31.10.2025
Wetter: Mild, so 10 – 12 Grad, wenig Wind, aber wir kommen trocken über den Tag.
Stellplatz: Büsum am Hafen. Soweit alles bekannt, Bargeld und Sanitärbereich ist mitzubringen, auch 5 € Kurtaxe sind einzuplanen, ab 01.11. nur noch 2,80 €.
Klo ist theoretisch gegen Gebühr von 50 Cent zu benutzen, Schlüssel ist beim Imbiss abzuholen, Imbiss ist zu. Wie gesagt: Theoretisch!
Yesss, ich habe es geschafft. Dem Halloween-Wahn entkommen. Wir sind vormittags losgekommen, ohne dass uns irgenwelche Katastrophen noch kurzfristig aufgehalten hätten. Tinje war etwas traurig, weil sie sich heute nicht in die fürchterliche Hexe vom Bendloh verwandeln durfte/musste.
Schnell noch durch die Baustellenhilfsumleitung zur Tankstelle geeiert – zum Glück wenig Gegenverkehr. Und dann ab auf die Autobahn. Ach nee, die Auffahrt ist ja auch gesperrt. Wieder umdrehen und noch etwas durch die große Stadt (Pinneberg) zur nächsten Auffahrt, zum Glück gibt es hier ja mehrere davon.
Dann entspannt geradeaus Richtung Nordsee, schon mal die Salzstangen geöffnet, die Welt gerettet und verbessert und – die Ausfahrt nach Büsum verpasst!
Auf der Eiderbrücke keimte so langsam die Erkenntnis, dass irgendwas nicht stimmt. Zum Beispiel der Standort.
Der Grund für die Verwirrung war die Sperrung der Abfahrt Büsum durch eine Baustelle, die wir aber nicht so richtig wahrgenommen haben.
Der Umweg führte uns erst in Richtung SPO und dann über Kating in Richtung Eidersperrwerk – wir wollten wirklich alle Windräder zählen.
Teilweise war die Strecke zwar sehr idyllisch, aber doch nur ein besserer Wirtschaftsweg mit einer sehr schmalen Brücke, begrenzt auf 3,5 Tonnen. Naja, wir haben uns ganz leicht gemacht . . .
Der Stellplatz in Büsum sah aus der Ferne zunächst ziemlich voll aus, aber es gab bei näherer Betrachtung doch noch etlich Lücken. Wir haben sogar direkt am Wasser gestanden, also neben einem zugewachsenen Graben, aber immerhin.
Nach Formalitäten und Stromversorgung haben wir uns dann Bewegung verordnet und sind Gassi durch den Hafen und beim besten Fischgeschäft der Welt 😉 – Beckmann – vorbeigekommen. Hier gab es die passenden Zutaten für unser Fischbrötchen-Brunch.
Nach der dringend notwendigen Verdauungphase haben wir uns zu den anderen Touristen gesellt und sind in die Stadt bummeln gegangen. Wie man das hier so macht.
Die Geschäfte in Büsum hatten vom bundesweiten Feiertag nichts mitbekommen und dementsprechend alle geöffnet, gut für uns, aber man fragt sich schon . . .

Zuerst natürlich mal schauen, ob das Wasser noch da ist (war ziemlich weg) und dann wurde die gute alte Tradition des Schuhgeschäfteabklapperns gepflegt.
Es wurden einige Exemplare zur späteren Entscheidungsfindung zur Seite gelegt.
Natürlich konnten wir Halloween nicht gänzlich außenvor lassen, so wurde wenigsten die Womi-Deko entsprechend gestaltet.

01.11.2025
Temperatur leicht erhöht bei 12-14 Grad tagsüber, ein wenig mehr Wind, aber nach der Morgensonne kommt einiges an Niederschlag.
Stellplatz: Immer noch Büsum am Hafen.
Heute müssen wir unsere Freiluftaktivitäten bis zum frühen Nachmittag durchgezogen haben, denn dann soll es nass werden – Skandal.

Beim erneuten Spaziergang durch den Fischereihafen konnten wir feststellen, dass dort auf jeden Fall richtig Betrieb herrscht – und nicht nur für die Touristen.
Es gibt anscheinend einiges an Krabben zu fangen, was man auch an den gesunkenen Preisen gemerkt hat. Jedenfalls nicht so deprimierend wie in Friedrichskoog, wo ja der Hafen geschlossen ist. Die Friko-Fischer sind anscheinend hierher umgezogen, aber auch einige Holländer liegen hier rum.

Jedenfalls sind auf zauberhafte Weise, fast wie von selbst geräucherte Makrelen und Lachs (ein ziemlich lustiger Fisch übrigens) in unseren Einkaufsbeutel gesprungen, als wir beim Fischhändler vorüberkamen. Das ergab dann wieder ein Omega3-gesättigtes Frühstück.
Die ausgiebige Regenperiode am Nachmittag haben wir auf den bordeigenen Lümmelmöglichgkeiten abgewettert.
Pünktlich zum Dunkelwerden – das war wichtig – sind wir wieder in die Stadt, denn siehe da: es war Lichterfest in Büsum.
Es fing für uns mit den beleuchteten Fischkuttern am Kai an und führte uns zum wechselnd illumiierten Leuchturm, was schon ziemzich spektakulär aussah:
Tinje hatte die Regenbogenphase am liebsten, was sich aber alles per Handykamera nur schlecht festhalten ließ. Trotzdem hier ein Versuch:





Natürlich gehört zu einem zünftigen Lichterfest auch ein Bratwurst- und Bier-Stand; das Abendbrot war also auch gerettet.
