2026 Austauschgetriebe

Als wir das Womi 2022 erworben haben, wies mich der Verkäufer darauf hin, dass es vor kurzem ein Austauschgetriebe bekommen hätte. Nach der Rechnung und einem Blick in den Motorraum zu urteilen, war das tatsächlich so.
Ich sollte möglich bald noch einmal neues Getriebeöl nehmen, da bei Austauschgetrieben in der ersten Zeit wohl viel Abrieb abfallen würde.
Da man seinen Antrieb ja gut behandeln möchte, bat ich unseren Dorfschrauber dieses mal in Angriff zu nehmen.
Als ich das Womi wieder abholte, krachte es beim Einlegen des 4. Ganges, sowohl vom 3. als auch vom 5. Gang.
Dafür gab es keine Erklärung, außer der sinngemäßen Aussage der Werkstatt: „Macht nix.“
Ich habe habe das mal so hingenommen, da eine Schuldfrage wohl schwer zu klären gewwesen wäre. Bei Ölwechsel kann man ja eigentlich nicht das Getriebe beschädigen, dachte ich.
Also sind wir einige Zeit mit dem krachenden 4. Gang gefahren, was jedesmal körperliche Pein bei mir ausgelöst hat.
Ich habe vermutet, dass das Getriebe vielleicht schon bei Einbau nicht ganz in Ordnung war, und das vielleicht mit irgendeinem Additiv kaschiert wurde.
Jedenfalls war ja auch die Gewährleistungsfrist angelaufen und eine Beweisführung auch sehr aufwändig bis unmöglich.
Nun war die Spardose wieder gefüllt und ich wollte das Getriebe noch mal überprüfen oder reparieren lassen. Es war aber nicht so einfach eine Werkstatt zu finden, die das 1. kann und der man 2. vertraut.
Der Getriebeservice sagte mir, ich müsste das Getriebe ausbauen und hinbringen.
Es setzte sich dann die Idee durch, das Womi dorthin zu bringen, wo es schon einmal ein Austauschgetriebe bekommen hat.
Die Empfehlung der Werkstatt war, das Getriebe erneut zu tauschen, weil dies kostenmässig auf dem dem gleichen Niveau wir eine Reparattur liegen würde.
Überzeugen lassen, zugestimmt und Auftrag erteilt.
Der Austausch hat nach einiger Zeit auch geklappt und ich habe das Womi mit Freude im Herzen und 4.500 € weniger auf dem Konto abgeholt.
Nach einiger Zeit stellte ich fest, dass das Getriebe bei langsamer Fahrt im 1. oder 2. Gang ohne Last, z.B. beim Rollen über den Campingplatz, mahlende Geräusche von sich gab, die ich nicht für normal hielt.
Die daraus resultierende Kommunikation über 4 Monate würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Jedenfalls habe ich nach Konsultieren mehrerer Fachleute mich selbst und auch die Werkstatt davon überzeugen können, dass diese Geräusche bei einem Austauschgetriebe nicht zu akzeptieren sind.
Es wurde schließlich das Getriebe und auch die Kupplung nochmal erneuert, was auch nochmal 4 bange Wochen gedauert hat, aber die Testfahrt nach der Abholung hat keine weiteren Beanstandungen von meiner Seite ergeben.
Jetzt können wir das Womi – die Saison ist längst vorbei – wieder benutzen, ohne zu befürchten, dass wir Probleme wegen des Getriebes bekommen werden.
Der Getriebelieferant hatte laus Aussage übrigens keinen Fehler gefunden.
Naja, aber man kann ja leider nicht alles selbst machen . . .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert