26.07.2025
Wedda ist angenehm temperiert und mit wenig Wind versehen, Niederschlag ist heute ausgeblieben
Stellplatz ist heute und die nächsten Tage unser „Stammplatz“ in Pelzerhaken.
Manchmal muss man sich etwas Zwang auferlegen, um sicherzustellen, dass man nicht Gründe findet, um etwas nicht zu machen, man sollte z.B. etwas fest buchen. Wenn man das dann schon bezahlt hat, wird man den Plan so schnell nicht verwerfen.
In unserem Fall haben wir den Catamaran-Kurs gebucht und sind jetzt trotz vieler anderer wichtiger und dringender Dinge einfach mal nach Pelzerhaken gegondelt, leider ohne Tinje und Carlsson.
Die Fahrt war wirklich sehr entspannt, weil wir auf den ersten 5 Kilometern einen Trecker mit 40 Km/h Höchstgeschwindigkeit vor uns hatten – ohne Chance zu überholen. Da heißt es einfach entspannen und genießen.
Den Rest haben wir fast ausschließlich auf der Landstraße hinter uns gebracht und sind die alte Strecke „von früher“ über Ahrensbök und Pönitz gefahren, das war schon etwas nostalgisch, da war ich wirklich lange nicht mehr.
Von Urlauber-Massen wegen des Ferienbeginns war weit und breit nichts zu sehen, gut so. Nachdem Joris und ich uns noch bei Aldi mit Spezereien – Motto „Low Vitamins“ – eingedeckte haben, kam der spannende Moment am Stellplatz an der Pelzerwiese! Wo ist unser Platz! Dank Bumas Universums-Bestellungen war das natürlich überhaupt kein Problem und wir hatte sogar mehrere zum Aussuchen.

Nachdem der Automat schließlich meine dritte Bankkarte akzeptiert hatte (was machen Leute mit nur einer Karte?), haben wir uns auf einen schönen Platz gekuschelt.
Der erste Gang zum Strand hat gezeigt, dass die Ostsee auch ganz schön stinken kann, wenn sich das Wasser nicht bewegt. Das wird nächste Woche sicherlich anders, da stehen ein paar Windtüten auf der App.
27.07.2025
Wetter ist morgens immer noch ziemlich schwül bei 20 Grad, kaum Wind aber es dröppelt immer mal wieder aus der geschlossenen Wolkendecke. Gegen Abend reißen die Wolken auf und die Luftfeuchtigkeit nimmt ab.
Heute ist ja Sonntag und man ist daher geradezu verpflichtet, lange zu schlafen. Naja, ich hab’s versucht, Joris konnte etwas länger durchhalten.
Frühstück haben wir noch drinnen gemacht, weil ich die Regenlage nicht so richtig einschätzen konnte. Nachdem das Frühstück einigermassen verdaut war, haben wir beschlossen, das SUP aufzupumpen – der erste sportliche Teil des Tages.
Wir sind in unsere Shorties geglitten und zum Strand marschiert, wo uns die Ostsee mit einem ziemlich strengen Geruch an der Wasserkante empfangen hat.
Anscheinend vergammeln hier Braunalgen in größerem Umfang. Wir hoffen, dass sich das bei etwas mehr Wind wieder verteilt.
Wir haben uns durch die Unterwasser-Botanik bis zur Sandbank gekämpft und dort StandUp-Comedy – also die richtige auf dem SUP – geübt. Also mindestens mal ein erster Wasserkontakt und die zweite Sporteinheit des Tages.
Die Dusche danach war dringend notwendig, um nicht im Dunkeln für eine Braunalge gehalten zu werden.
Wegen der allgemeinen Erschöpfung war eine Siesta vonnöten.
Um dem Tag noch mehr Sinn zu geben, haben wir eine „kleine“ Radtour nach Grömitz beschlossen – die nächste Sporteinheit. Laut Frau Google sollte das in einer guten halben Stunde zu bewältigen sein, aber wir sind offenbar irgendwie anders gefahren. Und die mehreren hundert Höhenmeter wurden da auch verschwiegen.
Ich habe jedenfalls kurz vor dem Ziel angesichts des ziemlichen Gefälles nach Grömitz – man muss da ja auch wieder zurück – geschwächelt, und wir sind umgedreht.
Kurze Randnotiz: Alles ohne Akku!
Da ich das Gefühl hatte, dass mein Hinterreifen etwas mehr Luft gebrauchen könnte, habe ich eine Fahrrad-Servicestation am Wegesrand in Anspruch genommen, mit dem Erfolg, dass ich den Rückweg mit einem fast platten Reifen bestreiten musste, weil die Pumpe defekt war und nur Luft rausgelassen hat.
Auch das Hilfe-Ansinnen bei einem naheliegenden Bauernhof hat bei den Bewohnern nur etwas Ratlosigkeit ausgelöst. Es gab dort nur Mittel zum Treckerreifen aufpumpen. „Wir sind nicht so die Radfahrer“, beschied uns die Seniorchefin.
Zum Trost haben wir in einem kleinen Restaurant mit Meerblick einen ziemlich teuren, aber auch sehr leckeren Burger inhaliert.
Der Rest des Heimwegs war dann schon viel einfacher.
28.07.2025
Wetter ist heute soweit einladend, teils sonnig, 20 Grad und es gibt Wind!
Das Frühstück konnte heute draußen stattfinden und der Brötchenservice hat auch geklappt. Wir haben also die Möbel rausgeholt und wie bei Königs im Grünen gespiesen. Die Zeit bis zum Kursstart habe ich mit Tätigkeiten wie Abwaschen und Aufräumen überbrückt.
Etwas aufgeregt haben uns dann zur Surfschule begeben und mit Neopren eingekleidet. Der Hobie 15 lag schon am Strand, den mussten wir nur noch startklar machen. Außer uns beiden war noch ein dritter Teilnehmer dabei, und jeder durfte mal das Großfall bedienen und belegen. Kleiner Theorieteil am Strand und dann haben wir den Cat ins Wasser geschoben. Da es in diesem Revier erstmal ein ganze Strecke flach ist, muss man ohne Ruderanlage rauskommen. Man lernt also gleich mal, nur mit Segel und Gewicht zu steuern.
Unser Segellehrer wies zwei Leute, die da anscheinend baden wollten, darauf hin, dass es keine gute Idee ist, im Surfbereich schwimmen zu gehen. Wir hielten die zuerst für beratungsresistent, aber im Laufe der übers Wasser gebölkten Unterhaltung stellte sich heraus, dass die sozusagen zu Fuß unterwegs waren, um ihre mit SUPs ziemlich weit rausgetriebenen Kinder zu retten. Nach unserer Einschätzung war das bei dem ablandigen Wind ein ziemlich hoffnungsloses Unterfangen und wir haben die Kids, die sich überhaupt keiner Gefahr bewusst waren, mit dem Cat wieder zurückgezogen. Leichtsinn live und in Farbe!
Der Rest unserer Trainigsfahrt verlief bei besten Wetterbedingungen extrem geil.
Beim Anlanden kann man es hier gut mal haben, dass der Wind in Ufernähe alle ist und man lernt gleich wieder mit Segeln und Gewicht zu spielen, um ohne Ruder zum Ziel zu kommen. Der uncoole Teil des Ganzen ist dann, den Kat mit dem selbstgebauten Bollerwagen wieder über den Strand zur Wiese zu ziehen.
Wieder beim Womi angekommen, hielt direkt vor unserer Nase der Eiswagen, sozusagen als Provokation, die wir auch jeder mit zwei Kugeln angenommen haben. Danach mussten wir angestrengt rumgegammeln und uns erholen.
Da man hier für verschiedene Dinge doch immer noch Bargeld braucht, haben wir uns auf die Suche nach einem Geldautomaten gemacht – erfolglos. Der vom letzten Jahr ist nicht mehr da. Auf dem Weg sind wir noch bei einem „Musik im Strandkorb“ – Konzert an der Seebrücke gelandet, wobei ich die Atmophäre bei der Abendsonne am Strand sehr schön fand, aber die Musik war nicht so unsere.
Also ab zum Womi, Logbuch schreiben und nach Hause telefonieren.
29.07.2025
Das Wetter macht noch keine Anstalten auf Sommer umzuschalten, es bleibt bei knapp 20 Grad, ordentlich Wind und gelegentlichen Schauern.
Heute galt es „früh“ aufzustehen, weil Mikki unsere Theorieeinheit – er nennt es Toolbox – mit der zweiten Gruppe zusammen legen wollte („muss ich nur einmal sabbeln“), und das schon morgens um zehn – extrem hart.

Nach der Theorie mit Jules selbstgeschnitzten Cat-Modell haben wir mit den Kräften von zwei Teams den Cat an den Strand geschoben und soweit aufgebaut. Wir haben die Früh-Gruppe dann übers große Ostmeer ziehen lassen und uns die Zeit bis zu unserem Start mit Dinge tun und Sachen machen vertrieben.
Heute war noch ein bisschen mehr Wind und Welle und wir sind spektakulär über die Neustädter Bucht geknattert und haben unterwegs noch zwei Schweinswale getroffen. Auf dem Programm stand heute Manöver-Training, also wiederholen und möglichst merken.
Am Ende dann die beliebte Übung „Wir kippen unser Boot um“.
Wenn man alles richtig falsch macht, ist das gar nicht so schwer, und man hat dabei viele Gelegenheiten sich richtig weh zu tun, weil irgendwie alles glitschig und hart ist. Weil wir nun schon mal so dekorativ im Wasser lagen, hat Mikki uns noch erklärt, was man am besten macht, wenn man auf dem Teich von einem Gewitter überrascht wird. Man wirft das Boot ganz rum, bis der Mast zum Grund zeigt, indem man sich auf den Mast stellt und das Ganze langsam sacken lässt. So ist man auf jeden Fall nicht mehr der höchste Punkt weit und breit, und man hat gute Chancen, dass Zeus einen nicht sieht.
Nach der immer wieder gern genommenen Aktion, den Cat wieder auf die Wiese zu schieben, haben wir uns nach der Dusche zur Erholung zurückgezogen.
Ich muss es nochmal erwähnen: Diese Warmwasserdusche an der Promenade ist einfach genial. Man wird selbst das Salz los und kann gleich den Neo mit durchspülen.
Auf dem Stellplatz hatten wir allerdings schon Besuch, weil Markus sein Womi dringend bewegen musste und wir auch lange nicht beim Griechen waren.
Es gibt hier zum Glück immer wieder schnell freie Plätze. Es ist ein stetiges Kommen und Gehen, und so hat die Travemünder Schrankwand den Platz-Nachbarn etwas Schatten gespendet.

Der örtliche Grieche wohnt hier direkt an der Promenade, wo wir sehr angenehm draußen getafelt haben. Wieder mal wie bei Königs. Man musste als Ausklang des Tages bei ein Hopfengetränk vorm Womi noch einige wichtige Dinge besprechen, das Dasein und Hiersein ziemlich gut finden und dann rechtschaffen müde in Koje krabbeln.
30.07.2025
Das Wetter ist noch da, etwas nass und ziemlich windig. Nachts ist es ziemlich frisch, 12 – 13 Grad. Es ziehen Schauer durch, und der Wind nimmt zu.
Bargeld gibt es jetzt beim Nahkauf, wurde mir erzählt, und da wir Milchnotstand hatten, habe ich Joris schlummern lassen und bin ich mal kurz hingeradelt. Und tatsächlich, es gab Milch und einen Fuffi obendrauf. Natürlich kann man da keine Riesensummen mitnehmen, aber die brauchen wir hier ja auch nicht. Noch kurz Markus verabschiedet, der heute noch nach Wuppertal aufbrechen wollte, und dann ganz entspannt, nämlich genauso wie es sein sollte, gefrühstückt.
Wir sind noch etwas Theorie durchgegangen, Wendemanöver, Teile des Segels und so weiter, und dann mussten wir auch schon in unsere Neopren-Dienstkleidung schlüpfen. Mikki war mit der anderen Gruppe schon einen Schlag gesegelt, aber auch nur einen, weil es heute ein ganz schönes Gebläse gab. Unseren Törn haben wir dann lieber ausfallen lassen, weil der Wind noch zunehmen sollte, was er später auch gemacht hat. Die See hatt durchgehend weiße Mützen auf, und Mikki wollte den ultimativen Materialtest nicht mit uns machen.
Wir haben den Cat-Kurs also einen Tag verschoben und sind heute ganz tollkühn mal Surfen gegangen, weil Wasserkontakt muss schon sein. Wir haben uns relativ kleine Segel geliehen, aber ich hatte trotzdem gut tun und am Ende wurde mir das regelrecht aus Hand gerissen. Das war dann das Zeichen zum Aufhören, und unsere Stunde war wohl auch um. Joris hätte noch Reserven gehabt, aber das gehört ja wohl auch so als Profisportler.
Es sollte am Abend eigentlich so ein kleines Grillevent bei der Surfschule stattfinden, das hatten wir auch nochmal nachgefragt. Aber als wir mit unserem Grillgut in der Tasche dort aufgeschlagen sind, war der Grill noch aus und es gab im Segellager mehr so ein Treffen der Kids-Kurse. Das war ein ziemliches Gedrängel und hat uns nicht so richtig eingeladen. Wir haben dann zu Hause die Pfanne angeworfen, das war auch ok. Es fing später am Abend so richtig dauerhaft und ergiebig an zu regnen, und spätestens dann haben wir die Grillparty nicht vermisst.
31.07.2025
Morgens freundlich und sonnig, später sind Gewitterzellen mit mächtig Wind im Gepäck durchgezogen.
Unsere Morgenroutine „Opa macht Frühstück und holt Brötchen“ haben wir auch heute durchgezogen, und nach einigen hausmännlichen Tätigkeiten zur Aufrechterhaltung der Ordnung im Womi sind wir noch ein paar Prüfungsfragen durchgegangen. Einiges mussten wir noch im Cat-Sailing-Handbuch nachschlagen.
Dann wieder ab in den Neo und wir haben erstmal ohne Trainer zwei Cats startklar gemacht. Leichte Korrekturen waren noch vorzunehmen, aber wir Schüler sind dann auf unserem eigenen Cat gestartet, Mikki hat sich einen kleinen Hobie als Aufsichtsfahrzeug geschnappt. Als wir so einigermaßen in Fahrt gekommen waren, packte das Ostseewetter die Überraschungstüte mit heftigen Böen aus, die uns anscheinend gern mal umgeworfen hätten. Das konnte wir knapp verhindern und haben trotzdem ein paar Wenden hinbekommen, waren aber eigentlich in der falschen Richtung, nämlich wieder Richtung Heimathafen (naja, Strand an der Segelschule).


Im Nachhinein war das ganz gut so, denn aus der dicken Regenwolke fielen plötzlich Blitz und Donner, und von Mikki kamen unmissverstädliche Zeichen, sofort zum Strand zu fahren. Wenn da also irgendwo geschrieben steht, dass man auf dem Wasser von Gewitter überrascht werden kann, entspricht das durchaus den Tatsachen. Diese Gewitterzelle kam in keiner einzigen Wetter-App vor, nur mal einfach so am Himmel. Damit war unser Cat-Training für heute beendet, denn man sollte bei Gewitter nicht der höchste Punkt auf dem Wasser sein, und es war mit weiteren Gewitterzellen zu rechnen. Wir haben uns für den nächsten Tag bereits um 10 Uhr verabredet und wollen dann als Ausgleich entsprechend länger trainieren.
Damit hatten wir schon mal unsere erste Verlängerung auf dem Womo-Platz gewonnen.
Joris war noch Milch holen und dann haben wir aus dem Womi die nächsten Starkregen-Ereignisse beobachtet.
Highlight zum Ausklang des Tages: Joris hat Pfannkuchen gemacht. Extra lecker!

01.08.2025
Wetter ist immer noch sehr wechselhaft, Temperatur hält sich so bei 19 Grad. Wind ist mal da und mal nicht da, der macht wie er will. Abends überwiegend sonnig.
Heute mal wieder früh aufstehen, was tut man nicht alles für die Seefahrt. Wir waren pünktlich an der Surfschule und haben im Freiluft-Klassenzimmer noch einen Theorieteil mit Vorfahrtsregeln und Knoten durchgezogen.
Als wir die Cats später am Strand aufgebaut hatten, konnte man wieder verdächtig wilde Wolkenhaufen beobachten. Wir haben die Segel erst mal wieder runtergenommen und uns für Nachmittags verabredet.
Jule rief dann irgendwann an, zum Glück recht hartnäckig. Weil ich die Nummer nicht kannte, habe ich die aus alter Gewohnheit/Erfahrung mit irgendwelchen Junk-Anrufen immer weggedrückt. Bis Joris, der Schlaubischlumpf meinte, das könne ja auch die Segelschule sein. Sie war es und hat gefragt, ob wir auch den nächsten Tag noch Zeit hätten, weil sich die Gewittergefahr bis zum Nachmittag nicht sonderlich reduziert hatte.
Und wir haben die zweite Verlängerung auf dem Stellplatz eingetütet.
Um den Tag noch sinnvoll zu nutzen, haben wir uns nochmal die Prüfungsfragen aus unserem Handbuch vorgenommen und sind anschließend Jules Vorschlag gefolgt und nochmal zur Segelschule rübergegangen, um die schriftliche Prüfung zu absolvieren – im Freien und bei bestem Sommerwetter übrigens, man steckt da nicht drin.
Wir haben jedenfalls mindestens soviele Fragen richtig beantwortet, dass die Prüfung als bestanden galt, und hatten damit das Kapitänspatent in der Tasche. Chaka! Wir hoffen stark, dass wir morgen noch mal die Chance zu einem ausgiebigen Segeltraining bekommen, die Theorie ist ja auf dem Wasser schnell mal vergessen. Da hilft nur Machen und Üben.
Unseren Erfolg haben wir dann in Rettin bei Düne 56 mit Backfischbrötchen und Pommes gefeiert.
Da unser kleiner Tisch mitten im Leben fast direkt an Promenaden-Weg stand, konnte man sehr schöne Studien der verschiedenen Erziehungsmethoden bei den vorbeiziehenden oder einkehrenden Familien vornehmen.
Nach einem kurzen Plausch mit den zufällig vorbeiradelnden Tangstedter Nachbarn – ja, man trifft sie überall – haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht.
Bei „uns“ in Pelzerhaken fühlte es sich aber um einiges ruhiger an, und ich muss immer wieder feststellen, dass mir dieser Flecken mit der Promenade, Surfschule, Strand und Stellplatz dicht dran sehr gefällt.
02.08.2025
Tag fängt freundlich an und wird noch freundlicher mit bestem Segelwind- und Wetter. Später dann Wolken mit Inhalt.
Heute war laut Surfschule wieder Frühstart angesagt, also 10:30 Uhr. Wir waren fast versucht, den Wecker zu stellen, aber länger als bis 8 habe ich in den letzten Jahren nicht mehr geschlafen, von daher also der inneren Uhr vertraut.
Brötchen haben wir heute mal direkt beim Bäcker geholt, so ganz ohne Schlangestehen ist das ja langweilig. Unser Brötchen-Abo auf dem Stellplatz hatte ich auch nicht bis Samstag verlängert, also ab aufs Fahrrad und 3 Minuten Radtour.
Aus seemännischer Sicht gab es an unserem jetzt aber wirklich letzten Tag Manövertraining, welches aus Wenden üben, Kurs finden und halten und Gertrud-über-Bord-Manövern bestand (Gertrud = olle Schwimmweste mit Sandsack). Das Wetter war superior, Joris und ich hatten unseren Cat für uns, die Mavöver haben gut geklappt und wir haben Thumbs-Up vom Trainer bekommen, mehr geht nicht.
Wir sind zum Schluss einfach mal nur cool gesegelt und haben ausprobiert, auf welchem Kurs sich der Cat am wohlsten fühlt. Dass kann man nämlich sogar hören, wenn die Vibrationen des Bootes ab einer bestimmten Geschwindigkeit Summen in verschieden Oktaven erzeugen.
Wir wollten eigentlich gar nicht so gern wieder an Land, aber die Zeichen vom Trainer konnten wir nicht sehr lange ignorieren.
Also hieß es ungern wieder zum Strand segeln, hierbei noch etwas das Steuern ohne Ruder üben und den Cat wieder den Strand hochschieben – der wirklich sportliche Teil bei der Segelei.
Mikki war der Meinung, dass wir die Elemente sicher beherrschen und wir haben schließlich unseren Cat-Grundschein ausgehändigt bekommen.

Die restliche Zeit bis zur Abfahrt – man muss biss 17:30 Uhr vom Platz sein – haben wir gut zum Trocknen der Klamotten nutzen können.
Gutes Timing, denn die Landstraße nach Hause hat uns mit ein paar ergiebigen Regengüssen empfangen.
Fazit: Leider geil. Es laufen schon Planungen für den nächsten Termin zum Mieten eines Cats.
