wetter: Wolkig, kühl, ab und zu etwas Nieselregen
Kilometer: 118
Stellplatz: Langballigau, Campinplatz Langballig
Die Stellplätze sind etwas eng, es ist alles vorhanden was man so braucht.
Manchmal passen Dinge einfach: Heute ein Auswärtstermin in Husum und Freitags frei. Trucker-Tinje konnte sich leider so kurzfristig nicht von der Post befreien.
Man kommt ja auch mit dem Womi nach Husum, war die Idee! Leider war die Brücke am Eidersperrwerk gesperrt (witzig!) und ich bin über Lunden und Friedrichstadt umgeleitet worden.
Arbeit in Husum bis 18:00 Uhr und dann mal sehen, wohin es geht. Auf der Landkarte und in der Womo-App studiert, und schließlich fiel die Wahl auf Langballigau an der Flensburger Förde (ich wollte gerne an die Ostsee und mit Chance mal schwimmen gehen). Das war nicht mal so weit weg, Schleswig-Holstein ist gar nicht so breit.
Die Wahl war eine gute! Der Platz war für 10,- € / Tag zu haben, und es war noch etwas frei. Trotz Ferienanfang in Hamburg war relativ wenig los. Und hier war das Wetter auch wieder gut gelaunt.


Der Ort ist sehr gemütlich und lässig, mit Yachthafen, Lokalen, Läden, Badestrand und eben Campingplatz. Man hat das Gefühl von wenig Einschränkungen und Verboten. Es gibt reichlich Verpflegungsmöglichkeiten von Fischbrötchen bis Walnusseis.
An Biersorten gibt es hier Flens oder Flens, und wenn man Glück hat auch mal ein Flens, muss an der Gegend liegen.
Mein Stellplatz ist an der Zufahrtsstraße zum Campingplatz, kann man aber aushalten, und abends ist auch nichts mehr los. Durch die Hecke gibt es direkt einen Durchgang zum Strand, sehr praktisch. Ein kleiner Rundgang durch den „Ort“, und schon hat man den Überblick.


28.06.2019
Vor dem Frühstück erst mal Gassi ohne Hunde (keiner da), also spazieren, Gegend erkunden. Nach dem Frühstück später, also eher gegen Mittag, dann eine Jogging-Runde, die Gegend weiträumiger erkunden. Es geht steil bergauf nach Westenholz, und wenn man das geschafft hat, wird man mit einem tollen Blick über die Flensburger Förde belohnt. Wenn man einen kleinen Pfad zwischen den Häusern findet, kann man durch den Wald zurück laufen. Bei dem Wetter war der Schatten sehr angenehm. Danach erst mal zum Abkühlen ein Runde in die Ostsee/Förde tunken. Besser geht’s ja wohl nicht.
Nachmittags Besuch aus der Heimat und „Wagenburg“ bauen, damit der Grilltisch fachgerecht zwischen die Womis gestellt werden kann.
Später musste noch dringend die allerneueste Fahrrad-Technologie getestet werden.
Fazit: Bis zum nächsten Bierglas reichte der Fahrrad-Akku ganz locker.
29.06.2019
Heute wird es noch wärmer und ich bin darauf bedacht, die Fenster an der richtigen Seite mit Sonnenschutz zu versehen. Die neue Abdeckung für das Fahrerhaus funktioniert, das Klima im Womi hält sich ganz gut. Leider fängt die Heizung bei der Warmwasserbereitung an, irgendwie angesengelt zu riechen, ich habe sie ziemlich schnell wieder abgestellt. Ich konnte noch nicht herausbekommen, was damit ist.
Morgens etwas rumklamüsert und Brötchen geholt. Heute viel nichts gemacht, am Nachmittag schwimmen, Luft- und Wassertemperatur zwingen einfach dazu.
Abends bei den Odin-Fischern im Hafen eine Kleinigkeit gegessen und getrunken. Wir wurden zu „Kutterdiesel“ (sehr gesund wg. Kräutern und so) genötigt, und mussten diesen später noch einem Vergleich mit dem Ouzo in der Strandperle unterziehen.
30.06.2019
Morgens eine kleine Joggingrunde und danach zum Runterkühlen in die Ostsee. Man könnte sich dran gewöhnen. Gegen Mittag musste dann leider der Platz geräumt werden, und ich habe mich Richtung Heimat aufgemacht. Es hatte sich inzwischen ein frisches Lüftchen entwickelt und ich konnte die Segelfläche von PIEP voll auskosten, bin sogar einmal etwas auf die Bankette gerutscht. Natürlich war wieder irgendwo eine Ortsdurchfahrt gesperrt, aber irgendwie kommt man ja mit Hilfe von Handy und Großkreisnavigation wieder auf den rechten Weg – und sogar bis nach Hause.

























