04.04.2026
Wetter ist noch kühl, aber trocken und teilweise sonnig, der Wind bringt sich gerade in Startposition.
Ziel für den Miniurlaub ist Büsum
Das Womi steht eigentlich nur aus versehen vor der Tür, weil es aus der einen Werkstatt, die den Holzboden reparieren sollte, vorläufig abgezogen wurde und am Dienstag zur anderen Werkstatt soll, um einen Kostenvoranschlag einzuholen.
Wir mussten leider feststellen, dass irgendjemand irgendwie eine amtliche Beule in die Außenhaut gedrückt hat, und dieser Schaden soll für die Versicherung taxiert werden. Leider war kein Aufkleber vom Verursacher daneben und so können wir nur spekulieren, wie und wo das passiert sein könnte. Uns selbst haben wir nach tiefgehenden Analysen ausgeschlossen.
Da über Ostern ja nichts in dieser Hinsicht passiert, haben wir, wahnsinnig spontan wie wir nunmal sind, beschlossen, einen Ausflug zu wagen.
Tinje hat noch alle Kunden in der Budike fertig bedient und glücklich gemacht, und ich hatte ja schon Zeit, alles startklar zu machen.
Die Mama wussten wir in leidlich guten Händen und so haben wir beschlossen, dass eine kleine Auszeit für Tinje drin sein muss. Aber echt jetzt mal!
In Büsum waren wir natürlich erst am frühen Abend und wurden von einem fast vollen Womo-Platz begrüßt. Aber eine Lücke gab es für uns noch, natörlich!
Weil wir viele leckere Sachen im Kühlschrank hatten, haben wir dann gleich mal mit einem kleinen Abendbrot begonnen und danach einen Rundgang durch die fast menschenleere Innenstadt gemacht.
Das fühlte sich fast etwas befremdlich, aber auch ganz angenehm an, und wir haben uns gefragt, wo denn alle sind.
Auf jeden Fall wurde schon mal, um auf alles vorbereitet zu sein, das lokale Schuhangebot in den Schaufenstern gescannt.
05.04.2026
Der Wind hat sich wie angekündigt auf zwei rote Tüten in der App aufgeblasen und die schließlich auch die letzten Wolken weggepustet.
Der erste Gassigang sollte zum Schafezählen auf den Deich führen. Wenn schon Sturm, dann aber auch voll geniessen. Einige Böen haben uns ganz schön rumgeschubst und ich war für die paar sonnigen Abschnitte ganz dankbar, weil es ja noch keine sommerlichen Temperaturen hatte.

Auf jeden Fall hatten wir eine schöne Druckbetankung mit Seeluft und entsprechenden Appetit aufs Frühstück. Sogar Carlsson hat seinen Napf vollständig geleert, das hatten wir in letzter Zeit nicht so oft.
Weil man hier in Büsum immer nur ein Ticket für einen Tag ziehen kann, bin ich dann vor 14:00 Uhr – das wäre dann die Abflugzeit – zum Automaten und habe verlängert (Bargeld bitte passend einwerfen!).
14:00 Uhr – eine magische Uhrzeit in Büsum, weil just zu dieser Zeit am Ostersonntag auch die Schuhgeschäfte öffnen.
Unser Zeichen zum Aufbruch. Die Fussgängerzone zeigte uns dann, dass sie auch ganz anders kann, nämlich proppenvoll sein mit Menschen.
Das Männchen hat dann seinen Sneaker-Bestand mit gewagten Farben erneuert, weil die alten nach gefühlt zwanzig Jahren begannen, sich aufzulösen.
Wir haben auch unseren englischen Stand mit dänischem Softeis wiedergefunden und uns dort mit Vitaminen versorgt. Ich denke, dass in den Schokostreußeln die meisten sind.
Um unseren Gesundheitstag abzurunden, haben wir uns eine Currywurst mit Pommes an Bude am Stellplatz gegönnt, und siehe da: echt lecker.
06.04.2026
Es hat immer noch ein ordentliches, ziemlich kühles Gebläse, aber das hat auch die meisten Wolken weggeschoben.
Heute morgen haben wir am Deich mal die andere Richtung genommen, diesmal also mit Schub – es gab immer noch sehr bewegte Luft.
Heute aber mit mehr Sonne, und ich hatte etwas dickere Klamotten als am Vortag, also alles etwas entspannter. Man kann eine schöne Rundtour über den Binnendeich machen und kommt dann wieder beim Hafen an.
Dabei gibt es ausreichend Möglichkeiten, den Eingeborenen in die Gärten und Häuser zu schauen, für uns interessant, ab ich kann mir nicht vorstellen, dass die selbst davon so begeistert sind.
Aber wie sagt der Makler: Die Lage zählt.
Es gab noch den Plan, morgens nach SPO an den Strand überzusiedeln, aber den haben wir wegen der Windstärke verworfen. Erfahrungsgemäss wir man bei solcher Wetterlage dort gesandstrahlt, und das wollte wir uns und Carlsson nicht antun.
Wir haben uns dann pünktlich zu 14:00 Uhr vom Platz gemacht und haben uns auf unserem bevorzugten Platz in den Hafen zum Schiffe gucken gestellt. Ein kleines Softeis war noch drin, dann ging es mit ordentlich Rückenwind wieder nach Hause.


